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Der Abstieg der DL spiegelt den Rechtsdrall der SPD

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Nahles ist raus, Annen ist raus, Böhning ist raus, Mikfeldt und Pronold sind raus.

Lauterbach ist raus, obwohl er gar nicht drin war – ein Irrtum, den er gekonnt kommentiert: „Wenn ich drin gewesen wäre, wäre ich jetzt ausgetreten."

Es geht um die DL21.

Die vielen Austritte und die Begründung, dass die Erfolge der SPD von der DL schlecht geredet würden, führen bei mir zu einem intensiven Impuls wieder einzutreten.

Denn ich bin auch Anfang des Jahres aus der DL ausgetreten, allerdings auch aus der SPD.

Wie auch immer, halte ich meine Impulse jetzt lieber unter Kontrolle, denn, die DL hat die Austritte verdient, wenn auch aus ganz anderen Gründen, als die Austretenden glauben machen wollen.

Aus der DL ist etwas geworden, was mir gar nicht behagt.

Sie versucht sich zu professionalisieren und ahmt damit versuchsweise eine Parteiorganisation nach, die so einem traditionsreichen Verein eigentlich nicht steht.

Die top-down-Prozess dominieren wieder und die Provokationen an die Partei kommen ausschließlich aus der Vereinsspitze, von Hilde Mattheis.

Der Internet-Auftritt wurde gerade erneuert und der Blog ist verschwunden, die Diskussion kommt jetzt von oben.

Man kann zwar noch auf Facebook ausweichen, wenn man will – allein ich will nicht.

Hilde Mattheis, der ich ihre guten Linken Absichten ohne weiteres abnehme, macht den großen Fehler, die DL nicht als offenes Forum zu betreiben, sondern als Kampforganisation des linken Parteiflügels, die nach Macht in der SPD mit klassischen Mitteln greift.

Sie schneidet die DL auf sich zu.

Grundfalsch.

Nur, damit ist den derzeit regierenden Sozialdemokraten, die sich jetzt von ihrer linken Kinderstube verabschieden in keiner Weise das Wort geredet.

Die parlamentarische Linke im Bundestag, in der ja auch Hilde Mattheis Mitglied ist, zeigt sehr schön, wohin die Reise der SPD geht.

Mit der großen Koalition hat dort jeder schon lange vor der Wahl kalkuliert.

Jetzt schiebt man rechts rüber in die guten Posten.

Dort möchte man sich möglichst nicht mehr kritisieren lassen, sondern die SPD Leistung ganz im Rahmen der pragmatischen Machbarkeit interpretiert wissen.

Wer von dieser Forderung abweicht, ist ein Spinner oder ein Gegner.

Links ist die parlamentarische Linke nicht mehr, weder in der Ukraine-Krise noch im NSA-Skandal haben die Mitglieder nach außen linkes Profil gezeigt, man war ganz bei Merkel mit graduellen Unterschieden.

Die Linke im Bundestag wurde auch hier wegen der kritischen Haltung zum Euromaidan und seinen Folgen angegriffen, die Vorratsdatenspeicherung möchte man auch nicht so recht loslassen, im TTIP sieht man zwar Probleme aber nicht beim Investorenschutz, jedenfalls nicht so richtig.

Man möchte erst mal genau hinschauen, wie das mit Kanada lief, bevor man Stellung bezieht.

Investorenschutz muss schließlich sein.

Mit Snowden konnte man sich auch nicht so richtig anfreunden und schließlich hinkt die netzpolitische Agenda allem hinterher, was als ehrlich in Zeiten der Totalüberwachung betrachtet werden könnte.

Man will Kontrollen, Kontrollen, Kontrollen, aber mehr staatliche Transparenz im Netz ist nicht unbedingt der primäre Wunsch.

Kurz, es fällt äußerst schwer, die SPD-Linke überhaupt noch zu identifizieren und genau das erscheint mir den Niedergang der DL zu einer Kampforganisation von Hilde Mattheis auszumachen.

Mit der Übernahme von Regierungsverantwortung ist die SPD mal wieder vom linken Flügel abgerückt oder hat ihn umdefiniert.

Links ist jetzt das, was Nahles sagt, basta.

Immer dann, wenn die SPD an der Macht leckt, kann sie Kritik nicht mehr aushalten und macht sich unerreichbar für ihre linken Wählergruppen und Mitglieder.

Die Schicksal der DL, ist nicht das Problem der DL, sondern der SPD.

Die DL hat unzufriedene Mitglieder und Wähler der Partei aufgefangen und zur Mitarbeit gebracht.

Nun braucht die SPD das nicht mehr, sie ist ihren linken Wählern längst davon gelaufen.

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 08. Juli 2014 um 03:13 Uhr  

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