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Ihnen geht der Arsch auf Glatteis

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Diesen Seiltanz machten bereits etliche, das Leben in der Jetztzeit indem man sich des Rechts bediente und auf die Gerechtigkeit pfiff, neu ist allerdings die aggressive Art und Weise.

Die aggressive Rechthaberei machte auch vor Thomas Gottschalk nicht halt, der sich dumm und dämlich Verdiener Jauch lud ihn in den Schöneberger Gasometer ein.

Das Thema war Uli Hoeness und sein Gesetzesbruch, denn die Steuerhinterziehung ist und bleibt ein Gesetzesbruch, die sog. Selbstanzeige, die nur im Steuerrecht angewendet werden kann, bedeutet doch nichts anderes als den Steuerermittlern sich zu stellen.

Was innerhalb der Steuergesetzgebung zum Vorteil des Steuerbetrügers ausgelegt wird, vom Gesetz her ist und bleibt er deshalb ein Steuerbetrüger, diese Rechtsauffassung fehlte allerdings innerhalb der Diskussion Jauch und auch Gottschalk.

Daraus lässt sich durchaus schließen, es geht einigen der Arsch auf Glatteis, denn auch Thomas Gottschalk bediente sich einer aggressiven Rechthaberei, indem er dem Staat Abzocke vorwarf und auf die Wohltaten des Uli Hoeness erinnerte.

Allerdings sind das Argumente die außerhalb der Gesetzgebung liegen, vergleichbar mit der Wohltat der Posträuber in England vor mehreren Jahrzehnten, die plünderten den Postzug und raubten das Geld und dabei verletzten sie einen Eisenbahner.

Was für eine Wohltat der Posträuber dem Eisenbahner einen kleinen Obolus zukommen zulassen, damit stellt man also Straftaten auf den Kopf und gleiches versuchte im Gasometer.

Machen wir uns nichts vor, mancher uns bekannter Wohltäter ist eine gespaltene Persönlichkeit und wird gedeckt von manchen seiner Freunde, die befürchten die Nächsten zu sein.

Es stellt sich immer die Frage, wie setzt sich der Reichtum weniger zusammen, die zweite Frage ist, warum werden eigentlich diejenigen Reichen welche angeblich von unten kamen gierig?

Die Gier des Menschen nach Reichtum und Macht tötet den Verstand und nun wird es interessant, denn es sind mitunter die gleichen und ihre Freunde die sich der Umkehrung einer Neiddebatte bedienen.

Auch das hat mit der Ausstrahlung von aggressiver Rechthaberei zu tun, man schiebt die Diskussion über Reichtum und Steuerbetrug auf eine Ebene des Neides.

Schiebt man dazu noch den Ablasshandel, das heißt mitunter sogar noch das Stiftungswerk und andere Wohltaten, setzt man auf den richtigen Mann.

Unterschwellig sind das gesellschaftliche Drohungen, denn man kann daraus folgern: „ ich kann auch anders.“

Was wiederum bedeutet, auch da nimmt man das Recht für sich in Anspruch und zwar in einer ganz brutalen Art und Weise.

Die Moral in diesem Staat hat sich auf eine Talfahrt begeben, nicht nur ich bin der Meinung fast jeder Manager innerhalb der Ökonomie hat das soziale Gewissen außen vor gelassen.

Es ist Mode geworden den sozial Schwächeren zu drohen um gewisse Ergebnisse zu erzielen, Macht, Geld und Gier wurde zu einem aggressiven Schaukampf, in dem man den Fragesteller kalt stellen will.

Es ist das kaltblütige Unternehmertum im Menschen erwacht, ein Unternehmertum was Schule machte und dabei die Ethik, die Moral und die gesellschaftliche Verantwortung nicht kennt.

Man darf sich allerdings nicht wundern, denn auch über die öffentlich rechtlichen Kanäle flimmerten jahrzehntelang Talkshows mit Verfechter einer brutalen Marktwirtschaft, der betreffende Mensch ist das eine, sprechen wir von Hoeness doch wer waren seine Ideengeber und wer war sein Partner?

Diesen Ideengebern einen freien Lauf lassen, bedeutet doch sich einer Gesetzesuntreue zu bedienen, taten das nicht fast alle Banken in Europa, lockte man nicht zum Betrug heraus?

Der Betrug am Staat ist damit zum Volkssport geworden, ganze Geschäftszweige bedienen sich dieser Untaten, vom angeblichen Steuersparmodell, von der Direktumwandlung- d.h. die Anlage vom unversteuerten Geld zur Finanzierung und auf dem Beschäftigungssektor.

Dieser Gilde geht der Arsch auf Glatteis, denn die sog. Oasen wo man sich angeblich sicher war, in Bayern sind Steuerermittler noch immer recht wenig vorhanden, aber im Zuge des Datenverkehrs und der Übermittlung kommt mehr an die Öffentlichkeit.

Wer die Öffentlichkeit fürchtet und der Presse droht, der muss Dreck am Stecken haben.

Nun ist der Dreck am Stecken mancher noch gesetzlich normal und zudem gilt in Deutschland die Unschuldsvermutung bis zum Urteil.

Allerdings ist die Öffentlichkeit sensibilisiert, denn der Großteil ist Arbeitnehmer und hat Zukunftssorgen.

Er erlebt den Teil der staatlichen Belastung und Ruf nach einem Umverteilen der Lasten kommt nicht von ungefähr, damit erkennt mancher eine Gefahr in Verantwortung genommen zu werden.

Man bedient sich der Presse und unternimmt eine Gefahrenabwehr auch das ist nicht neu.

Es ist die Strategie der Zocker mittels wundersamen Rechnungen die gesetzlichen sozialen Leistungen des Staates an den Pranger zu stellen, das machten all die Talkshow Größen jahrelang bezogen auf die staatliche Rentenversicherung.

Genau das wiederholen sie nun, es wurde noch kein Gesetz verabschiedet, was den Aufkauf von Kapitallebensversicherungen verbietet, man kennt nur sog. TÜV zertifizierte Hochglanzbroschüren in denen der Himmel auf Erden versprochen wird.

Die neoliberale Presse lenkt nämlich gerade ab vom Thema des Umverteilens, denn auch ihnen ist die Sensibilisierung der Öffentlichkeit bewusst geworden.

Auch die Bildzeitung macht sich Sorgen um die Rente des kleinen Mannes, eine Face sondergleichen, denn das Thema nennt sich die „ Rentenbesteuerungskeule“.

Damit lässt sich nicht nur gut ablenken sondern auch mobilisieren, denn man wirft alles wieder in einen Topf.

Es wird also Zeit dagegen Stellung zu nehmen.

Bleiben wir zunächst bei den Privatrenten, generell gibt es zwei Aufbauarten: Mittels eines versteuerten Einkommens eine monatliche Aufbauphase konstant oder dynamisch zu vollziehen und in den Genuss des Transfers zu kommen.

Hier erfolgte die Besteuerung bereits in der Aufbauphase, angeben sollte man das beim zuständigen Finanzamt, eine Doppelbesteuerung kennt unsere Gesetzgebung nicht.

Anders verhält es sich, mit einer Direktumwandlung während der Aufbauphase, das war demzufolge unversteuertes Kapital und wird in der Auszahlungsphase steuerpflichtig.

Der zweite Teil umfasst die gesetzliche Rente und dazu liegt ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vor, die stufenweise Einführung der Rentenbesteuerung.

Das heißt: Jeder Rentner sollte die Einkommenssteuererklärung abgeben, Anlage R und seine Bruttorenteneinkünfte erklären.

Das Urteil sagt aus, die bisher 50% des Arbeitgeberanteils zur gesetzlichen Rentenversicherung unterliegen der Steuerpflicht.

Das sind 50% der Bruttojahresrente, wobei der Steuerfreibetrag wiederum pro Steuerbürger bei 8400 Euro pro Jahr liegt, bei Rentnerehepaaren wären das nun 16 800 Euro.

Also liegt die Grenze der Besteuerung bei 33 600 Euro pro Jahr, bzw. 16800 Euro pro Jahr bei Alleinstehende, das heißt: Wir sprechen von Rentnerhaushalten mit über 2800 Bruttorente pro Monat und davon kenne ich allerdings wenig.

Sieht man dazu den Trend, was heute verdient wird, ist diese Summe nur von wenigen erreichbar, mit anderen Worten, so lässt sich Panik verbreiten.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 04. Mai 2013 um 03:59 Uhr  

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