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Der Primus?

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Was möchten sie eigentlich mal werden, Herr Krüger?

Diese Frage überraschte mich damals auch, es war auf einem Seminar über „ Zivilcourage“ als ein ganz Großer mir diese Frage stellte und er war überrascht von meiner Antwort „ der Primus in diesem Seminar-Herr Professor“.

Mitunter wird man erwischt im Leben, manchmal ist man froh wenn ein Ende ohne Schrecken folgt und mitunter ist man überrascht in welcher Lage man sich befindet.

Kurz vor meiner Hochzeit machte mir meine Frau den Vorschlag, ihre Patentante zu besuchen, schlimmer ging es nimmer, denn die weigerte sich nach ihrer Befreiung aus dem Konzentrationslager Ravensbrück deutsch zu sprechen, mir blieb nichts anders übrig den Vorschlag meiner Frau zu befolgen.

Wie nähert man sich einer älteren Dame, die Deutschland und Deutsche wahrhaftig nicht in einer guten Erinnerung hat, die andererseits im Jahr 1920 ihr Matura noch auf Deutsch mit Glanz bestand, es gibt also Situationen im Leben die stehen in keinem Lehrbuch.

Man muss zunächst das Vertrauen des Anderen gewinnen und das ist ganz etwas anderes als sich zu verkaufen zu versuchen, Überzeugungen zu präsentieren sind fehl am Platz und können mitunter sogar verletzend sein, das Wort heißt ganz einfach: „ Respekt“, das wiederum fällt einigen schwer umzusetzen.

Respekt vor dem Anderen zeigen ist das Eingangstor zur Zivilcourage, alles andere muss zwangsläufig folgen, man sollte über seinen Schatten springen.

Nur so kann man das Leben meistern, wer meint stets das: „wer bin ich, was kann ich, was wollt ihr von mir", zum Lebensinhalt macht wird unweigerlich stranden.

Die Gestrandeten in unserer Gesellschaft nehmen mittlerweile zu, es ist einerseits die Überschätzung der eigenen Person und mitunter liegt es an der Respektlosigkeit, es ist aber auch der beklagenswerte Mangel an Zivilcourage der dem Zeitgeist geopfert wurde.

Man verweist sehr schnell auf seine Persönlichkeitsrechte und meint das geht der Öffentlichkeit nichts an und genau damit erreicht man gar nichts, sondern macht mobil.

Mitunter wissen nämlich andere mehr über einem als man ihnen erzählte, manchmal gibt es Fragen und denen sollte man sich stellen, nur wer dunkele Stellen bzw. Zeiten in seiner eigenen Biografie hat, der reagiert aggressiv.

Wie sollte man reagieren, wenn man nichts zu verbergen hat? Gelassen und dabei anderen den Vortritt lassen, denn es treten die „Wichtigtuer“ reihenweise zurück, ein Wichtigtuer geht über Leichen und wird vom Teufel eingeholt, nur der Moralist hat Prinzipien.

„Tue dass anderen nicht an, was du selber nicht willst“, nur wer diese These beachtet, der hat ein ausgefülltes Leben.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 08. Mai 2013 um 03:12 Uhr  

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