Mein Herz schlägt links

Initiative linker SozialdemokratenInnen in der SPD

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Start Neuigkeiten 150 Jahre und kein bißchen weise

150 Jahre und kein bißchen weise

E-Mail Drucken PDF

 

 

 

150 Jahre SPD und das Problem bleibt uns erhalten, denn es ist das Vermittlungsproblem was derzeit die SPD Spitze hat.

Man besetzt einerseits Formen und gibt richtungsweisende Impulse in die Gesellschaft, nur hapert es an der mechanischen Übersetzung.

Was soll die beste Untermauerung von Tagespolitik wenn es an der Vermittlung nicht klappt?

Das eigentliche Problem liegt also in der Vermittlung und natürlich auch an den Personen, die vermitteln möchten und andererseits auch jene die man ansprechen möchte.

Hatte die Schröder SPD ein Glaubwürdigkeitsproblem zu den alten Werten der SPD, hat die SPD im Jahre 2013 ein Vermittlungsproblem und das ist ebenso dramatisch.

Einerseits ist die Gesellschaft in unserer Republik eine andere geworden und auch informierter, da gelten nun Regeln, Teile der Gesellschaft sind an der Basis demokratischer geworden und dieser Teil wehrt sich gegen eine politische Beeinflussung.

Das hat nichts mit der zu oft und viel zu häufig genannter Politikverdrossenheit zu tun, denn tatsächlich ist man mitunter über die Handlungen von einigen Politikern verdrossen, man definiert heute die Politik wie die Kultur und das überträgt man auf alles im Leben.

Unser Leben ist wesentlich politischer geworden als vor 3 Jahrzehnten, denn es bilden sich fast täglich Gruppen, Betroffene formieren sich und praktizieren eigentlich die Demokratie, denn sie wagen etwas unter dem Begriff einer aktiven Zivilgesellschaft.

Nun gilt es zu unterscheiden, bleiben wir mal bei den mehr als 80 % von diesen die zu den demokratischen Werten stehen, denn die restlichen 20% dienen der Wertstellung von wenigen um die sich Willige scharen.

Man kann also erkennen, es gibt unter Demokraten stets Schnittmengen, auch in kirchlichen Gruppen, eine evangl. Kirchengemeinde wird immer Schnittmengen mit der kath. Kirchengemeinde am Ort finden.

Innerhalb des politischen Spektrums zieht es nicht anders aus, die Parteien werden nicht mehr das tragende Element von einer ganzen Generation sein auch hier gilt, entscheidend sind die Schnittmengen.

In der ganzen Geschichte der Sozialdemokratie erkannte man Strömungen, die sich allerdings vermitteln ließen, es ist nun eine Tatsache die innerparteiliche Schnittmenge basierte auf den alten Werten der Partei und der tatsächlichen Ausrichtung.

Mehr als 85% Übereinstimmung werden dabei unter Demokraten nie möglich sein, d.h. bezogen auf die Gesellschaft können das allerhöchstens 40% sein.

Es ist doch so und sollte unter Demokraten üblich sein, zu den Liberalen findet man Schnittmengen, die lagen mal unter den politisch Linken bei 35% und fielen auf fast 15%, ebenso das Bild zur CDU/CSU dort lagen die Schnittmengen mal bei fast 30% und fallen nun auf 25%.

Das eigentliche Problem hat mitunter der sozialdemokratische Genosse mit der Linkspartei, inoffiziell findet man fast 50% Schnittmengen nur werden die herunter geredet auf 15%, das verhält sich zu den Grünen anders herum, hier kommen die offiziellen Zahlen vor den gefühlten.

Innerhalb der SPD sieht es ähnlich aus, die Schnittmenge die der Genosse der Basis derzeit sieht zu den politischen Tatsachen des Willy Brandt Hauses liegt zwischen 60 und 70 %, d.h. hier fiel der sog. Identifikationsfaktor um 15 % innerhalb von 2 Jahrzehnten.

Kurzfristig hatte die Agenda Politik außerhalb der SPD eine gesellschaftliche Zustimmung die mitunter regional über die Zustimmung innerhalb der eigenen Partei lag, das war ein Versuch der politischen Transformation mittels einer gesellschaftlichen Zustimmung die parteiliche Legitimation nachträglich einzufordern.

Was andererseits sicherlich zu einen innerparteilichen Verdruss führte, man darf allerdings niemals einen Verdruss konservieren, sondern Politik bedeutet Verantwortung und das wiederum auch die Bereitschaft zeigen, „ es könnte ein Irrweg gewesen sein.“

Manche sprechen immer das aus, was sie eigentlich stets vollziehen wollten: „ Dann haben wir die Partei verlassen.“

Denen muss man sagen, es geht nicht innerlich aus einer großen linken Familie austreten, wer es trotzdem macht, der sollte sich nach seinen eigentlichen Werten des Lebens fragen.

Liegen die Schnittmengen dieser Werte hinsichtlich der SPD über 50%, dann findet man sich im positiven Bereich wieder, die restlichen 10% die man braucht um aktiv sich zu positionieren bedeutet auch Arbeit.

Leider verstehen nicht wenige Sozialdemokraten politische Arbeit als den Formalismus der Partei, das ist einerseits eine Notwendigkeit doch sollte das nicht zum Inhalt werden.

Sich wiederfinden bedeutet also den eigentlichen Sinn für seine politische Arbeit finden, stellt man das in den Vordergrund kann man über jene lachen die immer wieder an einem politisch vorbei Karrieren möchten.

Der Sozialdemokratie von heute fehlt die Kaderschmiede, das waren mal die Gewerkschaften und das war mal das OSI der FU, das Spiegelbild der Parlamentarier sieht derzeit ganz anders aus.

Damit beginnt eine Mechanik, man spricht nicht nur eine andere Sprache sondern vermittelt die Probleme mitunter an der Basis vorbei, der eigentliche linke Wähler fühlt sich nicht angesprochen.

Man erreicht Wähler nur, wenn man sie anspricht nur sollte man dazu aber zuvor sich mit den Problemen des Wählers auseinandersetzen, was eigentlich innerhalb der SPD mal der Stolz der Ortsvereine war.

Die sind der zweite mechanische Totalschaden in der SPD, etliche Male versucht diese von oben nach unten zu reformieren, es versickerte im innerparteilichen Formalismus, eine Schnittstelle zu dem was in manchem Ortsverein dargestellt wird, liegt mitunter bei der Schmerzgrenze von 50%.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 25. Mai 2013 um 04:06 Uhr  

Wahlkampf

Erneuerbare Energien

Statistiken

Benutzer : 335
Beiträge : 5735
Weblinks : 145
Seitenaufrufe : 14096615

Verwandte Beiträge