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Rückwärts immer, vorwärts nimmer

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Geopolitik wurde mehr als 30 Jahre in den Schatten der Wirtschaftspolitik gestellt, mittlerweile rächt es sich.

Die geänderte Art einer nationalen Geopolitik begann mit dem Sturz des Schahs von Persien, die Verknüpfung von Nationalismus und Religion wurde zu Herausforderung der nur auf wirtschaftliche Expansion ausgerichteten Politik.

Daraus zog man allerdings keine Schlüsse, all die daraufhin folgenden Münchener Sicherheitskonferenzen wurden dominiert von Wirtschaft Strategen und ihnen ordneten sich die Militärs unter.

Allein der Untergang der alten DDR wurde zum wirtschaftlichen Untergang eines Systems proklamiert, dabei ging es im Detail um andere Probleme, die wiederum klammerte man aus.

In Erinnerung blieb uns allen der wirtschaftliche Ausverkauf von Ländern, der Kapitalismus in seiner ungebändigten Macht wrackte feste Strukturen und Bindungen ab.

Er entwurzelte Menschen und überließ in vielen Regionen die Menschen ihrem Schicksal.

Man proklamierte, dass der wirtschaftliche Erfolg messbar ist am Wohlstand des Volkes, das war die These zur Gründung der EU.

Hier ging es primär um die Vergrößerung des Absatzmarktes und weniger um die Demokratisierung.

Diese wiederum wurde ebenso vernachlässigt wie die Analyse der Geopolitik, im Schatten der Ohnmacht der Völker entstand die Macht des neuen Nationalismus.

Der wiederum schreckte nicht davor zurück den halben Balkan in einen Krieg zu treiben, der neue Nationalismus wollte alte Rechnungen begleichen und seine Macht darstellen.

Das verstand man in den Hauptstädten der Wirtschaftsmächte kaum, denn bis zu den Balkankriegen sah man sich bestätigt in einer Politik der Ökonomie.

Mit dem Zerfall der UdSSR hatten der Westen und all die Wirtschaftsbosse nichts am Hut, das Riesenreich Moskaus implodierte und reiht sich historisch ein in den Niedergang von Großmächten.

Die Frage ist immer noch nicht beantwortet, warum und weshalb zu dem Zeitpunkt implodierte die UdSSR?

In der Phase steckte der neue Nationalismus in den ehemaligen Staaten der UdSSR noch in den Kinderschuhen, sagen wir etwas historisch rückblickend: „ Für den Westen kam der Niedergang der DDR unerwartet und den Zerfall der UdSSR hatten weder UN noch Weltbank gedanklich durchgespielt.“

Daraus entstand in den betreffenden Regionen ein Machtvakuum.

Man sah im politischen Zentralismus den schwarzen Peter, sah aber nicht die zentrale Gewalt des entfesselten Kapitalismus.

Die zentralgesteuerte Ökonomie besetzte bereits Freiräume wo die politische Lage labil war, damit begann eine neue Zersplitterung.

Man wurde in den Staaten förmlich von der Ökonomie getrieben, die Internationale Wirtschaft trieb die Demokraten vor sich her.

Damit wurde das Lager der kulturellen Verlierer nur noch größer, denn mehr als ¼ der Bewohner in manchen Regionen konnten sich nicht mehr identifizieren mit ihrem Land.

Das ist die politische Ausgangsbasis, an der der Westen nicht ganz unschuldig ist.

Hier entwickelte sich unter dem Deckmantel der Geopolitik eine Strömung hin zur Findung einer Identität.

Nichts ist leichter für den Nationalismus hier Positionen zu beziehen, zunächst sind die lokalen Nationalisten wesentlich näher am Problem, hinsichtlich der Ost-Ukraine sehen wir nur schemenhaft dass die gigantische Industrie ein Museum aus Sowjet- Zeiten ist.

Hier hat man gewissermaßen fast mehr als 2 Jahrzehnte unter neuen Voraussetzungen weitergemacht als würde die UdSSR noch bestehen.

Hier versagten alle bisher stattgefundenen militärischen Operationen ebenso die Informationen über die Lage der Menschen vor Ort.

Das neoliberal justierte Denken westlicher Militärs setzte auf die Macht und den Einfluss von demokratischen Vasallen.

Die bereitwillig dem Gedankenspiel folgten und ihre Hinterhöfe dem Schicksal überließen, unter der sog. Sicherheitsdunstglocke der Europäischen Ökonomie entfaltete sich der neue Nationalismus.

Damit wurde die EU zu einem Feind, mit dieser Situation kann man bisher noch nicht im Westen umgehen.

Unterschwellig aber vollzieht sich etwas, an den Grenzen der EU was durchaus importiert werden könnte.

Denn innerhalb der EU haben die Nationalisten den Aufwind gespürt, damit beginnt ein doppeltes Spiel.

Extremisten von auswärts verbünden sich mit den Nationalisten in den Staaten der EU, eine Gefahr für den sozialen Zusammenhang des Kontinents.

Auch das wiederum wird kaum erwähnt, in allen Strategien des Westens hat die Ökonomie noch immer das gedankliche Vorrecht.

In der Bundesrepublik formieren sich unterschiedliche Bündnisse aus den jungen Wilden der CDU/CSU mit den Nationalisten zur Ökonomisierung der Demokratie.

Eigentlich wäre das Staatsziel nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland die Demokratisierung, davon allerdings entfernten sich unverhohlen etliche in den vorderen Reihen.

Der Nationalismus ist die Rolle rückwärts zur Demokratie, allerdings sagte das bisher noch keiner.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 01. Juli 2014 um 02:28 Uhr  

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