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Die Errichtung von Pflegekammern

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Der Pflegebereich wird von der Politik nicht wahrgenommen.

Anders als die Ärzteschaft ist der Bereich der Pflege weder organisiert noch in Entscheidungsstrukturen eingebunden.

Während Letzteres auch für Heilpraktiker gilt, sind diese wenigstens in Fachverbänden vertreten, die an die Öffentlichkeit treten können.

Es wurde deutlich, wo die heutigen Probleme in der Pflege liegen.

Doch was ist zu tun, um die Missstände zu beheben?

Angesichts der fehlenden Partizipation an Meinungsbildung und Entscheidungsfindung hat sich schon vor einer Reihe von Jahren eine Initiative mit dem Ziel gebildet, eine Pflegekammer zu errichten, die die Interessen der Pflegenden vertritt.

Kammern sind öffentlich-rechtliche Körperschaften, die die Aufgabe der berufsständischen Selbstverwaltung wahrnehmen.

Das heißt, dass sich z. B. Ärzte, Anwälte, Apotheker und viele andere Berufsstände in Kammern organisieren, wobei hier meist die Mitgliedschaft jedes Berufsangehörigen Pflicht ist.

Die Kammer für Pflegeberufe ist demzufolge eine öffentlich-rechtliche Körperschaft, welche die Angehörigen der Pflegeberufe auf genossenschaftlicher Basis zur eigenständigen Verwaltung ihrer berufsständigen Belange vereinigt.

Die Errichtung einer Pflegekammer wird per Gesetz in der jeweiligen Landesregierung vorgenommen.

Das hat zur Folge: das Wohl und Wehe von Pflegerinnen und Pflegern wird nach Errichtung von Pflegekammern nicht mehr von Fachfremden bestimmt, sondern von Kollegen, die aus dem eigenen Fachbereich stammen und dessen Probleme und Herausforderungen kennen.

Als Kammer organisiert sie sich aus der bindenden Mitgliedschaft ihrer Berufsangehörigen ab dem Datum ihres Eintritts in den Pflegeberuf.

Kammern finanzieren sich aus den Mitgliedsbeiträgen ihrer Mitglieder, ohne dass daraus dem Einzelnen zu große Belastungen entstehen.

Ein erster Schritt auf dem Weg war es, einen „Förderverein zur Errichtung einer Pflegekammer in NRW“ einzurichten und über die Internetseite www.pflegekammer-nrw.de einen ersten Kontakt zur Öffentlichkeit herzustellen.

Doch Pflegekammern stoßen in den etablierten Gremien für Gesundheitspolitik nicht auf Gegenliebe.

Dass Angehörige aus Pflegeberufen mitreden und mitentscheiden, ist vielen etablierten Kreisen suspekt.

Aus der „Liste der Mitglieder der Nationalen Konferenz zur Errichtung von Pflegekammern in Deutschland“ geht hervor, dass es in sieben Bundesländern Fördervereine für die Einrichtung von Pflegekammern gibt:

In Bayern, Hamburg, NRW, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg.

Diese Fördervereine sind zu schaffen, weil die eigentliche Errichtung der Pflegekammern Angelegenheit der Landesregierungen ist.

Allerdings wurde die Initiative in Rheinland-Pfalz wieder eingestellt.

Die benannte Internetseite bietet eine Reihe von Informationen zu den Aufgaben und Funktionen einer Pflegekammer, die in der hier gebotenen Kürze nicht dargestellt werden können.

Wichtig ist jedoch, festzustellen, dass es Initiativen gibt, die erkannt haben, dass Pflegekräfte beruflich-fachliche und politische Unterstützung brauchen.

 

 

 

Diese Initiativen brauchen ihrerseits Unterstützung durch aktive und fördernde Mitglieder, um zu ihren Zielen zu gelangen.

Doch sie brauchen auch politische Unterstützung, um die notwendige gesetzliche Grundlage zu erhalten.

Dabei braucht der Gesetzgeber nicht einmal mehr kreativ zu werden, denn es existiert ein bereits vorgefasster Gesetzesentwurf auf der bezeichneten Internetseite, der nur in die Landtage eingebracht zu werden braucht.

 

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