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Die Entfremdung

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Beschäftigen wir uns einmal mit der Entfremdung, eine Entfremdung tritt immer dann ein, wenn es um die Wertigkeit geht.

Insofern ist der Beginn einer Entfremdung unmittelbar mit der fehlenden Gerechtigkeit verbunden, das Gefühl von Unrecht ist eigentlich jeden von uns bereits widerfahren.

Wobei das Recht mitunter die Gerechtigkeit nicht immer einschließt, wem macht es Vergnügen seine Rechte erst einzufordern, den Weg zunehmen sein Recht einzuklagen?

Zuvor kommt stets der Beginn einer Entfremdung, manche meinen der andere müsste eigentlich loyal sein, auch dieser Begriff wird strapaziert.

Es ist nun einmal so, es finden Entscheidungen statt, die soll man fressen und wer frisst schon alles?

Mit nicht nachvollziehbaren Entscheidungen, kann eine Entfremdung der Partner stattfinden.

Dazu kommen durchaus noch immer vorhandene Machenschaften, denn jene mitunter nicht nachvollziehbaren Entscheidungen sind kaum das geistige Produkt eines Einzelnen.

Erkennbar an der sog. Schattendiskussion und diese wiederum ist eine zielorientierte, im Gegensatz dazu die Plurale und ergebnisoffene Diskussion.

Eine zielorientierte Diskussion kann nicht offen sein, denn mitunter wünscht man sich nur konstruktive Kritik und dabei deklariert man einen Wertebegriff.

Denn es gibt keine negative bzw. positive Diskussion, sondern die Demokratie heißt nun einmal Diskussion.

Alleine mit diesem Wertebegriff „ konstruktive Kritik ist wünschenswert“, grenzt man ein und dazu andere aus.

Ausgrenzen ist der Beginn der klassischen Entfremdung, Ausgrenzung ist das Ergebnis von Machenschaften.

Meistens beginnen die Macher mit der Konstruktion der Ausgrenzung, man lässt bewusst andere ins Leere laufen, erwähnt kaum die Auffassung von Minderheiten, übergeht Wortmeldungen, man blockt Tagesordnungspunkte ab, überträgt manchen Punkt auf Expertenrunden und stellt persönliche Meinungen in den Vordergrund.

Man setzt damit das pluralistische System außer Funktion und die anderen unter Vollzug, aus gemeinsamen Aktionen werden daraus Reaktionen.

Eine von diesen mitunter nötigen Reaktionen ist mittlerweile im Berufsleben bekannt unter dem Begriff „ der inneren Kündigung“, was im Berufsleben gilt ist auch Bestandteil in allen anderen Organisationen.

Mittels einer sog. inneren Kündigung, vollzieht man den Schritt zur Entfremdung.

Man kann sich also nicht mehr voll damit identifizieren was andere für einen entschieden haben, die Frage stellt sich, wer entfremdete sich?

Meistens Jener der sich auf die sog. anonyme Macht stützt, damit meint man jene Steuerungsfunktionen zu bedienen, man bezeichnet das wiederum sich der Kraft des Amtes zu bedienen.

Denen kann nämlich zunächst nicht allzu viel passieren, denn das System was sie aufbauten trägt sie.

Ähnliches passierte mir einmal rein zufällig, da drängten mich Unbeteiligte zu einer Entscheidung, die ich gar nicht fällen konnte aber trotzdem erwartete man eine sofortige Lösung.

Dabei miteinander überhaupt in einen sachlichen Dialog finden, kann die halbe Miete sein und dazu ehrlich sein, wer man ist und was man von anderen erwartet.

Wer in solchen Situationen über sich hinaus wächst, tut sich im Nachhinein keinen Dienst, wer den offenen Dialog nicht wagt kann allerdings auch seine Demontage vorantreiben.

Das ist der klassische Fall wo die eigene Wertigkeit im Raum steht, nicht der Respekt vor Menschen die so oder so entschieden.

Manche Entscheidung nämlich verdient kaum die Beachtung und mancher Zeitgenosse der sie fällte sollte man auch keinen Respekt zollen.

Entfremdungen entstehen durch Entscheidungen von Einzelnen, die sich dem Prozess der Meinungsfindung widersetzen.

Im Prinzip nehmen Entfremdungen zu und nicht ab, denn der sog. Entscheidungsträger fühlt sich gestärkt von nachträglichen Zustimmungen.

Bezeichnen wir ruhig einmal dieses Verfahren als ein demokratisch absurdes.

Denn es wurde bereits gekocht und man muss es nur essen, das Rezept dazu schrieben ganz andere.

Wie immer das auch heißt, im Grundgesetz bezeichnet man diesen Prozess als die Vertrauensfrage stellen.

Dieser Artikel im Grundgesetz stärkt weder das Parlament noch die Demokratie sondern präsentiert den loyalen Abgeordneten.

Genau dieser Artikel wird in etwas abgeänderter Form mittlerweile in unserem Alltag von etlichen Entscheidungsträgern angewandt.

Es ist doch bekannt, da gibt es Vorstände von Unternehmen die ihren Gewinn in Gefahr sehen und zum Wohle des Unternehmens den schlankeren Betrieb fordern, dem stimmt jeder Betriebsrat zu.

Was sich im Ergebnis Anpassung nennt, heißt Durchsetzung der Forderung.

Damit beginnt wiederum eine Entfremdung, denn auch eine sozialgerechte Auswahl basiert auf einer Selektion.

Mittels einer Selektion reißt man Abgründe auf, die wiederum basieren mitunter auf falsch verstandener Loyalität.

Wir sind meilenweit von einer gerechten und demokratisch gestärkten Gesellschaft entfernt, wenn man so weitermacht entsteht nicht nur die bereits sichtbare Parallelgesellschaft sondern es treibt immer mehr Menschen in die Entfernung von den Entscheidungsträgern.

Die Entfernung beginnt mit der einseitigen Entfremdung, wenn einigen die Wahrnehmung der realen Probleme der Bürger fremd geworden ist, erkennt man den überforderten Zeitgenossen in einer Rolle in der sich weder wohlfühlt noch in der er passt.

Wer ist schuld an dieser Lage, sicherlich kaum der welcher sich überfordert fühlt, es sind Menschen wie du und ich, die kaum ihre Nebenkosten Mietsberechnungen nachvollziehen können, die kaum Entscheidungen der Ämter interpretieren können, die eine Besteuerung der Altersrenten nicht verstehen, das Tarifsystem der Deutschen Bahnen für undurchsichtig halten, den CO 2 Ausstoß ihrer Kraftfahrzeuge nicht kennen, die Abrechnung vom Finanzamt ebenso nicht, all die Papiere der Riesterrente überhaupt nicht, mitunter allerdings ihren Arbeitsvertrag, manchmal auch ihren Mietsvertrag aber Anlagenangebote überhaupt nicht und politische Prozessfindungen rein gar nicht.

Der überforderte Bürger ist der klassisch entfremdete Bürger, denn er fühlt sich allein gelassen von allen unseren Entscheidungsträgern.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 03. Oktober 2013 um 03:09 Uhr  

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