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Der Entwicklungsprozess innerhalb der Stadtsoziologie

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Der Entwicklungsprozess innerhalb der Stadtsoziologie zeigt das Stück des Gegeneinanders, es ist all den Modernisieren nicht gelungen innerhalb des Stadtkerns das Miteinander herzustellen.

Es prallen Welten aufeinander, auf unmittelbaren Raum öffnet sich die Schere.

Hier wird etwas ersichtlich nämlich die Lebensqualität, die einen beanspruchen den Wert der Stadt für sich und verdrängen andere.

Mittlerweile ist das zu einem innerstädtischen Kulturkampf geworden, zwischen jenen und den anderen liegen Wohn- und Kulturwelten.

Man benötigt zwar das breitgefächerte Angebot, doch unterscheidet man hier bereits in Kunden.

Es gibt den Freiraum zur Entfaltung und unterschwellig entsteht eine Subkultur, die zwar eigenartig ist aber bereits in Begriff ist andere auszuklammern.

Das erkennbare Zeichen ist die Interessenlosigkeit der neuen Bewohner an der Situation der Stammbewohner.

Einerseits verlangt man mehr und auch Toleranz, ist andererseits aber nicht gewillt tolerant gegenüber anderen zu sein.

Unsere Stadtkultur steht am Scheideweg, zwischen der kommunalen Verpflichtung und der Forderung, es entwickelt sich zu einer Herausforderung.

Wenn man öffentliche Einrichtungen schließen muss leiden die Schwächeren in der Gesellschaft, die Stärkeren verfügen über eine Alternative.

Diese Alternative wiederum ist nicht mehr jene von vor 30 Jahren, die zum Experimentieren neigte- die heutige Alternative besitzt eine Kaufkraft.

Die wiederum kann monatlich bis zum 200% höher sein als die der Alteingesessenen.

Man nennt das auch die beginnende Kultur der Jetztzeit- Menschen, die sind gebildeter und vielseitiger, kommen somit auf andere Ideen.

Daraus ergibt sich ein anderes Verhältnis zu den Werten, man achtet zwar Werte betont aber dabei sein anderes Verhältnis zu den Werten.

Das mag zunächst nicht schlimm sein, doch ein Jeder kann es nicht sich das leisten und der Trend zu unmittelbaren Werten macht den finanziellen Unterschied aus.

Man erkennt in den Straßen bereits das Bild, es stehen weniger Autos der Nobelklassen und wo teurere Fahrräder abgestellt sind, kommen Cafes der anderen Art sowie Blumengeschäfte hinzu.

Interessant ist die Entwicklung, die Imbissbuden verschwinden und das Buchgeschäft eröffnet wieder.

Diesmal geht es um Kundenbindung, man bemüht sich die zahlungskräftigen Kunden zu binden mit einem Kaufmehrwert.

Den allerdings überträgt man nicht, was im Kleinen versucht wird versandet bei den Größeren.

Die größeren Warenhäuser in der Stadt sind der Hort der Billiglöhner, ein Grundübel ist die Unterbezahlung des Personals und somit rekrutiert man etliche von außerhalb.

Fast jede zweite Verkäuferin wohnt nicht mehr im Kiez sondern pendelt, es gibt Supermärkte dort bedient und kassiert kaum ein männlicher Kollege.

Der Mehrwert der Stadt am unmittelbaren Arbeitsplatz dieser Mitarbeiter ist fast Null, denn sie können sich kaum das Angebot leisten.

Sie können nicht nur die Wohnungsmieten von ihrem Verdienst nicht mehr bezahlen sondern sich kaum die Lebensqualität leisten.

Insofern verweigern sie sich nicht, sondern müssen sich zurückziehen und das ist teilweise durchaus gewollt.

Man könnte einerseits jede freie Wohnung vermieten, macht man aber nicht- man saniert und erzeugt die sog. gehobene Wohnqualität.

Die sog. erzeugte und zu vermarktende gehobene Wohnqualität erweitert zwar das Angebot doch nur für Besondere.

Die sind wiederum flexibler und manches ausgebaute Dachgeschoss steht nach 36 Monaten Vermietung wiederum für mehr als 3 Monate frei.

Es fehlt mittlerweile die konstante Bindung zur Arbeit und zum Wohnort.

Eine Warschauer Tageszeitung analysierte dieses einmal, denn Warschau gilt mittlerweile als eines der teuersten Städte Europas.

Wahrhaftig wurden für höhere Gehaltsstufen in einem Jahr mehr als 60% Zeitverträge abgeschlossen und davon wurden 25% vorzeitig mittels Abfindung beendet.

Wissen sollte man allerdings, dass die Abfindungen mehr als ein Jahresgehalt betragen.

Mancher Reichtum basiert demzufolge auf Abfindungen, etwas was unseren Eltern unbekannt war.

Ein weiteres Unikat innerhalb der Stadtsoziologie ist der rasche Wechsel der Inhaber in Gewerbebetrieben, vom Lottoladen bis zum Zeitungsladen, der welcher den eröffnet betreibt ihn mitunter nur max. 24 Monate und dann versucht es ein neuer Inhaber.

Die Frage erlaubt sich zu stellen, wer macht wen reich?

Mittlerweile weiß man folgendes: Der programmierte soziale Absturz von Bürgern in der Stadt hat eine Vorwarnstufe, nur erkennt man die kaum. Wer behindert, alt und zudem krank ist- wird nicht nur verarmen sondern auch zum Außenseiter.

Hier wurde in den letzten 3Jahrzehnten etwas versäumt, nämlich die soziale Mischung zu stabilisieren.

Es ist nicht nur der gegen fast Null gefahrene soziale Wohnungsbau sondern primär die Einkommensschere.

Diese Einkommensschere ist der Knackpunkt der kommenden Jahre, wenn es uns nicht gelingt die unteren und mittleren Lohngruppen so zu vergüten, dass der Wohlstand sich verteilt und festig erleben wir in wenigen Jahrzehnten eine Altersarmut die alles Bisherige in den Schatten stellt.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 25. Juni 2014 um 03:02 Uhr  

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