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Von der Leitfigur zur Reizfigur

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Wenn Leitfiguren zu Reizfiguren werden kann all das in Hass enden.

Zunächst stellen wir einmal die Frage, was sind Leitfiguren?

Es sind sowohl juristische oder natürliche Personen, überwiegend sind es Personen die ihre leitende Stellung stets vor ihrer Entscheidung stellen.

Eine Leitfigur möchte sich von all den anderen abheben, bemerkt dass ein anderer kann es bereits zu spät zur Korrektur sein.

Was auch immer damit gemeint ist, Leitfiguren werden niemals das offene Gefecht suchen, werden sich niemals einer gesellschaftlichen Diskussion vor der Entscheidungsfindung stellen.

Sicherlich werden stets viele erkennen, jenen den wir mal in diese leitende Funktion berufen oder gewählt haben trägt nun Schuhe die ihm eine Nummer zu groß sind.

Das könnte aber auch ein Regelwerk sein, in leitender Stellung jene platzieren, die Moderieren können.

Ein Moderator an der Spitze kann eine Dynamik entwickeln, er könnte mehr Gewicht haben, wenn er einigen den Freiraum gibt.

Davon sind wir allerdings weit entfernt, denn wenn sog. Leitfiguren für sich die Vorbildfunktion in Anspruch nehmen, wird es manchmal eng für solche Zeitgenossen.

Ein Vorbild sein kann nur der für sich beanspruchen, der bereit ist im Guten zu teilen und im Schlechten zu verzichten.

Manchmal kommt dabei noch die Loyalität, die ist allerdings keine Einbahnstraße.

Ein kleiner SPD Landrat im niederbayrischen Regen stellt nun die Tugend auf den Kopf, er wählte mit der Zweitstimme zur Bundestagswahl die CSU.

Das erschreckt einen zweimal, zunächst gilt für alle eigentlich die geheime Wahl, wer dagegen sich offen ausspricht und daraus noch politisches Kapital schlagen möchte, muss sich fragen, wann er zur Reizfigur in der Partei wird?

Nun kann man nicht abwägen, sondern all das hätte man zuvor machen sollen, der Landesvorsitzende der Bayrischen SPD steht nun einmal in Pantoffeln die ihm mitunter eine Nummer zu groß sind.

Erklären kann man das alles nur mit einer Überheblichkeit, diese ist wiederum zum Markenzeichen von Deutschlands Managern geworden, da gibt es den langen Arm der Lobbyisten und die transferieren nicht nur Meinungen sondern auch Überheblichkeit.

Mitunter glauben dann auch Politikern daran, da war doch etwas, „wir sind die Partei der Besserverdienen,“ eigentlich sollte sie damals sagen: „ wir sind die Politik für die Besserverdienen“.

Man bedient sich der Reizwörter, „ vom Aktentaschenträger vom 1. Bürgermeister der Freien- und Hansestadt“ also im positiven und negativen Sinne.

Damit kann man allerdings nur politisch etwas anschieben, mehr auch nicht, die Gefahr liegt am „ überreizen“ dann wird die Person zur Reizfigur.

Man kann schneller zur Reizfigur werden als das man seinen politischen Konkurrenten reizen möchte.

Die Gefahr dazu liegt mitunter näher als man meint, die IG Metall verfolgte in der Ära des Helmut Kohls es mit der Birne, diese Aktion verpuffte und wäre bald zur Birne der IG Metall geworden.

Ein weiteres Beispiel dazu lieferte Walter Riester, der kam eigentlich aus der Gewerkschaftsbewegung und hatte Ideen.

Diese Ideen ließ er sich zunächst klauen und rettete dann nur sich und nicht seine eigentlich gute Idee, der wurde nicht wider Willen zur Reizfigur sondern machte damit noch sein Geschäft.

Wir sollten gar nicht so weit gehen und nicht immer auf die Reizfiguren in der FDP zeigen, in der SPD überreizte sich auch einmal ein Vorsitzender.

Der wollte vorgezogene Neuwahlen, der rief „ Opposition ist Mist“ und führte die Rente mit 67 ein, kannte nachher kaum seine eigenen Gesetze.

Erst kommt das Mitleid, was eine andere Art der Verachtung ist, nur bemerken das wiederum nicht alle zur rechten Zeit.

Der Zeitpunkt kommt, dann wird aus Mitleid und Verachtung Hass, das Spiel legte die FDP vor und wir alle waren dabei die Zuschauer.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 25. September 2013 um 03:12 Uhr  

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