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Die Aktivierung des Sozialdemokratischen Quartiers

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Die vergebliche Suche nach dem sozialdemokratischen Quartier, gesucht wird immer noch der Begegnungsraum der lebendigen Demokratie oder der linke Republikanische Clubs.

In dem es mehr um die Politik geht und weniger um politisch gesetzte Personen also jene die aus einem Ortsverein ihren Fan- Club machen, indem sie ihre VIPs stets motivieren.

Damit erfüllt man zwar die Statuten eines Vereinsrechts aber entfernt sich von einer transferierenden Politik, über den Status einer Postdemokratie gerät man in die Fänge der Timokratie.

Das eigentliche Sozialdemokratische Quartier sollte offen sein und sich den Problemen der Bürger zuwenden und weniger zu einem Verwaltungsmechanismus der Mandatsträger sein.

Der schleichende Prozess eines innerparteilichen Verwaltungsmechanismus zeigt sich in strategisch meistens inhaltslosen Darstellungen, in denen das Plakat vor dem politischen Inhalt steht, wo der Formalismus vor der Debatte steht und wo die Diskussion als unhaltbaren Widerspruch gebrandmarkt wird.

Wieviel inhaltliche und themenbezogene Demokratie wagt ein Ortsverein, dessen Tagesordnungen nach wie vor über Monate bereits festgelegt wurden?

Es funktioniert so nicht, man hemmt sich selbst und lobt permanent Mandatsträger ohne dabei sie demokratisch zu kontrollieren.

Würde man die offene Tagesordnung einführen, die Versammlungen öffnen würde manche Mandatsträger einen Donnerschall erleben.

Sich der Basis stellen, bedeutet nicht die Basis zu justieren und auf Hilfswillige stets zurückgreifen.

Man hat sich regelkonform entfernt der Demokratie eine Chance zu geben, man hat ganze Ortsvereine zu Erfüllungsgehilfen deklassiert und damit eine innerparteiliche Politikverdrossenheit Vorschub geleistet.

Politik bedeutet nämlich nicht den Status zu verteidigen sondern sich gesellschaftlich stets neu einzubringen, bedeutet sich aktiv den Problemen der Bürger sich zu stellen.

Bedeutet also keinerlei Bevormundung sondern Themenvielfalt und Aufarbeitung, Formalismus ist dabei gesellschaftlich schädlich.

In die unteren Quartiere der Sozialdemokratie gehört der Schwung der Republikanischen Clubs, über die Partei hinaus in die Wohnquartiere der Bürger.

Denn der Bürger sollte der umworbene sein, nicht der Mandatsträger- mit diesem innerparteilichen Missverständnis sollte man brechen.

Der Mandatsträger dient der Transformation von Meinungen aber nicht der Meinungsmache, wird die dann noch zur Stimmungsmache ist der eigentliche aktive Ortsverein Tod.

Der politische Tod eines Ortsvereins kann die unkritische Nähe zum Mandatsträger sein, würde die Nähe zum Impuls für neuere Ideen genutzt könnte der Ortsverein zu einer demokratischen Basis werden.

Dazu benötigt man aber die Entwicklung für die Impulse, also wieder zum arbeitenden Ortsverein.

Impulse müssen erarbeitet werden, die Entfaltung darf man nicht einschränken.

Eine eingeschränkte Entfaltung von Ideen an der Basis treibt etliche aufrechte Genossen aus dem Ortsverein, erkennbar immer an den Positionen der VIPs, dessen personelle Positionierung vor der inhaltlichen Auseinandersetzung kommt.

Die Wiederentdeckung der inhaltlichen Auseinandersetzung könnte Sozialdemokratische Quartiere eine Zukunft weisen, denn die Demokratie lebt von der Diskussion und nicht vom vorgeschriebenen Formalismus.

Mittels einer offenen Diskussion kann man sich der Argumente bedienen, dazu sollte man den Mutlosen den Mut geben sich einzubringen.

Würden in Sozialdemokratischen Quartieren die Argumente innerhalb der Diskussion zur Sache diese Breite einnehmen wie die Wahl der Mandatsträger täte man der Republik einen Gefallen.

Den Weg finden vom Gefälligkeits- Wahlverein zur inhaltsreichen Politik ist der Königsweg.

Es fehlt nämlich innerhalb der bisherigen Praxis der Ortsvereine mitunter das Mitmachangebot für den interessierten Bürger, der wiederum mitunter gesellschaftlich interessierter ist als mancher Methusalem im Ortsverein.

Wer ist bereit mit dem interessierten Bürger in einen Dialog einzutreten ohne ihn zuvor zu belehren?

Der Dialog auf Augenhöhe ist maßgeblich für das weitere Verhalten beider Partner, der Bürger sollte sich verstanden wissen.

Wer wagt den Dialog und wann, wer sucht das Forum zum Dialog?

Ein Forum könnte die Sozialdemokratischen Quartiere sein, allerdings mit einer anderen Kultur.

Die Zukunft der Quartiere heißt also Bürgernähe, d.h. innerhalb der Ortsvereine weniger Formalismus sondern das Management zum Bürger im Bezirk aufbauen.

Weniger auf Positionen schauen innerhalb der Partei mehr auf das Anliegen der Bürger, sich identifizieren mit seiner Nachbarschaft.

Das könnte der Mitnahmeeffekt sein für eine zukünftige Ausrichtung, was allerdings bedeutet „sich mehr Gedanken machen“ und weniger Politik verkaufen.

Politikverkäufer sind in sich unbeweglich und werden als starre Vermittler vernommen, ihnen fehlt der entscheidende Impuls der Transformation ihrer Anliegen und durchaus sind mitunter ihre Anliegen nicht immer die Anliegen der Bürger im Kiez.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 08. Juni 2014 um 02:58 Uhr  

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