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Mehr Demokratie wagen und nicht regieren um jeden Fall

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Wagen wir mal etwas mehr Demokratie, damit betreten wir einen Pfad des Werbens für eine nachhaltige und bessere Politik und das ist das Gegenteil von der politischen Verkaufsstrategie der Konservativen.

Vorausgesetzt man schließt alle Konservativen ein, denn auch unter Linken gibt es durchaus etliche Konservative, die unumstritten manches was zukunftsträchtig sein könnte ebenso blockieren.

Die Rede ist von der Entprekarisierung der Politik in der EU. Da könnte man in den Staaten von dem sog. Kerneuropa einen Schritt in Richtung Demokratie wagen, denn die vorhandene Prekarisierung ist entstanden durch eine vom Neoliberalismus vollzogene entsicherte Arbeitsgesellschaft.

All das was sich nun in Griechenland, Portugal oder Spanien zu trägt kann durchaus Morgen bei uns stattfinden.

Wir kennen alle die Bilder aus Frankreich aus dem Jahr 2005, das waren die brennenden Autos in den Vorstädten der Metropolen und da war es ein konservativer Innenminister, der sprach vom menschlichen Ungeziefer, was er mit einer Hochdruckspritze aus dem Quartier entfernen wollte.

Ähnliches kann sich nun wiederholen in Athen, Lissabon oder Madrid, es sind überwiegend Jugendliche ohne Perspektive, denen die Furcht vor der Staatsgewalt abhandenkam.

Das Leben in einem Raum ohne Perspektive, nimmt vielen die Angst vor dem Gefängnis.

Wer das unter den führenden Politikern immer noch nicht verstanden hat, der möge in einigen Arbeiten von Pierre Bourdieu nachlesen, wer einiges von ihm gelesen hat der wird nicht überrascht sein.

Man kann bei Pierre Bourdieu lesen, dass es sich bei diesen Jugendlichen, die in eine scheinbar ziellose Militanz flüchten, um die eigentlich „ Entbehrlichen“ dieser Arbeitsgesellschaft handelt.

Demzufolge produziert mitunter diese neoliberale Arbeitsgesellschaft „ Entbehrliche“, sehen wir uns einmal eine solche Gruppe an.

In einigen Städten unserer Republik sind diese Gruppe durchaus erkennbar, nicht nur in Neuköllns Altstadt sondern im Norden von Dortmund und in Teilen von Duisburg, man findet hier Menschen wie du und ich, die aber trotzdem gezeichnet sind.

Denn sie sind ohne realistische Chance auf eine Integration in eine reguläre Erwerbsarbeit, man lebt mit dem Phänomen der sog. gesellschaftlichen Entkopplung.

Deshalb sollten wir unseren Blickwinkel erweitern, alle Maßnahmen seitens der EU Regierungen treffen meistens die Schwachen in der betreffenden nationalen Gesellschaft.

Dabei ist die erkennbare gesellschaftliche Entkopplung der extremste Ausdruck in einer vollzogenen Tendenz.

Diese Tendenz der letzten Jahrzehnte beherrschte den globaloperierenden Managern ein Vielfaches an Gewinn, andererseits vollzieht sich die Rückkehr der Unsicherheit ebenso rasant.

Diese Rückkehr der Unsicherheit hat sich festgesetzt in der Arbeitsgesellschaft der sog. reichen Staaten des Westens und damit machen manche Neoliberalen wieder ihren Gewinn.

Die eigentlichen Ursachen allerdings kann man finden in den westlichen Lohnarbeitsgesellschaften, denn sie sind immer noch so politisch geprägt als würde es diese Krise nicht geben.

Denn nach wie vor herrscht das System, nur wer Arbeit hat wird vom Sicherungssystem umgeben.

Man beobachtet allerdings etwas ganz anderes, nur werden diese Beobachtungen gewollt verschwiegen, es gibt sie die Zone der Entkoppelten in der EU.

Das sind auch jene BürgerInnen in unserer Republik, die von der regulären Erwerbsarbeit ausgeschlossen sind.

Im Gegensatz dazu gibt es die mittleren und oberen Ränge in unserer Lohnarbeitsgesellschaft, hier schrumpft allerdings das allseits bekannte Normalbeschäftigungsverhältnis.

In diesen mittleren und oberen Rängen hat sich die temporäre Schiene durchgesetzt, was mehr oder minder einer arbeitsgerechten Markoplanung unterläuft.

Die zeitlich begrenzte Verwertung als Arbeitskraft hemmt die Identifikation mit dem Unternehmen und fördert nicht gerade private Investitionen, was durchaus ein volkswirtschaftliches Fiasko sein kann.

Man spricht allerdings immer noch von einem formal gesicherten Arbeitsverhältnis, nur werden die Unterbrechungen darin und die erforderliche Justierphase etwas länger.

Die Kosten dazu wälzen die Neoliberalen nach wie vor auf das Sicherungssystem der Solidarität ab, etwas was eigentlich unfair ist und was an den gesellschaftlichen Pranger gehören müsste.

Allerdings erlebte ich noch keine Talkshow wo dieses Thema behandelt wurde, entweder ist „ hart aber fair“ dafür nicht zuständig oder man hat die Medien bereits auf die neoliberale Schiene justiert.

Zwischen beiden besprochenen Zonen, liegt die sooft umworbene Mittelschicht, nur ist diese Mittelschicht sich nicht bewusst, dass sie ein Arbeitsverhältnis am Rande des beginnenden Prekariats führt.

Diese Beschäftigungsverhältnisse sind nämlich der Verwundbarkeit ausgesetzt, d.h. des neoliberalen ökonomischen Vorgehens.

Das Beschäftigungsverhältnis wird bereits verwundet, wenn im Vergleich „ Leiharbeit, Teilzeitbeschäftigung und befristete Arbeitsverträge“ im unmittelbaren Umfeld Einzug halten.

Subjektiv beginnt damit eine Verdrängung, es beginnt ein Sog nach unten, man spricht von den Abstiegsbedrohten.

Bisher hat sich noch keiner aus dieser Regierung damit beschäftigt, wie groß das Heer der Abstiegsbedrohten in unserer Arbeitsgesellschaft ist.

Man spricht überall von den sog. Selbstmanagern, die aber meistens aus dem Lager der Verunsicherten stammen und nur eine gewisse Zufriedenheit an den Tag legen.

Selbstmanager sind überwiegend Selbsttäuscher, denn sie wirken unrealistisch und besitzen auch meistens keine Substanz.

Überwiegend Abstiegsbedrohte findet man in der produzierenden Industriegesellschaft und da sind es Manager die auf Ausgrenzung spielen.

Deshalb ist es wichtig, zu werben für eine bessere Demokratie, denn innerhalb der Ökonomie kennt man die Demokratie nicht.

Demzufolge reichen Arbeitsmarktmaßnahmen nur im geringen Umfang eine temporäre Stabilität künstlich zu erzeugen, wobei die eigentliche Sicherheit dabei stets geringer werden kann.

Ein durchaus neues Denken in dieser Phase steht eigentlich in der Tradition zu einem besseren Leben, damit eröffnet man eine Denkrichtung innerhalb der Ökonomie weg von der Produktionsmethode hin zu der Werterhaltungsgesellschaft.

Das Thema der Zukunft nicht nur am Arbeitsmarkt bedeutet „ Werterhaltung“ und damit Sicherheit.

Die Wiederentdeckung der Sicherheit, schafft evtl. sogar Gerechtigkeit und schließt somit die Ausgrenzung aus.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 21. August 2013 um 03:16 Uhr  

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