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Wo uns der Schuh drückt

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Wo uns der Schuh drückt!

Die alten Hörer von RIAS Berlin werden sich an den Titel dieser Sendung erinnern, die stets am Freitag zum frühen Abend über den Sender lief.

Die Stimme des Regierenden Bürgermeisters Klaus Schütz erreichte den Bürger und dabei nahm er kein Blatt vor seinen Mund.

Uns drückt heute der Schuh ähnlich, denn wir erleben die gleichen Probleme.

Diesmal geht es um die Vielzahl von „Selbstzufriedenen“ in unserer Gesellschaft, die weder mutig noch kritisch sind.

Diese Gruppe der „Selbstzufriedenen“ hat sich unerwartet vergrößert und bezeichnet die gesellschaftlichen Kritiker bereits als Nörgler.

Aus einigen Selbstzufriedenen werden nun einmal Selbstdarsteller und verfolgen nur ein Ziel. Ihr Ziel lautet: Karriere um jeden Fall.

Dabei wirken sie zwar nicht überzeugend sondern wollen überzeugen, sie sind überzeugt von ihrer Handlungsweise, denn die dient nur ihnen und damit ist der Humanismus zum Abschuss freigegeben.

Wer es wagt den Humanismus zu verteidigen wird in die Schmuddel Ecke der Gesellschaft geworfen, der aufbegehrt findet kaum Freunde, wer befreundet sich mit einem Verlierer?

Etliche der Selbstzufriedenen finden Diskussionen wie Brettspiele, wo sie als Sieger bereits feststehen. Stellen wir uns die Frage, was führt die Selbstzufriedenen in die Politik?

Das ist die entscheidende Frage, denn mittels der Antwort lässt sich die politische Lähmung in unserer Republik erklären.

Zunächst möchten die Selbstzufriedenen etwas ausstrahlen, was man die innere Ruhe nennt und das ist wiederum zunächst positiv.

Mittels dieser Art von einer positiven Ausstrahlung will man nicht nur Versammlungen justieren sondern im Keim bereits den Kritikern begegnen, der wiederum berechtigt unzufrieden ist.

Der unzufriedene Zeitgenosse möchte nicht nur auf etwas aufmerksam machen, sondern auch etwas verändern.

Darin sehen bereits viele eine Gefahr, zunächst innerhalb ihrer Karriere.

Der Wille zur einer gesellschaftlichen Veränderung hin zur sozialen Verantwortung gegenüber Jedermann, ist eigentlich der Indikator.

Da sollte uns also der Schuh drücken, denn wenn die sog. karrieregeilen die Kritik nicht ernstnehmen droht die gesellschaftliche Isolierung.

Man glaubt ihnen nicht, man bezweifelt ihren Willen und kann manchen nicht mehr gedanklich folgen.

Wer einem gewählten Mandatsträger nicht mehr in seinen Handlungen gedanklich folgen kann, wird ihn auch nie wieder wählen.

Ist das eigentlich den „Selbstzufriedenen“ bewusst oder verdrängen sie auch das? Hat man es mit dem politischen Verdrängungsprozess zu tun, dann weiß man „Zeit heilt Wunden“ aber die Narben bleiben.

Wer allerdings auf den Verdrängungsprozess in der Gesellschaft setzt, widerspricht der Bereitschaft zur Korrektur.

Korrektur an der Sache zu üben ist das politische Primat, das ist nicht immer ein Eingeständnis sondern überwiegend eine Weiterentwicklung.

Der gesellschaftlichen Weiterentwicklung Rechnung tragen, ist eigentlich die Selbstverpflichtung im funktionierenden Parlamentarismus.

Da drückt uns allerdings wiederum der Schuh, denn der funktionierende Parlamentarismus sollte ein durchaus lebhafter sein, die parlamentarische Demokratie zeichnet sich stets aus durch die Debatte.

Eine Debatte zeichnet sich durch die Diskussion aus und dabei müssen Meinungen zur Diskussion stehen.

Diskussion und Demokratie gehören nun einmal zusammen und erst danach folgen Abstimmungen.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 24. Oktober 2014 um 03:14 Uhr  

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