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Von der Normalität zur Rationalität

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Von der Normalität zur Rationalität, genau das vollzog sich in der alten Bundesrepublik in den Jahren von 1968 bis 1976, Helmut Schmidt entwickelte daraus sein „Modell Deutschland“.

Bis zur Normalität in Deutschland dauerte es allerdings mehr als 2 Jahrzehnte, denn zu sehr hatten all die Konservativen noch in allen Bereichen der Gesellschaft das Sagen, mit ihrem Segen verabschiedete mehr als 1 Jahrzehnt zuvor der Bundestag mit Mehrheit die 131er Gesetzte und damit wurde diese junge Republik zu einem Alt- Nazi- Einwanderungsland.

Trotz dieses gesellschaftlichen Ballasts gelang es in den späten 60. Jahren das Ziel der Normalität heraus zustellen.

Die Bundesrepublik sollte im Inneren normal werden und als Mitglied der Staatengemeinschaft keine Sonderrolle mehr einnehmen.

Es gelang vielleicht mit dieser Politik einer im westlichen Lager verbundene Bescheidenheit sich internationale Anerkennung zu erreichen, man sprach wieder mit uns über bis dto. ausgeklammerten Themen.

Normalität nach innen besagte allerdings auch die Bildungsoffensive und den Städtebau ernster zu nehmen, besagte aber auch die Bundesländer in die Verantwortung zu nehmen.

Insofern kam die Kultur zu einer anderen und besseren Stellung, aus einer bis dto. formierter Gesellschaft sollte die informierte Gesellschaft folgen.

Was nicht ohne Konflikte blieb, nur trug man diese wesentlich mutiger und inhaltsreicher vor, ohne diesen Wandel in der Gesellschaft wäre ein paar Jahre später die 35 Stunden- Woche ein Tabu gewesen.

Mittels dieses Ziels, die Normalität in unserem Lande herzustellen begann ein Gleichklang in Teilen der Gesellschaftswissenschaft, der Literatur und in der Welt der Arbeit.

Es ging vordergründig um die Teilnahme der Bürger am Leben, einerseits waren das die neuen Tarifverträge die nicht nur einen Lohnzuwachs brachten sondern zudem gestaffelt wurden.

In der Metallindustrie wurde die Lohngruppe Null ersatzlos gestrichen und in weiten Teilen der Manteltarifverträge der 6 Wochen- Jahresurlaub zur Regel.

Man profitierte also insgesamt von Investitionen und von der Bildung der Mitarbeiter, man exportierte nicht nur Waren sondern auch Wissen.

Das war die große Zeit der Einsichten, zur Beteiligung aller am Volksvermögen, die vermögenswirksamen Leistungen waren der ökonomische Mehrwert dieser Politik und daraus resultierten die Vielzahl von Kapital- Lebensversicherungen.

Deutschland wurde in sich bunter und öffnete sich kulturell, man legte eine gegenseitige Scheu ab und wagte Begegnungen nicht nur von West nach Ost sondern über Europa hinaus.

Man begann in der Welt Verantwortung zu übernehmen, man begann die Wiedergutmachung nicht mehr als Einbahnstraße zu interpretieren.

All das erreichte man nur mit einem offenen Liberalismus sozialdemokratischer Handschrift.

Diese neue Art der Politik scheiterte nicht an den gesellschaftlichen Altlasten, in wenigen Jahren sprach niemand mehr vom System Adenauer und auch Rainer Barzels Putschversuch ging in die Geschichtsbücher ein als der Fehlschlag besonderer Art.

Mit dem Erfolg eine noch gefestigtere Sozialdemokratie im Bundestag zu erleben, die Normalität scheiterte am Wagnis von mehr Demokratie, denn nach wie vor wurden alle Ideen von links aus der Politik verbannt.

Insoweit wurde aus dem Ziel die Normalität in diesem Lande herzustellen das Projekt der Rationalität unter dem Sozialdemokraten Helmut Schmidt.

In diesem Modell „Deutschland“ ging es um überwiegend um wirtschaftliche Ausrichtung, weniger um den Konsens den zuvor Karl Schiller als Grundpfeiler der Zusammenarbeit legte, sondern um die Machbarkeit.

Innerhalb von einem Jahrzehnt hatte sich die Lage in Deutschland verändert, die Wertkonservativen waren nicht mehr der Hoffnungsträger einer sog. neuen Mittelschicht der Unternehmer.

Es waren die Wirtschaftsliberalen die hier Lunten legten und das Modell Deutschland unterliefen bzw. nur halbherzig zustimmten.

Damit begann Helmut Schmidt immer wieder sein Modell der Situation anzupassen, man nannte ihn deshalb den Macher.

Diese Art einer Politik funktioniert bis zu einer Schmerzgrenze und die war innerparteilich weiter fortgeschritten als es Helmut Schmidt vernahm, erst der Bruch durch die Liberalen am Kabinetts tisch begann aus Helmut Schmidt wieder den Sozialdemokraten werden zu lassen.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 17. Juli 2014 um 03:21 Uhr  

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