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Michael Blumenthal

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Am 1. September 2014 verabschiedete sich Michael Blumenthal von seinem Museum in Berlin.

Michael Blumenthal war mehr als der Direktor des Jüdischen Museums in der Kreuzberger Lindenstraße, er war es der aus Amerika kam und erst dieses Museum zu dem machte, was es jetzt ist.

Der das Jüdische Museum als Anhängsel des Berlin- Museums befreite und aus dem Libeskind Bau das Stück des verlorenen Jüdischen Lebens in Deutschland darstellte.

Unter Michael Blumenthal wurde das Jüdische Museum in der Lindenstraße ein lebendiges und auch ein politisches Museum.

Michael Blumenthal war nämlich immer der Politiker, einer der sich einmischte und der gefragt war, wer den Libeskind Bau besucht hat, kennt die Achsen des jüdischen Lebens in Deutschland.

Michael Blumenthals Leben befand sich auf der Achse der Flucht, er wurde als Sohn eines märkischen Bankers im brandenburgischen Oranienburg geboren.

Sein Geburtshaus steht westlich des Haupteinganges zum Schloss Oranienburg, mittlerweile wurde er zum Ehrenbürger seiner Heimatstadt.

Sein Vater sagte mal zu ihm, „er habe damals stets die SPD gewählt, nur geholfen habe es ihm auch nicht.“

Die Familie Blumenthal gehörte zu den Schanghai- Juden, erst nach dem Krieg kamen sie in die USA, schon damals auf der Fahrt in die USA beschloss Michael Blumenthal in die Politik zu gehen und er wurde Jahre danach der Finanzminister des Präsidenten Jimmy Carter.

Wer einmal Michael Blumenthal erlebte, er weiß was man an ihm schätzen muss.

Es ist zunächst seine Eigenart den Kontakt zu Jedermann zu suchen, da unterscheidet er sich zu all den anderen, die eine oberflächliche Freundlichkeit an den Tag legen.

Im Gegensatz zu denen bleibt Blumenthal bescheiden, das sind jene Tugenden die ihn auszeichnen.

Es geht ihm stets weniger um sich sondern stets mehr um die Sache.

Für mich war er nicht der Mann der anklagte und trauerte sondern der welcher Situationen beschrieb und immer wieder Hoffnung machte auf ein besseres Leben.

Er war es auch, der das Channukka Fest zu einem Bestandteil des Museums machte und dazu den anderen Pol besetzte.

Zeitgleich war die Sonderausstellung der Zwangsarbeiter unter dem Hakenkreuz, dabei öffnete er diese Sonderausstellung über das Leben der Verfolgten.

Hier zeigte er auch erstmals die Privatbriefe der Witwe des 1. Reichspräsidenten Friedrich Ebert, die sie an Hindenburg adressierte.

Die Witwe Friedrich Eberts machte sich Sorgen um das Leben ihrer von den Nazis verhafteten Söhne, die man als Zwangsarbeiter einsetzte.

Michael Blumenthal war das Stück Politik in der Berliner Kultur, sein Nachfolger findet große Schuhe vor.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 26. Oktober 2014 um 03:28 Uhr  

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