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Der Wahlkreis Neukölln "65% für Heinz Buschkowsky"

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Der Wahlkreis Berlin- Neukölln ist einer von den Wahlkreisen die zur Entscheidung auf Bundesebene beitragen könnte, wer in Neukölln die Nase vorne hatte lag im Bund mit den entscheidenden Prozenten vorn.

Für Sozialdemokratie wäre es wesentlich einfacher, wenn hier der Bezirksbürgermeister sich zur Bundestagswahl stellen würde, die Bürger Neukölln haben ihn mit großer Mehrheit ins Rathaus gewählt, wäre er nicht Heinz Buschkowsky hätte das ein anderer gewagt, er allerdings bleibt im Rathaus.

Für die Berliner Sozialdemokratie hat Neukölln den historischen Bezug zur Nachkriegs SPD, in der Neuköllner Hasenheide befand sich damals das Gebäude der Neuen Welt, hier redete zuvor Otto Grotewohl für die Einheitspartei und einige Wochen darauf entstand hier jene Basis für die Urabstimmung und Kurt Schumacher fuhr einen gewaltigen Sieg ein.

Das ist eine Geschichte Neuköllns und der SPD, ansonsten wird man hier vergeblich nach Hochburgen der Parteien suchen und somit wird auch die SPD gegen den unbekannten Gegner antreten.

Der unbekannte Gegner ist eigentlich der Neuköllner Wähler, wobei es den wiederum konzentriert gar nicht gibt.

Dieser Bezirk gibt vielen Rätsel auf, denn der Bürger sucht eigentlich stets den Neuköllner den er wählen kann.

Dazu sollte man die Sozialstruktur von Neukölln kennen, so nah an Treptow wo die Linkspartei unangefochten vorne liegt und in Neukölln kommt die Linkspartei nur in einigen Wahlbezirken in einen zweistelligen Bereich.

Im Süden von Neukölln findet man noch jene Reste der Westberliner Idylle, von der Wohnlaube bis zum Kampaeigenheim, hier paart sich Spießbürgertum mit Kleinbürgertum.

Es wohnen demzufolge hier kaum SPD Wähler, kaum Grüne Wähler, denn hier rekrutieren rechte Gruppen offen ihre Anhänger.

Das wechselt sehr rasant zu den Bauten der Gropiusstadt, das zogen mal vor Jahrzehnten überwiegend sozialdemokratische Wähler ein, nur sind die wiederum in die Jahre gekommen und sind teilweise nach der Wende weggezogen.

Wer blieb ist teilweise sozialschwach und verweigert sich der Wahl, die Wahlbeteiligung ist hier mitunter niedrig.

Was wiederum mit dem Zuzug zusammen hängen könnte, überwiegend sind es Familien aus der ehemaligen Sowjetunion, die neigen mehr zur CDU.

Nun ist die Gropiusstadt ein Stadtteil für sich und im Süden neigt sich das Pendel zur SPD, es ist aber noch nicht eine Hochburg.

Die Arbeitslosigkeit macht hier nicht Halt und man erkennt eine Radikalisierung, eine gebildete und offene Zivilgesellschaft findet man erst im Stadtteil Britz.

Britz war mal die Hochburg der SPD, im Bereich der Hufeisensiedlung nur hier privatisierten kommunale Wohnungsbaugesellschaften ihre Liegenschaften.

Über Britz hinaus in Richtung Süden kommt man in Stadtteile welche unterstützt werden von Quartiersmanagern, die teilweise eine hervorragende Arbeit machen.

Trotz dieser relativ guten Arbeit kommt man in sichtbare Problembezirke, das ist nicht nur das Rollbergviertel und Teile der hinteren Sonnenallee mit der weißen Siedlung, sondern umfasst fast die kpl. Hermannstraße und zieht sich vom Bahnhof Neukölln bis zum Rathaus durch.

Wer kann hier den Wähler aktivieren, der es kann liegt um einige Prozente vorne.

Teile der Altstadt sind Sanierungsgebiet, der andere Teil wird nun von einem QM gemanagt, man kommt in eine Gegend wo Deutsche wohnen mit einem Integrationshintergrund, wer den Fuß hier einstellt wird Freunde gewinnen.

Die SPD ist hier auf dem besten Wege zu punkten, denn wieder nördlicher in Kreuzkölln ist eine ganz andere Bevölkerungsstruktur erkennbar.

Bunter, jünger, gebildeter und auf multikulti ausgerichtet, geprägt von vielen Pionieren die etwas wagen.

In einigen Wahllokalen liegt die SPD hier an dritter Stelle, es sind die Grünen bzw. die Linken die besser hier ankommen.

In Neukölln findet der Wettlauf statt zwischen dem Hasen und dem Igel und keine Partei wird mehr als 30% der Stimmen bekommen.

Zweimal hintereinander lag die SPD vorn, mit einem Neuköllner Kreisvorsitzenden der im Bundestag sich einen Namen machte, man verzieh ihm viel, denn er war der Neuköllner der durch die Landespolitik in die Bundespolitik fand.

Seine durchaus vorhandene Nähe zu Wolfgang Clement war ihm bewusst, vielleicht war es der Grund warum er innerhalb der Legislaturperiode ausstieg.

Sein Nachfolger wurde der Kandidat, Fritz Felgentreu ist eigentlich mehr als ein Kandidat, er bringt nämlich politische Erfahrung aus dem Parlamentsbetrieb auf Landesebene mit.

Das half ihm aber nicht im Jahre 2009, eine in sich zerstrittene CDU schaffte es mit einer umstrittenen Kandidatin den Wahlkreis direkt wegzunehmen.

Die präsentierte sich kaum innerhalb der CDU noch fiel sie im Parlament auf, nach 4 Jahren nahm sie die Neuköllner CDU wieder aus dem Rennen.

Präsentiert nun dem Neuköllner Bürger einen Biedermann, der komischerweise das Rennen offenhält.

Zuletzt aktualisiert am Montag, 29. Juli 2013 um 03:12 Uhr  

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