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Wagen wir uns einmal an Lebensbiografien

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Wagen wir uns einmal heran an ein Thema, wovor jeder Dozent seine Studenten vor 40 Jahren warnte.

Das Thema der Lebensbiografie der Jetztzeit Bürger, interessant ist dabei folgende Tendenz: Eine Arbeitsbiografie vor 40 Jahren war gesetzt mit dem Anreiz, das ist in der Tat heute anderes, mehr als 40% von allen Beschäftigten gehen temporär einer Tätigkeit nach, dessen Ausführung das Wort Anreiz nicht kennt.

Man sprach vor etlichen Jahren einmal von gedeckelten Tätigkeiten und aus diesem Pool entstand der Billiglohnsektor.

Für Beschäftigte innerhalb dieses Sektors gibt es kaum Aufstiegschancen und das wiederum sollte die brutale gesellschaftliche Erkenntnis sein.

Jobs sind demzufolge Tätigkeitsvollzugsmechanismen geworden, in einer Welt wo die Rendite vor dem Abruf der immateriellen Werte kommt.

Sprechen wir von Lebensbiografien in der Jetztzeit so erkennt man das Aufweichen der sozialen Verantwortung bereits in der Gegenwart.

Das Präsentieren einer sog. noblen Armut, was eigentlich die Konsequenz ist aus dem Teil der entsprechenden Arbeitsbiografien, wird erfolgreich dargestellt als Flexibilisierung.

Eigentlich unmöglich, die flexible Lebensbiografie zu interpretieren, wahrhaft hat die Kälte der Vergangenheit etliche Zeitgenossen dazu getrieben.

Es reicht vielen Menschen nicht über den Kalendermonat zu bekommen, dabei beherrscht das Materielle den Tagesablauf, das ist nicht die Sucht und das Begehren sondern überwiegend eine Notwendigkeit um die laufenden Kosten zu decken.

Sehen wir uns einmal die Statistik näher an, 60 % der EU Rentner die 50 Jahre und älter sind befinden sich in einer Armutsfalle.

35% von Altersrentner über 65 Jahre gehen einer Geringfügigen Beschäftigung nach und der Trend zeigt, bereits 12 % aller 70 jährigen.

Hier erodiert eine soziale Gesamtverantwortung, rechnet man das allerdings weiter und davor warnten einmal Dozenten, „ Lebensbiografien unterliegen nicht der Mathematik“, unterlaufen wir diese damalige Warnung.

Was sich jetzt an den sog. Abschluss von Arbeitsbiografien als die ökonomisch erforderliche Ehrenrunde anschließt, ist jüngeren Menschen bereits mehr als 2 Jahrzehnte bereits vor dem Berufseinstieg bekannt.

Ein Arbeitsverhältnis mit einer finanziellen und temporären Deckelung, was zu einer Entkopplung der Entfaltung führt.

Gestartet mit viel Allgemeinwissen, durch Bildungsanstalten geschleust, in unbezahlten Praktika bewiesen und trotzdem nicht in einen abrufbaren Beruf gelangt, vom Pizza Boy zum Manager einer Subunternehmerkolonne die Hauseingänge putzt.

Rechnet man das hoch, dann wird man erleben es werden mehr als 60% aller 70. Jährigen geringfügig beschäftigt sein um ihre monatlichen Ausgaben begleichen zu können.

Das sollte man allerdings nie und niemals sollte ich das wagen, solche und andere Prognosen unter das Volk zu werfen, denn damit würde ich den Gesamttrend der Demokratie aushebeln.

Das waren Worte, die werde ich nie vergessen, sicherlich war viel Wahrheit darin.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 15. Juni 2013 um 03:27 Uhr  

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