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Altmaiers' Tagebuch, Teil 15

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Gestern abend 'Downtown Abbey' geguckt, auf meinem schönen dicken Sofa.

Tolle britische Serie, die das englische Klassensystem in der Zeit um den Beginn des 1. Weltkriegs darstellt.

Auf der einen Seite die britische Upperclass mit unvorstellbarem Grund- und Geldbesitz, auf der anderen Seite die 'kleinen' Leute als Angestellte auf diesem Gut irgendwo in der Nähe von London, Intrigen und Symbiosen, sehr interessant.

Nebenbei werden die damals neuen technischen Innovationen wie elektrisches Licht, Automobile und Fernsprecher thematisiert....; gerade so eingesogen worden von der Handlung, da pfeifts' mal wieder im Kamin, neue Rohrpost.

Bahamas- Helmut, ich hätte es mir denken können.

Zurückgerufen mit einem von den Einweghandys, die wir jetzt im 20-er Pack jeden Monat vom BND bekommen.

Will zurücktreten.

Geld von seinen Eltern, das er unbedingt ausdrücklich ohne Zinsertrag in der Karibik anlegen wollte, wegen diesem und jenem.

Helmut, sagte ich, da reichen doch die 0,25 Prozent auf jedem deutschen Sparbuch zur Zeit, inflationsbereinigt ein glattes Minusgeschäft, bist Du fein raus.

Aber er hätte doch vorher als NRW- Finanzminister anders argumentiert und unbedingte Steuerehrlichkeit und von wegen Glaubwürdigkeit und so weiter und so fort.

Die Tränen von Linssen tropften aus dem Hörer – dachte ich, war aber nur das Bratenfett aus meinen Mundwinkeln.

So, Helmut, jetzt höre mir mal ganz genau zu, sagte ich, die DVD auf Pause stellend und zeitgleich meine interne Argumentationsförderungs- CD leise als Hintergrund anstellend (Machine Head, Deep Purple), er allerdings zunächst weiter, ohne Punkt und Komma: Schmitz's Katze, nein Wowereit und sein Schmitz, Alice Schwarzer und Uli Hoeneß , Ehre usw. …

Ich liess ihn erstmal reden, man muss ja auch mal zuhören können, 'Fireball' ist immer noch genial.

Dann drehte ich die CD runter, hörte ihn weiter brahmarbisieren über Schäuble und Kohl, um dann endlich einzuschreiten: Helmut, Heeeelmut: Hör doch mal zu, jetzt rede ich: Das Vorher/Nachher- Spiel ist gegessen, kann nicht lange reden, diese BND- Einweghandys schalten sich nach 15 Minuten systembedingt ab, wie Du weisst, also ganz kurz:

Frau Kraft war lange gegen die Groko, Andrea Ypsilanti gegen eine Koalition mit der Linkspartei, unser Horror- Pofalla war gegen Schröders' schnellen Umstieg in die Wirtschaft und Wolfgang Joop gegen Heidi Klum und ihre Show, jetzt sitzt der in der Jury.

So what?

Gegen, gegen, gegen, so läuft das nicht.

Dafürsein ist alles, für die Prüfung von Steuerschlupflöchern, für eine Diskussion über Ausnahmen beim gesetzlichen Mindestlohn, für mehr Engagement der Bundeswehr in Afrika und anderswo unter gleichzeitiger Beachtung der Elternzeit...., 'Ja, aber, wenn der...', da war sie weg, Linssens' Stimme, scheiss BND- Handy.

Tja, Pech, also Pausentaste los, Deep Purple again und gleich noch den Rest von 'Downtown Abbey'.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 07. Februar 2014 um 14:07 Uhr  

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