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Steuerpläne-Die Mittelschicht und die SPD in Gefahr

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Die Grünen haben gerade vorgeschlagen, den Spitzensteuersatz bei Einkommen ab 80.000 Euro/Jahr anzuheben und diesen Steuersatz unverändert auch bei wesentlich höheren Einkommen anwenden zu wollen.

Damit vergibt man sich die Chance, solche Einkommen stark zu besteuern, die im Wesentlichen für die kranke Umverteilung der Gelder in unserem System sorgen.

Die Millionäre betrachten 80. 000 Euro im Jahr als Portokasse. Die Millionäre, diejenigen, die 80.000 Euro IM MONAT einheimseln, üben eine undemokratische Macht auf unsere Gesellschaft aus, indem sie kraft Ihres Geldes in der Lage sind, politische Entscheidungen und mediale Berichte, die dazu führen, zu beeinflussen.

Unsere Gesellschaft krankt nicht an Arbeitsmangel, sondern an der mangelnden Bereitschaft, Leute für Arbeit zu bezahlen.

Deshalb sollten negative Anreize (sehr hohe Steuerprogression ab bestimmten Einkommenshöhen) geschaffen werden, um gewissen Zeitgenossen klar zu machen, dass Geiz und Anhäufung von Vermögen  nicht gerade "geil" sind

Das Steuerrecht sollte auch dazu dienen, den mit einem erheblichen Mittelzufluss auszuübenden Einfluss auf die Politik einzudämmen.

Wenn man die obere Mittelschicht, die nicht viel Geld zur Einflussnahme besitzt, in die Knien zwingt, dann erfolgt die Proletarisierung der Mittelschicht, ein Zustand vor dem alle namhaften Ökonomen gewarnt haben, weil damit die Schwelle entweder zur Gewaltbereitschaft oder zur Wahl extremer, undemokratischer Parteien herabgesetzt wird.

Hitler wurde 1933 gewählt, weil es in Deutschland 6 Millionen Arbeitsloser gab, das sollte man nicht vergessen!

Seit der Wiedervereinigung, seit dem Kollaps des Realsozialismus, seit des Entstehens des Anspruchs des Neoliberalismus als Ende der Geschichte (Fr. Thatcher, selig) ist die staatliche Verschuldung in allen Ländern der EU, insbesondere in Deutschland, steil gestiegen, allen Senkungen der zinsen auf Bundesanleihen und allen "Sparmaßnahmen zum Trotz, sprunghaft angestiegen.

Die von Frau Merkel verordneten Sparmaßnahmen in den südlichen Euro-Ländern haben nur die Arbeitslosigkeit dort verstärkt und für Unruhen in diesen Ländern gesorgt.

Der italienische Staat will in Kürze den gesamten Fuhrpark der Dienstwagen für Politiker erneuern und das wird mehrere Euro-Millionen kosten.

Deutschland schweigt.

Ein schwer behinderter Rentner in Italien erhält an die 250 Euro im Monat und der Chef der dortigen staatlichen Rentenversicherungsanstalt entwendet der Allgemeinheit über 3000 Euro am Tag. Frau Merkel schweigt .

Was hat Herr Professor Monti, der Oberbildenberger, für sein Land getan?

Nur die Grundsteuer erhöht und damit die Mittelschicht verprellt, ohne dass sich seine "Reformen" auf die Staatsverschuldung ausgewirkt hätten.

Wir leben in einer Welt, in der das Scheinen - und die richtigen Beziehungen - mehr wert sind als das Sein, in der Seilschaften mehr können als fachliches Wissen, in der die Finanz die Wirtschaft beherrscht und die Wirtschaft die Politik, in der Wachstum und Privatisierungen hoch gelobt werden, obwohl jedes Kind wissen müsste, dass dieses Modell schon längst versagt hat.

Wenn dem nicht so wäre, dann hätten wir weniger Arbeitslose, weniger als Kursteilnehmer getarnte Arbeitslose, weniger Minijobber, weniger Aufstocker und weniger lLeiharbeiter.

Alle klagen über diese Misstände aber niemand traut sich, ein Konzept zu entwerfen und es zur Diskussion zu stellen, wie man einer Gesellschaft ohne Wachstumsperspektive (die Erde wächst nicht) ein neues System anbieten kann.

Dann fragt man sich, warum Viele nicht wählen gehen...

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 02. Juni 2013 um 12:54 Uhr  

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