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Geht so die Story von Bradley Manning?

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Whistleblower. Kein Kopfschütteln, keine Gesichtsregung (Zitat, Spiegel vom 04.06.2013)

„Manning schaut sich das jetzt alles ungerührt an. Kein Kopfschütteln, keine Gesichtsregung, nichts.“ (…)

„Doch auch in diesen Momenten reagiert der Angeklagte nicht. Stattdessen lässt er die anderen reden, Fragen von Richterin Lind beantwortet er meist nur mit "Yes, yes Ma'am".

Als sein Stubenkamerad aus der Irak-Zeit als Zeuge der Anklage aufgerufen wird, schaut Manning recht unbeteiligt.

Der Spiegel-Autor, Sebastian Fischer, scheint angesichts seiner Prozessbeobachtung, bei der er außerdem vergisst zu erwähnen, dass es sich um einen Militärprozess handelt, ein Psychogramm von Manning erstellen oder zumindest implizieren zu wollen.

Ähnliche Formulierungen aus Artikeln über Gerichtsprozesse findet man sonst vor allem bei der Schilderung von Psychopathen und Mördern.

Die Teilnahmslosigkeit, die beschrieben wird, soll in der Regel „Gefühlskälte“ des Angeklagten implizieren.

Soll Manning in Tränen ausbrechen und sich entschuldigen, ob der Monstrosität seiner Tat???

Manning ein Psychopath? Wohl kaum!

Aber der Artikel steckt voller Psychopathen-Gift, das wohl eher vom Autor herrühren dürfte.

Ähnliche diskreditierende Artikel habe ich übrigens im Spiegel schon über Assange gelesen.

Julian Assange, dessen Buch „Cypher Punks“ am heutigen Tage aktueller ist, als jeder Spiegel-Artikel über den PRISM-Skandal wurde in diesem Leitmedium wiederholt als größenwahnsinniger Paranoiker lächerlich gemacht.

Ein ähnliches Schicksal könnte in Kürze auch Snowden drohen, der sich derzeit auf der Flucht vor der amerikanischen Justiz befindet, weil er eben diesen Skandal aufgedeckt hat.

Selbst Hollywood müssten die Haare zu Berge stehen, weil der Held, der gerade die Bösen ertappt hat, vom Staat als Verräter weiter verfolgt wird.

Die Bösen sind nämlich an der Macht!

Dem Hamburger Konzern dagegen stehen nicht im geringsten die Haare zu Berge, er diskreditiert Whistleblower weiterhin als psychopathisch, narzistisch-größenwahnsinnig und paranoisch und findet sogar einen Weg, den aktuellen Überwachungs-Skandal der NSA mit Schwerpunkt Germany nicht ganz so böse aussehen zu lassen: Immerhin hätten die Amerikaner bei der Aufdeckung der Sauerland-Zelle geholfen.

Danke Spiegel, dass ihr uns das noch einmal vor Augen führt!

All das geschieht schließlich nur zu unserer Sicherheit.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 22. Juni 2013 um 13:20 Uhr  

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