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Eine gesellschaftliche Bestandsaufnahme

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Nach der Analyse folgt eine Bestandsaufnahme und die sollte man konsequent nutzen.

Die gesellschaftliche Bestandsaufnahme im Wohnquartier dient dem zukünftigen Miteinander, dazu muss allerdings ins Gespräch kommen.

Den sozial schwachen Bürgern sollte man ihren Scham nehmen, mit den Unternehmern über ihre Pläne sprechen und die Stadt mobiler werden lassen.

Wer weiß eigentlich von den politischen Entscheidungsträgern was und wie verarbeitet er das?

Es gibt jene kommunalen Wohnungsbauunternehmen, wo man weiß dass bis zu 40% der monatlichen Mietseinnahmen vom Jobcenter gezahlt werden.

Wie kann man dem gegensteuern, welchen Erwerb gehen diese Menschen nach?

Es ist nicht nur die soziale Zauberformel „Hartz IV“, sondern dazu kommt Altersarmut und Jugendarbeitslosigkeit.

Das ist alles nichts gegen die Beschäftigung im Niedriglohnsektor, in unseren Ballungsräumen hat sich dieser Sektor vervielfacht und es entstehen immer neue temporäre und sog. Billigjobs.

Wer das immer noch nicht verstanden hat, der sollte sich die Mühe machen all die Geschäftslokale rechts und links in den Fußgängerzonen und Durchgangsstraßen ansehen, wie viele Billigbäcker, Handyläden, PC Händler und Schuhgeschäfte benötigen wir?

Es gibt Drogerie Märkte nur mit Billigarbeitsplätzen für Frauen so wie es Obst- und Gemüsehändler für Familienangehörige vom Bosporus gibt.

Das sind unsere Nachbarn, die hart arbeiten und von ihrer Vergütung kaum am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.

Es sollte doch mittlerweile Jedem klar werden, in diesem Sektor ist ein Nettoverdienst von monatlich 1000 Euro ein Optimum.

Andererseits weiß man auch, dass in unseren Ballungscentern das Dienstleistungsgewerbe sich regelrecht installiert hat und in die Freiräume der klassischen Werkstätten zog, diese klassischen Werkstätten wiederum waren eingesessene Familienbetriebe mit Prinzipien.

Die verdrängte man und den letzten Schuss versetzte ihnen der Internet- Handel, es zogen dafür Kanzleien, Agenturen und Dienstleister ein.

Die beanspruchten eine andere Arbeitsumgebung, man pendelte in die Stadt- etwas was vor Jahren umgedreht sich verhielt und sie beanspruchten Platz.

Damit begann nach Feierabend eine Verödung unserer Innenstädte, nichts ist schlimmer als eine verwaiste Innenstadt am Abend und zum Wochenende.

Welche Arbeitsplätze entstanden denn damit, zunächst verspürt man eine Akademisierung, der Anspruch wurde ein anderer.

Allerdings brachte diese Art der vollzogenen Akademisierung nicht immer den sozialen Aufstieg für den Bürger mit, um das Umfeld entscheidend zu prägen sind es zahlenmäßig zu wenige und zudem wird in diesem Bereich ein sog. gedeckeltes Gehalt bezahlt.

Man spricht innerhalb der Stadtsoziologie von den sog. Pionieren, die sich nach der Hochschule eine Beschäftigung suchen.

Es sind die Bürger unter uns mit den Ansprüchen, die aber nicht über die Mittel verfügen.

Ihr Jahresverdienst liegt zw. 25 000 und 40 000 Euro Brutto, damit verdrängen sie aber wiederum andere und sind sich ihrer eigentlichen prekären Lage nicht bewusst.

Man beschreitet den Weg der gesellschaftlichen Entfremdung, man identifiziert sich nur mit seines Gleichen und ist eigentlich isoliert.

Diese neue Art der gesellschaftlichen Entfremdung von Pionieren in unserer Nachbarschaft führt in die eigene Isolation.

Der in sich isolierte Blick auf Situationen im Alltag wird somit allgegenwärtig, man nimmt sich das Recht ohne dabei gerecht zu sein.

Das ist etwas was wir vor mehr als 2 Jahrzehnten noch als unmöglich ansahen und als die innere Zersetzung unserer Staatsordnung brandmarkten.

Wer weiß von denen wie viel Verteilstellen die Tafel in der Nachbarschaft hat und wer weiß von denen, dass die Tafel nichts zu verschenken hat sondern verteilen muss.

In unserem alltäglichen Nebeneinander haben Tafeln einen festen Bestandteil für nicht wenige Bürger aus unserer Nachbarschaft eingenommen.

Ich habe mich im Jahr 2009 noch gewundert als ich am Südufer der Förde in Flensburg die Menschen vor der Tafel fand, wunderte mich allerdings nicht mehr als im Jahr 2012 der Gemeindepfarrer den Umzug der Tafel in die größere kath. Kirche vorschlug.

Wissen all das eigentlich die gewählten Abgeordneten in den Bezirken, wissen die was den jungen Bürgern erwartet, die heute hart und unterbezahlt jeden Tag arbeiten?

Wir werden in ca. 2 Jahrzehnten mehr als 30% von Altersrentner haben, dessen Rente unterhalb der Grundsicherung liegt.

Der finanziell gedeckelte Akademiker von heute hat einen Arbeitsplatz von 2500 Euro Brutto pro Monat und ist steuerrechtlich in der Bauchzone, erwirbt somit zw. 1300 und 1500 Euro Netto im Monat, dieser Anteil von Arbeitsplätzen nimmt jährlich fast um 8% zu.

Andererseits baut man gut bezahlte Industriearbeitsplätze ab, im Schnitt verschwinden fast jährlich bis zu 8000 Arbeitsplätze in der Größenordnung von 3000 bis 4000 Euro Brutto pro Monat, gleichzeitig erhöht sich die Zahl der angebotenen 400 Euro Jobber.

Damit verringerte man die Zahl der Bürger die am Volksvermögen beteiligt sind, man spricht von der bewussten Trägheit der Sparrate- eigentlich logisch.

Die Aktivierung erfolgt nicht mehr über den Sparertrag und der primären Nettonachfrage sondern über ein temporäres Leasingverfahren.

Was nichts anderes ist als ein Jetztzeit- Nutzen auf Pump, eine volkswirtschaftliche kapitalistische Blendung.

Die wiederum zu Lasten all der Anderen geht, wir haben es mit einer Willkür zu tun.

Ist das eigentlich bekannt und wer macht eigentlich dabei noch mit wem seine Geschäfte?

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 19. Juni 2014 um 02:22 Uhr  

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