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Und ab nach Russland

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Mit gezinkten Zahlen zum Erfolg, Deutschlands Automobilindustrie hat etwas gelernt von den Statistikmachern der Bundesagentur für Arbeit, man verschönert die Zahlen.

Es ist nun einmal eine Tatsache, der Markt „Neuwagen“ ist nicht nur hart umkämpft sondern schlicht und einfach in Mitteleuropa gesättigt.

Diese Sättigung hat vielfältige Gründe und an erster Stelle steht die sinkende Kaufbereitschaft der Bürger.

Die Automobilindustrie in Deutschland hat es in dem Jahrzehnt zuvor versäumt die Bedürfnisse des Kunden zu optimieren, man versuchte es mit Paletten des Angebotes.

Mittlerweile sind fast alle in Deutschland hergestellten Personenkraftwagen mehr oder minder identisch, denn nahezu setzen fast alle Teile von gleichen Zulieferern ein.

Diese wiederum verspüren gerade erste Warnsignale, man nennt das den schrumpfenden Auftragseingang und der wiederum macht sich in der Halbzeug Produktion bemerkbar.

Der Bedarf von Feinblechen und Qualitätsstahl ist eingebrochen, man fährt Produktionen in der Stahlerzeugung und in der Halbzeug Produktion herunter und betrifft Walz- und Feinblechwerke.

Das ist keine strukturelle Erscheinung oder regionale Krise sondern mittlerweile das globale Problem, was mit dem Status Auto zusammenhängt.

Das Auto als reines Statussymbol hat in unseren Städten seinen Wert verloren und diese Lebensart ohne dieses Symbol greift um sich.

Man sieht den Wert des Autos direkt im Vergleich zum Nutzen und dabei verlieren eindeutig Neuwagen an Zuspruch.

Man kontert jedoch in den Konzernzentralen immer noch mit Zulassungszahlen, die wiederum sind mittlerweile gezinkt.

Vergleichbar mit den monatlichen Meldungen der Bundesagentur für Arbeit, man verschönert die Statistik.

Der aufmerksame Zeitgenosse wird bereits schon länger beobachtet haben, wie viele von den angeblichen Schnäppchen die beim Vertragshändler zum Sonderverkauf parken mehr oder minder unmittelbar auf ihre Verschrottung warten.

Das nennt man jene mit der Tageszulassung, sicherlich möchte der ein oder andere Kunde gerade diesen Typ haben, kann er trotz der bereits zählenden Garantiezeit billig an einen relativ neuen Wagen kommen, der große Rest allerdings wird weiter verramscht.

Deutschlands Neuwagenproduktion hat sich der realen Situation noch nicht gestellt, die Manager in der Schaltzentrale lassen sich noch von ihren eigenen verschlüsselten Zulassungszahlen täuschen.

Untersucht man einmal näher diese Zulassungszahlen, dann sind die privaten Käufer hierbei zu einer Minderheit geworden.

Das ist die Folge der Verknappung des Nettoumlaufvermögens, man schafft einerseits einen Arbeitsmarkt der unbegrenzten Möglichkeiten, wo die Bäckereifachverkäuferin mit 700 Euro netto im Monat noch eine mittlere Stellung einnimmt und wundert sich andererseits dass der Absatz von Neuwagen rückläufig ist.

Andererseits sind es auch die Anschaffungskosten, ein mittlerer Neuwagen kostet ca. 50% des Jahresnettoverdienstes eines mittleren Angestellten.

Der wiederum weiß, was er beim Neuwagenkauf spart muss er nachher in die Inspektionskosten der Fachwerkstätten reinvestieren.

Hier wurde es zu einer Unsitte den Kunden als Melkkuh anzusehen, die welche eigentlich Neuwagen verkaufen möchten bedienen sich des ausgelieferten Kunden und erzählen dem von der Werterhaltung seines Gebrauchtwagen.

Dieser Art der Kundenbetreuung widerspricht die Liste des Handels, jene Schmacke bzw. DAT Liste, also kommt jeder Besitzer in eine Wertediskussion.

Der Wert eines Neuwagens den man über einen Zeitraum von Jahren fahren möchte, ist dem Besitzer etwas wert, qualitativ sind unsere Autos mittlerweile wesentlich besser geworden.

Bei richtiger Wartung schaffen etliche der heutigen Neuzulassungen nach 10 und mehr Jahren noch den TÜV, das war vor etlichen Jahren noch anders.

Die Werterhaltung ist damit zu einer eigenen Angelegenheit geworden und der Wiederverkaufswert verliert somit an Bedeutung.

Ganz anders verhält es sich mit dem Großteil der Zulassungszahlen, allein die sog. Tageszulassungen haben in den letzten 5 Jahren um mehr als 150% zugenommen, unweit von Ingolstadt gibt es ein Parkdeck wo solch relativ neue Autos mehr oder minder in der Landschaft auf ihre Verschrottung warten.

Machen wir uns nichts vor, ein Auto auf Kredit kaufen ist in der heutigen Zeit mit einem Risiko verbunden, dieser Markt ist um mehr als 1/3 innerhalb von 10 Jahren geschrumpft, nach wie vor allerdings gibt es diese Geschäfte beim Erwerb von Autos von Firmenangehörigen.

Das heißt, jeder Automobilhersteller hat sich ein zweites Standbein gegönnt, der Verkauf der Fahrzeuge von Betriebsangehörigen mitunter sogar des Samstags auf dem Parkplatz des Herstellerwerkes.

Mit dem Ergebnis, es stimmen wieder die Neuzulassungszahlen, eigentlich ist der Rabatt den man Betriebsangehörigen gönnt mitunter vorenthaltener Lohn.

Die Zulassungszahlen, die eigentlich real sind beziehen sich auf das Flottengeschäft und fast jede Flotte ist eine vom Steuerzahler mitunter querfinanzierte, denn im Flottengeschäft hat sich das Leasing – Verfahren durchgesetzt.

Das betrifft nicht nur Leihwagen und den privaten Nutzer sondern all die Behörden und kommunalen Dienststellen bedienen sich dieser Praxis, Leasing bedeutet temporäre Nutzung mit relativ überschaubaren Kosten und viel Nutzen.

Was für manche Behörde nützlich sein kann, wird für viele Private zu einem Klotz am Bein, diesen Klotz umgeht man allerdings noch und nennt das Ding Firmenfahrzeug.

Abrechnungstechnisch gehört das zum Gehalt, mittels Direktumwandlung wird der dem Mitarbeiter zu Verfügung gestellt.

Koste was es wolle, man sollte nicht sparen-man kann ihn steuerlich abschreiben.

Nur diese kpl. Flotten landen nach einer gewissen Zeit auf der Halde unseres Wohlstandsmülls.

Da steht in der Landschaft reihenweise produzierter Sondermüll, noch kann man den verschiffen in jene Länder die dem Status Auto noch hinterher laufen.

Es sind in der Regel Spritfresser einer Palette die kein Privatkunde in Mitteleuropa nachfragt, diese Dinger jubelt man zahlungskräftigen Kunden jenseits des Suezkanals unter, bekanntlich ist Russland so ein Land wo man noch alles von dieser und ähnlichen Art unterbringen kann.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 19. September 2013 um 03:58 Uhr  

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