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Wo ist das neue Wir- Gefühl?

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Wird die Selbstdisziplin zu einer Notwendigkeit um einen gesellschaftlichen Dialog zu beginnen oder ist die Selbstdisziplin eine verloren gegangene bürgerliche Tugend?

Selbstdisziplin hat innerhalb der Politik kaum etwas mit einem Fraktionszwang zu tun, könnte aber bei der Praktizierung zu einem Antizwang werden.

Der eigenen Disziplin sich zu beugen kann das Fundament zur Zivilcourage werden.

In einer Gesellschaft wird nicht nur von handelnden Politikern sondern dazu von allen sich Wichtig- Fühlenden Zeitgenossen, jeder Dialog mit dem Monolog begonnen, es entwickelt sich ein Pro und Kontra, was wiederum von fast allen Moderatoren ziemlich flach gehalten wird.

Es prallen keine Meinungen mehr aufeinander sondern sich prallen gegenseitig im Lager des einen oder anderen ab.

Insofern kann man nicht mittels einer Diskussion die Tiefe des Problems erläutern, denn unabhängig der gesellschaftlichen Platzierung sollten eigentlich auffallende Probleme zunächst wertneutral interpretiert werden.

Wem traut die Gesellschaft die Interpretation von Problemen zu, in einer Darstellung die zu Beginn „wertneutral“ sein sollte?

Hier beginnt mittels der Beschreibung des Problems die Selbstdisziplin des Autors, würde er weniger sich mit sich und seinem Erfolg beschäftigen und mehr mit der Problemdarstellung hätte man die Gleichheit innerhalb der Information.

Haben wir aber leider nicht, mittlerweile gibt es Kritiker innerhalb der Gesellschaftswissenschaften die folgenden Vergleich darstellen: „ Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“ galt für die Revolutionäre auf dem Weg zur Republik, in Deutschland setzte sich bereits sehr früh dagegen „Einigkeit, Bürgertreue und Gehorsam“ durch.

Anstatt Freiheit kommt mitunter bei uns die Einigkeit, ein strapazierter deutscher Begriff und der eigentlich alle Querdenker zu unerwünschte Bürger erklärt.

Wer das noch nicht verstanden hat, der sollte sich mit unserer Nationalhymne beschäftigen, die nicht vom Souverän bestimmt wurde sondern vom Bundespräsidenten Heuss in Kraft gesetzt wurde.

Im Wandel der Zeit wurde somit aus „Einigkeit und Recht und Freiheit“ das was derzeit in aller Munde ist „Einigkeit, Bürgertreue und Gehorsam“.

Wobei sich die Hymne auf die Nation bezieht und die zweite Aussage auf unsere Gesellschaft. In dieser Gesellschaft, die sich uns tag täglich begegnet hat man das kritische Denken zu den Akten gelegt.

Es sind nicht nur die profitorientierten und systemrelevanten Manager, die sich für die Eliten in diesem Staate zählen möchten, sondern dazu kommt die Vielzahl von freiwilligen und hoch vergüteten Meinungsmachern.

Bei denen ist die Selbstdisziplin zu einer unbekannten Größe geworden, die sie auch gar nicht anstreben.

Man bleibt sich nämlich treu, nicht nur in der Meinungsvermittlung sondern übernimmt unkommentiert Darstellungen.

Damit erscheinen Abhängigkeiten zur Treue, das geht mitunter bis zur gesellschaftlichen Nibelungentreue.

Andererseits ist es genau das, was man als die vorherrschende Bürgertreue bezeichnet.

Bürgertreue ist keine Tugend sondern dient dem Selbstzweck von Eliten und ist demzufolge ein Vorwand.

Welcher Vorwand es immer auch sein kann, den lieferte dazu der ehemalige bayrische Ministerpräsident Edmund Stoiber.

Mittels der Aussagenpolitik um die Allianz- Arena in München zu installieren und Verkehrs mäßig zu erschließen um die WM und EM den entsprechenden Rahmen zu geben, verhob er sich und machte die Rechnung ohne der FIFA bzw. der UEFA.

Beide pochten auf einer Befreiung von der Mehrwertsteuer und wie reagierte die Staatsregierung?

Man strich im Etat Gelder für Blinde und führte im Freistaat Studiengebühren ein.

Hörte man dazu die Reden und Rechtfertigungen der Bayrischen Staatsregierung kann man von den Begriffen „Bürgertreue und Einigkeit“ durchaus reden.

Diese beiden Begriffe dienen also mitunter durchaus der politischen Manipulation, das Ziel könnte also lauten die manipulierte systemrelevante Republik zu installieren.

Das ist nicht neu, sondern es funktioniert bereits auf einigen Ebenen in unserer Parlamentarischen Demokratie, sehen wir uns dazu ein Beispiel aus der Welt der Arbeit an.

Hier operiert man mit dem Begriff „Gehorsam“ und sieht dabei noch das Recht mitunter auf seiner Seite, indem man die Gleichheit von Kapital und Arbeit aus der Waage brachte.

Man kürzt mit Zustimmung der Belegschaft Löhne und Gehälter und setzt kurzfristig geltende Tarifverträge außer Kraft.

Insofern fordert man die Selbstdisziplin immer vom jeweiligen Anderen, das könnte man durchaus als „Gehorsam“ bezeichnen.

Damit beginnt man niemals den Dialog, der wiederum ist der eigentliche Beginn einer gesellschaftlichen Tugend und somit Bestandteil unserer Demokratie.

Die Funktion der Demokratie ist dann vorhanden, wenn vor der Diskussion die Alternative den Stellenwert bekommt wie die Thesen der Eliten. Es geht also stets gegen die Thesen der Eliten in unserem Staat, in diesen Kreisen ist Zivilcourage kaum vorhanden.

Sie wurden zum Erfolg getrimmt und stehen unter dem Druck des Erfolges, damit klinkt man kritische Gedanken bereits im Ansatz aus.

Den Beweis für diese Feststellung lieferte die Führungsetage des ADAC, nach dem Credo „ was nicht passt-wird passend gemacht.“

Es stellt sich die Frage, wer profitiert davon?

In der Regel stets immer Jene denen das Gemeinwohl nichts wert ist, denn das Wort „Brüderlichkeit“ nimmt man den Sinn.

Man erkennt eine horizontale Abhängigkeit aber keine vertikale Verpflichtung, das bezeichnet man als die eigentlichen Klienten.

Diese Praxis hat sich durch alle soziale Ebenen verbreitet, man denkt horizontal auf einer gesellschaftlichen Ebene und verpflichtet sich miteinander.

Das kann nur funktionieren mittels Feindbilder auf der nächsten Schwelle nach unten, die Suche nach dem Sozialschmarotzer beginnt immer eine Schwelle unterhalb von sich.

In der Regel können die sich kaum wehren, denn sie verfügen über keine Lobby.

In diesem Staat entwickelte das Gemeinwohl als Begriff und Bestandteil bereits kaum die Anerkennung.

Das ist der eigentliche politische Skandal und das wiederum hängt mit der gesellschaftlichen Individualisierung zusammen.

Man machte gesellschaftliche Probleme zu Problemen des Einzelnen in der Gesellschaft, die gelten noch immer und des waren u.a. Teile der Agenda 2010.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 10. April 2014 um 03:14 Uhr  

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