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Steinbrück scheinbar chancenlos? Egal!

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Klar hat Peer Steinbrück nur 30% Zustimmung in der Bevölkerung, wenn es um eine direkte Kanzlerwahl gehen würde.

Merkel hat 57%. Klar traut die Bevölkerung der CDU/CSU in wirtschaftlichen Fragen und der Lösung der Eurokrise mehr Kompetenz zu, wenn man dem ARD Wahlbarometer folgt.

Klar reicht es nicht, als etwas mehr an sozialer Gerechtigkeit und fairer Familienpolitik interessiert wahrgenommen zu werden, um die jetzige Regierung abzulösen.

Der Punkt ist nur der: Die Mehrheit in Deutschland denkt links!

Es gibt kein Institut, das auf dem Tiefstand der Wahlumfragen Zahlen herausgibt, in denen eine Konstellation von CDU/CSU und FDP eine Mehrheit gegenüber den anderen Parteien bekommt.

Bestenfalls gibt es ein Patt gegenüber der SPD, den Grünen und der Linken.

Das Problem ist nur, dass eine Dreierkoalition dieser Art von vornherein ausgeschlossen wurde.

Hinterher zurückrudern geht nicht. Also wäre das Resultat eine große Koalition?

Eine große Koalition, auf die inzwischen viele in der SPD hoffen, nicht zuletzt Steinbrück, wäre Mist!

Wozu bitte braucht man dann überhaupt noch eine Opposition, wozu ist der Wahlkampf gut, wenn Deutschland von großer Koalition zu großer Koalition taumelt.

Wenn die Bestimmung der Politiker immer deutlicher die Beteiligung an der Macht und nicht die „andere Politik“ ist.

Die Frage ist berechtigt, auch wenn sie schmerzt.

Denn eine gute Opposition haben wir in den letzten 4 Jahren nicht gesehen.

Schon gar nicht von der SPD.

Sie hängt mental immer noch in der Regierung fest, obwohl sie seit Jahren dort nix mehr zu vermelden hat.

Oder glauben die im Vorstand, dass eine Mehrheit im Bundesrat eine vernünftige Aufteilung der Macht darstellt?

Sie ist hochgradig unvernünftig.

Wenn schon sollte die SPD im Bund an die Macht und in den Ländern wären CDU/CSU besser dran.

Warum?

Weil die CDU und auch ihre Schwesterpartei zutiefst regionale Parteien sind, die mit Internationalismus nichts am Hut haben.

Merkel eingeschlossen.

Sie hat es geschafft uns zum Schreckbild vieler Europäer zu machen.

Das fällt hier nur nicht so auf, weil die Medien das kaum noch kolportieren.

Regionalismus, statt Europa, auch in den Medien!

Die SPD ist die einzige Volkspartei, die zu einem echten Internationalismus fähig wäre.

Die deutsche Außenpolitik unter Schröder und Fischer war um Klassen besser, als sie es unter Merkel und wer ist nochmal Westerwelle ist.

Das wird auch international so wahrgenommen, daran ändert auch der kalkulierte Obama-Besuch nichts.

Merkel bedient letztlich nur den Wagenburg-Reflex der Deutschen, die der Meinung sind, dass ihr Geld oder ihr Arbeitsplatz durch Europa bedroht sind.

Genau dieser Wagenburgreflex ist es aber, der die Ersparnisse und die Arbeitsplätze in Deutschland mittelfristig bedrohen wird, denn die zähe Lava der Rezession wird von den Nachbarländern auch zu uns überschwappen, wenn wir keine gesamteuropäische Verantwortung übernehmen.

Ein einstelliger Milliardenbetrag zur Bekämpfung der massiven Jungenarbeitslosigkeit in Europa?

Wenn es nach Merkel geht, ja.

Wenn man noch etwas klar denken kann, viel zu wenig! Wasser in der Wüste zu verschütten kann zwei rationalen Folgen.

Die erste ist, dass man Oasen anlegt, die langsam wachsen können.

Dafür braucht man viel Wasser und der größte Teil der Wüste ist trotzdem noch trocken.

Aber Oasen können wachsen.

Die zweite Rationale ist, dass man so wenig Wasser wie möglich verspritzt, weil man ohnehin nicht an die Wirkung glaubt.

Dann bleibt alles beim Alten.

Genau das ist die Un-Strategie von Angela Merkel.

Sollte das nicht Grund genug sein, ihr auch im Interesse Europas endlich das Amt zu entziehen?

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, 01. Juli 2013 um 13:01 Uhr  

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