Mein Herz schlägt links

Initiative linker SozialdemokratenInnen in der SPD

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Start Neuigkeiten Vor 70 Jahren – Der Warschauer Ghettoaufstand

Vor 70 Jahren – Der Warschauer Ghettoaufstand

E-Mail Drucken PDF

 

 

 

Juden lassen sich nicht einfach umbringen.

Das zeigte der aussichtslose Kampf von 1000 Juden, die sich  im Ghetto von Warschau gegen die Übermacht der Wehrmacht zur Wehr zu gesetzt haben.

 

1943 drei Jahre nach Errichtung des Warschauer Ghettos lebten nur noch etwa 60.000 von den einst 500.000 eingezwängten Juden im Ghetto.

Warschau war einst eine blühende Stadt mit einer großen jüdischen Kultur.

Die Nazis hatten jedoch die Auslöschung der Juden beschlossen.

Die Verhungerten, Abtransportierten und den Tod täglich vor Augen das war die Situation im Ghetto.

So  beschlossen einige jüdische Verbände wie u.a. Zydowska Organizacja Bojowa« (ZOB), der  jüdischen Militärverband ZZW gemeinsam den Aufstand gegen den übermächtigen Feind.

Es ging ihnen nur darum „die Art des Sterbens zu bestimmen“ (Marek Edelmann, nach Zentralratspräsident Dieter Graumann in der jüdischen Allgemeine).

Die Leitung des Aufstands übernahm Mordechaj Anielewicz.

Am 19.4. erhob sich Zydowska Organizacja Bojowa« (ZOB), der jüdische Kampfverband.

Die Nazis hatten das Ghetto zur Pessach Festwoche umstellt.

Die jüdischen Kampfverbände verfügten nur über Pistolen, ein paar Gewehre, ein paar Maschinenpistolen, Molotowcocktails und nur wenig Schuss Munition.

Sie konnten  auf dem Schwarzmarkt einige Waffen für überhöhte Preise einkaufen.

Im ersten Gefecht gegen die SS – Männer konnten die jüdischen Kämpfer den Panzer vernichten und die SS kurzzeitig zurückdrängen.

Doch die gewaltige Übermacht der SS schlug sofort zurück.

So wurden in den nächsten Wochen auch Flammenwerfer und Gas eingesetzt.

Auch die Transporte nach Treblinka konnten nur  kurzfristig gestoppt werden.

Es wurden während der Kämpfe 56.000 Juden von der SS und Polizei deportiert oder getötet.

Die Rache der Deutschen war fürchterlich.

Die Kämpfe dauerten ca. 4 Wochen und endeten mit der Sprengung der Großen Synagoge.

Einige Juden überlebten noch in den Trümmern des Ghettos bis zum Warschauer Aufstand 1944.

Einige wenige konnten zu den Partisanen in die Wälder flüchten oder in Warschau durch die Hilfe polnischer Freiheitskämpfer überleben.

Die meisten starben jedoch.

Der Warschauer Ghettoaufstand hat gezeigt, dass die Juden ihr Schicksal nicht einfach hingenommen haben, sondern die Chance genutzt haben sich zu wehren.

Das diese Chance im totalitären 3. Reich gering war muss jedem klar sein.

Man kann den Juden nicht vorwerfen, dass sie sich nicht gewehrt hätten.

Dazu gab es wenig Chancen innerhalb der eisernen Klauen des SS – Staates.

Dabei darf nicht vergessen werden, dass über 500.000 Juden in russischer, amerikanischer, britischer, französischer Uniform oder als Partisanen  gegen das 3. Reich gekämpft haben.

Den Kämpfern im Warschauer Ghetto ist besonders zu gedenken, weil sie ein Zeichen gegen den Totalitarismus gesetzt und gezeigt haben, dass die Nazis nicht unbesiegbar sind.

http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/15718

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 12. Mai 2013 um 08:17 Uhr  

Wahlkampf

Erneuerbare Energien

Statistiken

Benutzer : 339
Beiträge : 5670
Weblinks : 145
Seitenaufrufe : 12945079

Verwandte Beiträge