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Initiative linker SozialdemokratenInnen in der SPD

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Wann könnte die SPD wieder wählbar werden?

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Was beinhaltet eigentlich die Idee der Sozialdemokratie?

Sie war ein Teil der linken Familie und eigentlich nur ein Teil und mehr nicht, wobei man fragen sollte, wie links war die Sozialdemokratie?

Historisch gesehen startete sie links in der Gesellschaft und wollte Kräfte innerhalb der linken Familie politisch an sich binden.

Diese politische Theorie ist deshalb bereits innerhalb der Startphase die Herausforderung, denn die linke Familie in der Gesellschaft ist keine konstante.

Der Sozialdemokratie ging es in jener Zeit gut als man in der Bundesrepublik die aufstrebende Mittelklasse in der Gesellschaft wahr nahm, mittlerweile haben wir andere Vorzeichen.

Diese immer noch umworbene Mittelschicht in unserer Republik fürchtet um ihren Wohlstand und das erklärt wiederum einiges.

Manches meinen nämlich, der Staat sei mitverantwortlich für den sozialen Abstieg des Einzelnen.

Unter Soziologen versteht man darunter, „die Angst der Mittelschicht vor dem Abstieg.“

Diese durchaus gewollte konstruierte Angst war eigentlich das Credo der Neoliberalen, insofern kann jener kontern der Sicherheit in den politischen Handlungen verspricht.

Hört sich banal an, wird aber so wahrgenommen, man spricht vom „Spill-over –Effekt“ der Abstiegsangst.

Es geht folgender Trend in unserer Gesellschaft umher: Es gibt nach wie vor die individuelle Nichtbetroffenheit, doch auf die wiederum schwappt die Sorge um die eigene materielle Zukunft über.

Bisher hat nicht nur die Sozialdemokratie sondern insbesondere die Unionsparteien die Armutsdebatte weder gewollt noch im Plenum den Raum gegeben.

Man weicht diesem Thema aus, das passt nicht in den politischen Raum des Regierens.

Die Union kontert mit der pragmatischen Sicherheit und gewinnt damit Wahlen, nur mit einer gesicherten Armut verlor die SPD mit der Agenda 2010 in der Wählergunst.

Nun bedeutet wer links denkt muss nicht arm sein, arm sein und links wählen ist ganz etwas anderes.

Gibt es dazu den Bezug zur Sozialdemokratie, ich glaube weder das eine noch das andere, denn diesbezüglich fehlt es der Sozialdemokratie an Ideen, Ideen um mit der Armut umgehen zu können.

Um diese fehlenden Ideen zu untermauern benötigt man Zahlen, Zahlen sind immer operative Basisgrößen und den politisch handelnden Blondinen aus Hannover und Schwerin sollten sie bewegen.

Im Jahre 2013 waren mehr als 20% aller Bundesbürger von der Armut im Lande betroffen.

Das ist ein enormer Anstieg der Armut und der sozialen Ausgrenzung in unserem Lande.

Armutsgefahr liegt innerhalb der unteren Mittelschicht und genau diese hat innerhalb von 10 Jahren zahlenmäßig zugenommen.

Die untere Mittelschicht hat ihr Schicksal bloß noch nicht wahrhaben wollen, denn es sind überwiegend jene, die meinen vom Geld sollte man nicht sprechen.

Dabei handeln sie absurd, ihr Kontostand zeigt nämlich ihnen die Realität.

Da harkte nun die SPD halbherzig ein und forderte den 8,50 Euro Mindestlohn, das macht ca. 1480 Euro im Monat Brutto und ergibt ca. 900 bis 1000 Euro Netto.

Das Ergebnis wäre eine gesicherte und relative Armut, sicherlich sind diese 8,50 bedeutend mehr als einige Betriebe derzeit zahlen.

Armut entsteht aber auch durch Überschuldung und diese wiederum verbreitet sich fast unbegrenzt und bisher hat die Sozialdemokratie dieses Problem ausgeklammert.

Im Durchschnitt hat jeder Bundesbürger fast über 30 000 Euro Schulden und davon sind mehr als 15% in Gefahr ihre Schulden niemals abbauen zu können.

Überschuldung ist die eigentliche gesellschaftliche Gefahr und kann Unbeteiligte mit in den Abgrund ziehen.

Diese mitunter von den Banken noch unterstützte Überschuldung hat einige Faktoren.

Eine Gefahr ist der Niedrigzins für Darlehen, man überbietet sich um seinen Traum zu erfüllen.

Damit erzeugt man den Start zu einer Blase, wenn das Darlehen mehr als 25% über den Wert des Objektes liegt, was bleibt sind Tilgungsraten und Zinsen.

Eine weitere Gefahr lauert innerhalb des flexiblen und stets verfügbaren Geldes, eindeutig geht jeder Dispokredit gegen den Aufbau einer Substanz.

Das ist eine einfache Rechnung, die man im 2. Semester der VWL durchnahm und langsam in Vergessenheit geriet, das Jahr hat im Kalender 12 Monate und 12 x erfasst man seine Monatseinnahmen.

Innerhalb dieser Periode werden in 3 oder 4 Monaten die Ausgaben höher sein als die Einnahmen.

Demzufolge muss man innerhalb von 8 oder 9 Monaten die Substanz schaffen.

Am Jahresende sollte möglichst noch ein Plus herauskommen und ein Teil davon dient einmal der Investition und andererseits der weiteren Absicherung.

Wer diesen Lehrsatz außer Kraft setzt und dabei noch prahlt eröffnet der Unvernunft Tor und Tür.

Der Neoliberalismus tat es gerne, man rechnete nämlich stets den Zuwachs ein, hat sich aber in den letzten Jahren nicht bewährt.

Es ist nun einmal erwiesen, ein negativer Jahresabschluss wird sich in den Folgejahren bei 10 Fällen sich 7 x Vergrößern und nur 3 x ausgeglichen werden können.

Es ist ein irrsinniger Spruch, der gerne übernommen wird „wir benötigen frisches Geld“.

Vor 3 Jahrzehnten als wir noch das Volk der Erben waren, konnte man mittels einer Schenkung von frischem Geld sprechen.

Frisches Geld bedeutet heute Zufluss mittels höherer Verschuldung.

Von einer steigenden Substanz im positiven Sinne kann also keine Rede sein.

Wenden wir uns einmal dem Mittelstand zu und suchen dabei die Mitte, diese muss bei 1650 Euro netto im Monat liegen.

Was unterhalb dieser Mitte liegt befindet sich in der Gruppe des Prekären Wohlstandes.

Wobei interessanterweise in der unteren Hälfte des Mittelstandes die 25% vor der Armutsgrenze eine Gruppe im Verhältnis zahlenmäßig zunimmt.

Die Gefahr besteht, das der Mittelpunkt von 1650 Euro im Monat sinkt um mehr als 150 Euro, das dämpft natürlich die Binnennachfrage.

Den von Teilen der Sozialdemokratie stets und ständig geforderte Zuwachs erwähnt allerdings kaum ein Verschieben dieses Mittelpunktes um mehr als 250 Euro im Monat nach oben.

Man definiert diesen Zuwachs immer noch anders, für viele ist das sozial was Arbeit schafft und das dient der Statistik.

Würde also die Sozialdemokratie sich mehr auf tragende Ideen stützen und weniger Statistiken dem Volk liefern könnte sie für manchem wählbar werden.

Zuletzt aktualisiert am Montag, 25. November 2013 um 04:12 Uhr  

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