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Das Herzstück der Demokratie ist die Diskussion

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Bezeichnen wir das gesellschaftliche Ideal einmal als die Demokratie, wir müssen uns also dabei auf Platon beziehen.

Das war ein Gesellschaftsspiel, was Platon entwickelte und was an seine Grenzen geriet.

Der Mensch stieß auf eine andere Möglichkeit, seine Gesellschaft zu ordnen, die damit der platonischen Lösung kaum in Einklang zu bringen ist.

Diese neue Ordnung nannte sich Demokratie und stellt dabei den Menschen mit all seinen Wünschen in den Mittelpunkt.

Die Demokratie ist also für die Menschen das Mittel, eine Gesellschaft von starrsinnigen und egozentrischen Herrschern zu ordnen.

Winston Churchill war der Meinung, „ in diesem Jammertal wurden viele Regierungsformen erprobt, und es werden auch in Zukunft weitere ausprobiert werden. Niemand wird behaupten, dass die Demokratie perfekt und weise sei. Im Gegenteil, es heißt sogar, die Demokratie sei die schlechteste aller Regierungsformen, mit Ausnahme aller anderen, die ihn und wieder erprobt werden.“

Um nun die Worte von Churchill zu verstehen, muss man sich mit der Entstehung der Demokratie beschäftigen und kommt unweigerlich zur Timokratie.

Wenn man das historisch sieht, erkennt man die zukünftige Gefahr für unsere Demokratie.

Platon sprach bereits von der Timokratie, er beschrieb den Zenit der Timokratie, wo die politische Macht allein bei den Großgrundbesitzern lag.

In der Phase entwickelte sich der Übergang zur Demokratie, weil die Reichen immer reicher werden wollten und sie übertrugen den Armen immer mehr Aufgaben.

Platon beschreibt hier die Kriegsführung und in den Kriegen verloren die Verfechter der Timokratie ihren Einfluss.

Jetzt wird es interessant, wenn die Demokraten mehr gesellschaftlichen Einfluss erlangen haben sie die Verfechter der Timokratie noch nicht besiegt.

Wie weit reicht der Einfluss unserer Demokratie im Jahre 2014 auf die geballte Macht des Weltkapitalmarktes und gibt es innerhalb der Ökonomie demokratische Regeln?

In der Antike sah Platon hier folgendes, dass aus der Demokratie unweigerlich eine Tyrannei entstehen kann.

Beziehen wir auch das einmal auf das Jahr 2014, so erkennt man doch in einigen Ländern, sogar innerhalb der EU, dass innerhalb der Demokratie Antidemokraten aufsteigen und die Demokratie steht denen mitunter hilflos gegenüber.

Wer zügelt in einer demokratischen Gesellschaft im Jahre 2014 die Antidemokraten, wo andererseits die Demokratie das Recht des Einzelnen schützen will.

Welchen Anspruch haben wir an die Demokratie und wo liegen die Siegeschancen der Demokratie in der Zukunft?

Unsere Gesellschaftsordnung hat sich innerhalb der Demokratie stabilisiert aber praktizieren wir auch überall die Demokratie?

Wenn wir ergänzend feststellen, mittels der Demokratie stabilisierte sich unsere gesellschaftliche Ordnungsfunktion, das ist allerdings nur der Bezug und nicht die Anwendung.

Die Demokratie anwenden bedeutet wiederum etwas mehr zu wagen, ist dann nicht die funktionierende Demokratie eine stets lebendige?

Damit hätte manche Administration ihre Funktion verloren, denn innerhalb der Demokratie herrscht das Prinzip der Gleichheit.

Wie viel von dieser demokratischen Gleichheit ist in den Zirkeln der Demokratie zu erkennen, wo schottet man sich noch immer ab und scheut die Öffentlichkeit?

Wenn es die Gleichheit geben würde, hätte die Diskussion innerhalb der Demokratie eine ganz andere Stellung.

Die Erkenntnis sollte demzufolge vorliegen, „eine Demokratie lebt von der Diskussion“.

Das ist ein demokratisches Recht, die Demokratie mittels der Diskussion zu beleben, wobei das Ergebnis offen sein kann.

Eine durchaus lebhafte Diskussion ist keine Schwäche der Demokratie sondern sollte ihr Herzstück werden.

Stellen wir die Frage: „Vertragen alle gewählten Mandatsträger in ihrer Funktion eine lebhafte Diskussion, mit einem evtl. offenen Ausgang?“

Etliche stellen sich erst gar nicht diese Frage, sondern kommen direkt zum Antipol und der heißt: „ Hausmacht“.

Sich auf eine sogenannte installierte Hausmacht sich zu berufen, kann ein Widerspruch zur Demokratie sein, denn die spricht bei aller Gleichheit durchaus von wechselnden Mehrheiten.

Nennen wir es einfacher, mittels den Bezug zu einer Hausmacht wird nämlich manches bequemer.

Unbequem wird es erst dann, wenn die Hausmacht erodiert und das wiederum kann ein demokratischer Erfolg sein.

Wer sagt uns, dass die Demokratie eine bequeme Einrichtung ist, bei vollzogener Gleichheit muss es anderen auch unbequem werden.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 08. Mai 2014 um 02:40 Uhr  

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