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Teil 2 "Der Riss durch die Familie"

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Wenn man über sein Leben schreibt und insbesondere über seine Kindheit sollte man auch etwas über seine Familie schreiben, denn man wurde in die hineingeboren und von seinen Eltern geliebt.

Man erlebte etwas in der frühen Kindheit, was einen Menschen ein Leben lang prägt.

Manches was man als Kind erlebte nimmt man auf und hat es so in Erinnerung, für mich war es sicherlich die Harmonie von Vater und Mutter.

Da gab es aber noch den Großvater, den Vater meines Vaters und den habe ich in etwas anderer Erinnerung.

Mein Großvater war zu seinen Enkeln fürsorglich und unternahm einiges mit uns, trotzdem habe ich ihn in einer kühleren Erinnerung und diese bestätigte mich.

Meine um 4 Jahre ältere Cousine war der andere Enkel, die machte mich nachher zu ihrem kleinen Bruder.

Der kleine Bruder wurde dann irgendwann mal zu dem größeren Bruder, das war zwischen 1968 und 1970 und in dieser Zeit spielte sie wieder eine Rolle in meinem Leben.

Da fragte ich sie, nach dem Riss in der Familie, sie als typisches Kriegskind was in einem Bunker von Bremen das Licht der Welt erblickte wusste mehr.

Auf einer Fahrt in ihrer knallroten Ente sagte sie mir dann mehr:

Meine Großmutter ließ ihr Leben unter einem Bombenangriff im Jan. 45 und sie war eine Frau die unter den Nationalsozialisten Karriere machte.

Im Gegensatz dazu war befand sich mein Großvater, der hasste die Nazis.

Mein eigener Vater verließ Deutschland im Jan. 1933 und ging als Bademeister an die belgische Nordseeküste, erst im Jahre 1936 erreichten ihm die Briefe seiner Mutter, die Olympischen Spiele und es gibt Arbeit, der Großvater wäre da anderer Meinung gewesen.

Zudem habe der wiederum während des Krieges zu seiner Schwägerin ein durchwachsenes Verhältnis gehabt, denn die habe auf ihrem Bauernhof Fremdarbeiter beschäftigt.

Der Großvater habe einige Male gesagt, die muss man besser behandeln.

Da fiel mir ein, meine Mutter sagte mir mal, die Kriegsweihnacht 1944 habe sie nicht mit denen feiern wollen, mein Vater war damals Soldat in Ostpreußen.

Worum es ging, erfuhr ich später, es ging um das Hakenkreuz im Weihnachtsbaum.

Es stellte sich dann immer die Frage, stammen wir aus einer Arbeiterfamilie und wie stand die zu den Nazis?

Für meine Cousine war es sonnenklar, ihr Vater war der Nazi der in der Wirtschaft Karriere machte, bei den Großeltern waren wir unentschlossen, mein Vater soll keiner gewesen- war einer von denen der abhaute.

Dann gab es noch Tante Ilse, die Theologin in der Familie, nun die war in der Breslauer Schule und danach Hilfspfarrerin an der Weser, der Pfarrer kam zurück aus der Kriegsgefangenschaft und sie verlor die Pfarrstelle.

Wir wussten nur sie war nun in der evangl. Akademie beschäftigt, was sie da machte und womit die sich beschäftigen es interessierte im Nachkriegsdeutschland fast niemanden.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 02. November 2014 um 09:36 Uhr  

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