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Die Wiederentdeckung der Geduld

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Ich widerspreche der allgemeinen These vom Generationenkonflikt und das mit folgender Begründung:

Die jüngere Generation ist im Jahr 2013 wesentlich flexibler und kann über etwas mehr an Informationen verfügen als wir es vor 30 oder 40 Jahren konnten.

Die jüngere Generation hat erkannt, was Bildung bedeutet und wie man Wissen anwenden muss, was immer noch nicht heißt: Ihnen wird der Zugang gewährt, das ist der entscheidende Teil des Transferwissens und das wiederum verteidigen etliche altgebackene Zeitgenossen als ihr geistiges Eigentum.

Denen sollte man sagen, die Zeiten haben sich geändert und manches von Gestern wird mittels einer informierten Gesellschaft zu einem öffentlich zugänglichem Volksvermögen.

Allerdings muss man damit umgehen, der jüngeren Generation den Umgang im Leben zeigen wäre eigentlich die erforderliche gesellschaftliche Aufgabe.

Das bezieht sich auf Bausteine, Bausteine des Lebens sind Eckpfeiler einer Karriere und damit beginnt die Diskussion.

Man klammert bewusst aus, indem das Selektieren wieder modern geworden ist , man nennt das den neoliberalen Musterungsprozess.

Was ist in diesem Prozess das eigene Konto wert, wenn keine regelmäßigen Zugänge erfolgen?

Die eigentlich junge Menschen heranführen möchten, führen dabei etliche auf das Glatteis.

Hier entsteht die Saat für den Konflikt, den manche gerne verallgemeinern und die wiederum füllen Zeitungsspalten mit Wortaneinanderreihungen die eigentlich niemanden fehlen.

Den Jungen lernen wie man mit Geld umgeht, bedeutet ein „ Vorleben“ , eines was beispielhaft ist.

Das wiederum ist verbunden ganz eng mit der Ehrlichkeit und danach kommt das gegenseitige Vertrauen, fragen wir ruhig einmal, „ wer ist immer ehrlich, wenn es um Geld geht zu seinen Kindern?“

Man spricht derzeit stets von einem Schulstress, all das mag sein, nur das Wort kannten wir damals nicht, bei uns hieß der Gegner Zeit.

Eine Zeit, die uns immer weglief, vielleicht hatten wir aus der Not heraus ein anderes Management.

Das bezog sich allerdings auf die Gemeinschaft, das war nicht nur die Klassengemeinschaft sondern die Freundschaft zu einigen in der Nachbarschaft.

Die Wiederentdeckung einer Freundschaft innerhalb einer Gemeinschaft ist die Notwendigkeit zum Fundament einer weiteren Planung.

Man traut sich nämlich zu fragen und man bekommt die notwendigen Antworten, in einer Sprache die man versteht.

Daraus entwickelt sich etwas, zunächst der Interessenausgleich, miteinander etwas unternehmen, sich innerhalb einer Gruppe wohlfühlen und sich gegenseitig helfen und korrigieren, bedeutet mitunter eine Freisetzung von ungeahnter Modifikation.

„ Denn wer sich nicht bewegt, wird auch nicht oben schwimmen können.“

Können unsere Kinder von heute eigentlich noch die Spiele spielen, die wir tagein und tagaus spielten?

Wer nimmt sich den Schwachen in der Schule an?

Mittlerweile gibt es das Gesellschaftsspiel, der Pauker ist schuld und jeder macht mit.

War aber bei uns auch der Fall, nur wir fanden Alternativen pochten dabei nicht nur auf unsere Rechte, sondern suchten nach Auswegen.

Einen Konflikt entschärfen ist am Anfang immer besser als wenn man den Knall abwartet, auch wir hatten etwas gegen trimmen nur man war neugierig.

Erst wenn die Neugier überwiegt wagt man sich an fremde und unbekannte Stoffe, man sollte wieder lernen „ Neugier“ zu erzeugen.

Neugier erzeugt man nicht mittels Selektieren, nicht mit Eingruppieren und voreiligem Benoten, sondern mit Geduld und Überzeugung.

Ich kann mich nicht erinnern in den letzten Jahren in dieser Generationendebatte das Wort „ Geduld“ gehört zu haben, dabei ist das der Baustein, sich mit Geduld nicht vom Pfad abbringen zu lassen.

Was heißt, das Buch mit den 600 Seiten zu lesen und dann darüber zu sprechen, das ist die Wiederentdeckung einer gesellschaftlichen Kultur der gegenseitigen Anerkennung.

Das betrifft aber alle und ist demzufolge generationenübergreifend, denn lesen bildet und Belesene können mitreden.

Das Mitreden wiederentdecken, bedeutet die Abkehr vom Status eines Konsums, weniger konsumieren an sms und in sog. sozialen Netzwerken und hier den Oberschiedsrichter spielen.

Nur wer sagt das und wer setzt hier Meilensteine, unsere TV Programme schaffen es nicht mehr.

Hier siedelten sich konsumorientierte Kulturbolschewisten häuslich ein, die sich von einem Leben in der Realität entfernten und teilweise mit der jüngeren Generation üble Geschäfte machen.

Einem privaten konsumorientieren Sender sollte man bescheinigen, dass er keinen Bildungsauftrag hat.

Die Wiederentdeckung der Familie, setzt allerdings eine intakte voraus, eine spannungsfreie Familie wird kreativ sein. Setzt man aber Familien unter Druck, meistens bedingt durch finanzielle Verpflichtungen, können sich diese Spannungen übertragen.

Will man das eigentlich der jungen Generation zumuten, zumuten sollte man ihr einen Konsumverzicht, einfach mal nein sagen, wenn es um Klamotten des Alltags geht aber nicht wenn es um ihre Zukunft geht.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 27. Juni 2013 um 03:47 Uhr  

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