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Die Eiszeitrepublik

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Wie viele Rosemarie Fliess gibt es in dieser Republik?

Zu Recht meinen viele wiederum, einer Zwangsräumung geht ein Verfahren voraus, dem werde ich nicht widersprechen, denn es ist so in einem Rechtsstaat.

Nur versteht eine Frau, die krank und evtl. isoliert lebt, ein solches rechtstaatliches Verfahren, in einem Zivilprozess ist es nun einmal anders, erscheint die eine Partei nicht zum Termin schlägt sich das Recht auf die andere Seite.

Einer Räumungsklage geht die Kündigung des Mietsvertrages voraus und das Mietsrecht trägt den unmittelbaren neoliberalen Geist, der Vollzug ist Gesetz und Vollzug wird hier nicht geduldet.

Sie dulden das beim Mieter nicht, was andererseits Praxis geworden ist in der Bau- und Immobilienbranche, Dienstleister und offene Rechnungen sind allgemein bekannt und jeder Handwerksmeister kennt seine Pappenheimer unter den Vermietern.

Der Mieter ist also in der Pflicht, nur wer verpflichtet sich Menschen in Not diesbezüglich zu helfen?

Es gibt sie die städtischen Sozialbehörden, es gibt sie die Ordnungsämter, doch was zu tun sie?

Gibt es den Sozialmanager im Quartier, der älteren Bürgern die Schreiben der Ämter übersetzt und nach Wegen sucht oder verwaltet nicht eine Sozialbehörde nur Fälle?

Jeder Sozialfall kann ein durchaus schwieriger Fall werden, denn auch ein Mensch in der Not reagiert und er blockt ab.

Abblocken ist mitunter sogar begründet, denn ältere Bürger werden von sog. Helfern gerne abgezockt.

Man kann den „ Schwarzen Peter“ also zurück schieben in die Hände von Rosemarie Fliess, nur sie überlebte die Zwangsräumung nicht, mittlerweile weiß man, der Vermieter fühlt sich bedroht.

Auch das geht zu weit, denn er schöpfte die Rechtsmittel aus, es stellt sich die Frage: Warum musste es soweit kommen?

Einerseits weiß man, nicht nur in Berlin werden Wohnungen knapp und zum Spekulationsobjekt von nicht immer seriösen Eigentümern.

Die Jagd nach der Rendite bringt viele auf den Plan, Altmieter auf eine unbeschriebene Art loszuwerden, sich der sozialen Verantwortung entziehen und die Not der Mieter auszunutzen.

Der Mieterschutz wurde von dieser schwarz/gelben Regierung gelockert und das zugunsten des Vermieters, damit kann man ältere Menschen aus ihrer Umgebung reißen.

Damit entsteht der Interessenkonflikt, die eine Behörde hält sich an die Gesetze und kann damit zum Buhmann der Betroffenen werden, ein Narr der da voraussetzt eine andere Behörde nimmt sich dem Mieter an.

Dabei geht es um Zweierlei, die Übernahme der Mietschuld durch das Sozialamt, was weitgehend auch gut läuft und dazu das Einverständnis des Vermieters, mittels Moderation könnte das gelingen.

Nur auf den Moderator wartete Rosemarie Fliess wohl vergeblich, der zweite Punkt ist wesentlich umfangreicher.

Der beinhaltet Altschulden und das zukünftige Leben des Mieters in Not, darüber kann eigentlich nur der etwas sagen, der über einen Zeitraum Menschen in Not begleitete.

Diese Not wird in der Wohnung sichtbar, das funktioniert nicht mittels abhaken von Fragen im Amtsdeutsch, sondern es sind mitunter sichtbare Details die man abarbeiten muss.

Der stellt sich die Frage nach der Arbeit, wer fühlt sich dazu verantwortlich oder auf Behördendeutsch „ wer ist der Kostenträger“?

Wer in diese Richtung nur denkt, der klammert die soziale Verantwortung in unseren Städten und Gemeinden aus, denn zunächst geht es wohl um Menschen und dem Wohl der Menschen.

Wer von anderen Flexibilität stets fordert und darin sind Jobcenter unschlagbar, hätte doch formlos handeln können?

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 19. April 2013 um 04:09 Uhr  

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