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Ich könnte kotzen

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Selbstbetrug beginnt mit einer Übereinsetzung seiner eigenen Lage, insofern ist mancher zur Schau gestellter Erfolg ein Betrug.

Mancher betrügt sich selbst, mancher Banker betrog seine Kunden und viele andere entzogen sich der sozialen Verantwortung.

Zuvor überschätzen sie ihre Ausgangslage, neoliberale Praktikanten sind mitunter der Seiltanz im Kapitalismus und damit wird es interessant.

Diese Seiltanztruppe nahm Fahrt auf, der Zusammenbruch des Ostblocks im Jahre 1989 stärkte sie in ihrer Überheblichkeit, sie fühlten sich als die Sieger und Beglücker der Welt, praktizierten aber eine Politik „ nach mir die Sinn Flut“.

Das konnten sie auch, denn man war im Westen in keiner Weise darauf vorbereitet, der Ausdehnung des Kapitalismus die Schranken der Vernunft zu installieren.

Mit der Ausdehnung des westlichen Kapitalismus demontierte man in den eigentlichen Kernländern, der sog. freien Marktwirtschaft das Gemeinwohl zu einer unverbindlichen Gefälligkeit.

Das heißt man tanzte mit im staatlich gewollten Investitionstango, kassierte, gastierte und quittierte und das alles wiederum gesponsert mit Steuermitteln.

Die Seiltanztruppe hatte sich dem Sponsor angenähert, die Manager wussten was ihnen zu stand und mittels Steuermitteln servierten Bund, Länder und Gemeinden, Geld was nun fehlt, Geld was weg ist, investiert in Kapitalismusruinen, wo Gebäude noch stehen aber Menschen entwurzelt wurden.

Man zog die Manager nicht zur Verantwortung, man wickelte ab und mancher neoliberale Politiker wickelte den Wähler ein mit Verheißungen.

Der Markt wird es richten, mittlerweile darf man fragen: Für wen ist es angerichtet?

Für jene, die meinen stets zu verdienen, denen kommt jede Marktbereinigung gerade recht aber der mit seiner abhängigen Arbeit sein Geld verdienen möchte, ist auf einer Verliererstraße.

Auf dieser Verliererstraße bewegen sich etliche, denn es ist eine Einbahnstraße und rechts und links erkennt man Etappen, sowie Wartesäle der Einschleusung.

Etappen waren Zugeständnisse, Etappen waren Krankenkassenreformen, Rentenreformen, Privatisierungen, Renteneintrittsalter, Arbeitsmarktreformen, Rentenbesteuerungen und Lohnverzicht.

Wartesäle sind die Betriebsteile des Neoliberalismus, mittels warten die Erwartungen des Einzelnen herunter schrauben, sich zu unterbieten bei der Arbeitsaufnahme.

Das Grundprinzip der Saubermänner des Neoliberalismus „ was kümmert uns eure Armut?“

Damit installierten die Glücksritter neue Erfolgsmodelle, mit denen sie in zweifacher Hinsicht wieder einmal den Staat beschissen.

Der global verflochtene Betrieb entzog sich der Steuergerechtigkeit und die Lohnsteuer der Mitarbeiter ist so minimal, weil die Hauptakteure Aufstocker sind.

Es beginnt die Ära „ legal, illegal, scheißegal“, nur muss man das Verpacken, sind die neoliberalen Politiker von heute nicht die Verpackungskünstler?

Sie verkaufen uns ihre Kunstwerke, politische Diskussionen werden somit zu Verkaufsveranstaltungen, man operiert mit Zahlen und blendet die Unwissenden.

Unwissende lassen sich leichter justieren, man kann sie beeinflussen und man betreibt das „ Brot und Spiele Spiel“ mittels Privatisierung, was wiederum heißt „ kassieren“, das Gemeingut einkassieren ist ein Primärziel der Privatisierung.

Dagegen setzt man in allen justierten Medien das Teufelswort der Neoliberalen, nämlich die „ Sozialisierung“.

Warum fürchten sich die Manager mit dem Credo „legal, illegal, scheißegal“ vor der sozialen Komponente?

Sie haben innerhalb ihres Express Managerstudiums, nichts und gar nichts gehört von einer sozialen Verantwortung ihrer Handlungen, das beste Auslandspraktikum ist das des Wegrationalisierens der sozialen Bindungen.

Die Alltagstauglichkeit erweist sich bei Berger und Co. , es geht ums Überleben, etwas was den Seiltänzern fremd ist, Seiltänzer lieben das Risiko.

Wir leben unter Managern, denen das soziale Gewissen abhandengekommen ist und lassen uns berieseln von Talkshows wo man denen die Plattform gibt, man unterdrückt Diskussionen weil die Armut anderer den Anderen ankotzt.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 27. April 2013 um 03:34 Uhr  

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