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"Warten auf Godot"

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Wenn neoliberale Schaumschläger, die mittlerweile ihr Unwesen fast in allen Parteien treiben sich noch mehr von ihren Wähler entfernen, könnten diese Zeitgenossen eine Hauptrolle in dem Theaterstück „Warten auf Godot“ übernehmen.

In etlichen städtischen Wahlkreisen dieser Republik hat sich das neue Prekariat einen Kulturkreis geschaffen, in dem die biederen Schaumschläger aus den Parteien sich wie Fremdkörper darstellen.

Sie befinden sich auf der Suche nach dem Wähler, den es so gar nicht mehr gibt, auf dem Olymp des Neoliberalismus nahm sich dieses Prekariat die noch einzig verbliebene Chance sich kulturell einzubringen.

Damit vollzogen sie Tatsachen und verdrängten jeweils noch sozial Schwächere, denn dieses neue städtische Prekariats ist wesentlich gebildeter, besitzt andere Wertvorstellungen und lacht den Neoliberalismus aus.

Es waren eigentlich die Kinder des Neoliberalismus, die eine andere Art des politischen Ungehorsams befolgten, die den Parteien den Dampf aus ihren Maschinen nahmen und neuere menschliche Messlatten in Form eines wieder entdeckten innerstädtischen Humanismus brachten.

Diese Kultur des innerstädtischen Prekariats grenzt sich ab vom Biedermeier Alkoholismus und von der Kultur der Wachstumserzeuger aus der Gilde der Schlipsträger, man kann dieser neuen innerstädtischen Kultur nicht mehr mit den bankrotten Werten von Gestern kommen, denn ihr Pioniergeist hat sich bereits weiterentwickelt.

Mitunter versteht man sie, denn für viele von ihnen sind Wahlen zu Parlamenten Wege der Abstimmung für Jene die sie in ihre Lage trieben.

Das wiederum ist ein innerstädtisches Dilemma fast für alle Parteien, was in Berlin Kreuzberg sich vor Jahren abzeichnete als im Schicki Micki Viertel um die Bergmannstrasse die FDP überflüssig wurde.

Fälschlicherweise meinten einige Sozialdemokraten aus der Scherbergartengilde von Gestern, hier habe sich das neue Kapital eingenistet.

Eine Aussage die nur zum Teil richtig ist, denn wenn sie richtig wäre würde die CDU hier Wahlsiege einfahren, macht sie aber nicht- hier sind mitunter die Linken stärker als die Konservativen.

Eine Vielzahl von diesen neuen Bürgern hat durchaus eine andere Meinung von innerstädtischem Wohnen und vom Begriff der Werte, das wiederum mobilisiert.

Wobei im Schnitt das Monatseinkommen hier durchaus gedeckelt ist, man ist sich seiner finanziellen Situation durchaus bewusst.

Hier ist das Prekariat selbstbewusst geworden und dieses neue Selbstbewusstsein hatten die Parteien nicht einkalkuliert.

Damit entstand eine informierte, gebildete und mobile Zivilgesellschaft die den Mandatsträgern im wahrsten Sinne von dannen lief.

Bisher ist es nur vage den Parteien aufgefallen, dass mancher Methusalem in ihren Reihen mehr anschreckende Wirkung erzeugt als die erhoffte Zustimmung.

Es ist nun einmal so, wo das neue Prekariat mehr als 60% der Bevölkerung ausmacht, sinkt die Wahlbeteiligung auf fast 60%.

Mehr als die Hälfte von diesen jungen und aktiven Bürgern geht nicht mehr zur Wahl.

Die FDP wurde hier bereits öffentlich ausgeschlachtet, das könnte den anderen Parteien auch passieren.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 07. September 2014 um 03:15 Uhr  

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