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Süddeutsche Zeitung vom 21.02.2014

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Nachdem die Süddeutsche Zeitung am 21.02.2014 den Artikel druckte „Thomas Oppermanns Enthüllungen“, konnten wir alle uns ein Bild davon machen, was hinter den Kulissen der Mitglieder- Urabstimmung bereits geschah.

Der SZ Artikel gab genau das wieder, was Thomas Oppermann einen Tag zuvor vor dem Innenausschuss des Deutschen Bundestages aussagte.

Das muss zeitlich Mitte Oktober 2013 gewesen sein, wo man von höchster Stelle in der SPD immer sprach, erst kommen die politischen Ziele und dann erst das Personal, genau das ist nun widerlegt worden.

Getreu des alten russischen Sprichwortes: „ Wir machen so als würden wir euch bezahlen und ihr macht so als würdet ihr für uns arbeiten“.

Im Prinzip war diese Urabstimmung nicht nur beeinflusst worden sondern offenbar auch bereits unterlaufen worden, denn nach dem SDZ Artikel, trat Thomas Oppermann während der laufenden Urabstimmung mit Anwärtern auf Ministerämter und evtl. Ausschussvorsitzenden ins Gespräch.

Man hat also nach außen gespielt als sei alles offen, begab sich allerdings intern bereits in Startpositionen.

Wer soweit sich vorwagt, muss die Nibelungen- Treue der Genossen gut kennen oder den internen Kritikern nicht die Gelegenheit geben sich zu formieren.

Dass es überhaupt in der ersten Phase so viele innerparteiliche Kritiker gab, die zu Recht vor der GROKO warnten muss den inneren Zirkel der SPD erschrocken haben, anders lässt sich diese permanente Werbung für das „Ja“ nicht erklären.

Allerdings ist das alles kein Freibrief von sog. Parteimanagern Positionen in dieser Phase bereits unter sich zu vergeben, insbesondere wenn man betont und das wurde mehrmals, über das Personal redet man erst später.

Hier hebelte man also den Beginn einer innerparteilichen Demokratisierung bereits aus, das kann nun nachlesen in der SDZ.

Einerseits ist das ziemlich traurig, andererseits offenbart sich damit allerdings einiges, „manche sind nur auf besser bezahlte Posten aus“ und bringen sich bereits rechtzeitig dazu in Stellung.

Damit hat man den eigentlichen Wert der „politischen Ausrichtung“ bereits in einem frühen Stadium personifiziert.

Etwas was politisch nicht gewollt war aber trotzdem stattfand zudem kein alter Wert der Sozialdemokratie ist.

Man klammerte wiederum alte Werte aus, wie z.B. „ kein Knecht- kein Herr“ und empfahl eine Zustimmung.

Heute weiß man es, die Zustimmung zum Einstieg in die Verhandlungen war indirekt verbunden mit der Zustimmung zu den sich in den Startblöcken befindenden Personen.

Das ist das Stück einer innerparteilichen Demokratie was weder glänzt noch ein Meisterstück ist, wer findet eigentlich sich in den Startblöcken wieder?

Meistens der welcher sich empfiehlt, das brauch nicht der Beste und Geeignetste sein, es muss der passende sein.

Wer passt nun in dieses Klischee, das wiederum ist anders als wenn man ein Kompetenz-Team aufstellt.

Beim letzten geht es um Überzeugung und Fähigkeiten d.h. um Merkmale die beim Wähler ankommen, im Gegensatz dazu jene die man in die Startblöcke bringt.

Da geht es um Machenschaften, um alte Rechnungen, um Belohnungen und um eine Ausgewogenheit der Landesverbände.

Das sagt zwar niemand offen, doch das ist so und wer sich zu viel Hoffnungen macht in diesem Kuhhandel kann leer ausgehen.

Nun wissen wir es, der Kuhhandel begann schon zuvor, wie stark ist eigentlich die 2. Reihe.

Welche Chancen gibt man dem Nachwuchs, wo bleiben dabei die Querdenker und gibt es eine Trennung von Amt und Mandat?

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 22. Februar 2014 um 04:10 Uhr  

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