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Lasst euch nicht täuschen

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Die Alternative für Deutschland ist eigentlich die Allianz der Nationalen in Deutschland, die sich wiederum scharrt um führende Köpfe der sog. nationalen Wertkonservativen.

Die wiederum machten bereits ihre politischen Erfahrungen in den Parteien rechts von der gesellschaftlichen Mitte.

Insofern kann man die „ Alternative für Deutschland“ nicht vergleichen mit den aufstrebenden Newcomer welche sich Piraten nannten, die eigentlich sich selber erledigten.

Das werden die erfahrenden Köpfe innerhalb der Alternative für Deutschland ihren Kritikern nicht erfüllen, denn ihr Spektrum ist ein ganz anderes und trifft den Nerv der sog. konservativen Partei, die jene stets umging.

Eigentlich sitzt der Nährboden der nationalen Wertkonservativen viel tiefer und hat seinen Ursprung in den Themen rechts von der CDU/CSU.

Diese nationalen Kräfte gab es eigentlich immer, nur kassierte die meistens die CDU außer jene die sich politisch rechts offen radikalisierten.

Historisch war das die Deutsche Partei, der BHE, Teile der BP und des Zentrums sowie der Wirtschaftsflügel der FDP.

Die Gedanken dieser Bewegungen wurden nicht politisch heimatlos sondern gingen auf in der Union.

In der alten Bundesrepublik war die Lage nicht anders, auch unter dem Übervater Helmut Kohl rumorte es am Rand der Union.

Der starke Ausschlag nach rechts, der eigentlich unter Konrad Adenauer begann setzte sich fort, ein erkennbares Zeichen war der Niedergang der CDU Sozialausschüsse und man lenkte stets vom Thema ab.

Man integrierte wohlweißlich Kräfte und meinte das Spektrum abzudecken, den Fehler allerdings machten alle Parteien.

Noch vor 1968, das Jahr des gesellschaftlichen Aufbruchs wuchs links von der SPD die Gruppe um die DFU heran, die war so stark dass sie an die Parlamentstüren klopfte.

Es gelang der SPD allerdings Themen der DFU zu übernehmen und aus deren Anhängern wurden gute Sozialdemokraten.

Das Jahr 1968 war dem Parlamentarismus zu laut, man konnte nicht kontern und griff überparteilich in die Mottenkiste und damit band man wenige und andere schlugen Wurzeln.

Dabei entwickelte sich auch ein Radikalismus, der auch heute wieder von rechts gefährlich werden kann.

Das ganze Problem schob aber die CDU/CSU in Richtung der SPD und die wiederum klammerte aus, intern und staatskonform mittels des Radikalenerlasses.

Das Problem allerdings blieb, denn eine dauerhafte Lösung konnte das nicht sein und so entstanden eigentlich links von der SPD die ersten Alternativen.

Das Problem mit denen einen Umgang finden hat nun mit den Alternativen von rechts zunächst die CDU/CSU, denn verhältnismäßig kommen recht viele führende Köpfe aus ihrem politischen Spektrum.

Das Spektrum wurde von dieser politischen Allianz die sich Alternative für Deutschland nennt, fast 2 Jahrzehnte weichgekocht, im wiedervereinigten Deutschland war der Trend zu der nationalen Schiene in der alten DDR erkennbar.

Heute weißt man, in ihren Betrachtungen war für einige Historiker die alte SED eine sog. sozialistische aber auch national ausgerichtete Partei, beides war das Fressen für Helmut Kohl.

Er wich auf diese Schiene und gewann Wahlen, eigentlich war es das Zugpferd Ost was seinen Abgesang im Westen ausblendete.

Kurz nach der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten kam Europa, ein Europa der Absatzmärkte und des freien Güterverkehrs und nicht das soziale Europa für die Bürger des Kontinentes.

Es wurde das Europa des Neoliberalismus und das mit allen Konsequenzen bis zur Osterweiterung der EU, der Neoliberalismus wurde kritiklos von den Neokonservativen übernommen und man baute für die Wirtschaft einen Apparat auf fern ab des europäischen Parlamentarismus.

Ideen der Neoliberalen, die wiederum parlamentarisch schwach waren aber über eine relativ starke und funktionierende Lobby verfügten, wurden ohne Diskussion von der CDU/CSU in der Bundesrepublik politisch umgesetzt.

Eigentlich begann der Niedergang des Neoliberalismus mit der Finanzkrise vor mehr als 6 Jahren, der scheinbare Wahlerfolg der FDP im Jahre 2009 basierte auf ein steuerpolitisches Strohfeuer.

Was sich allerdings vollzog war das Zusammenbrechen der gesellschaftlichen Schutzwälle um den Bürger, die opferte man des schlanken Staates wegen.

Der Neoliberalismus wurde das Opfer seiner eigenen Politik, der Euro in seiner jetzigen Form ist das Produkt der europäischen Ökonomie.

Erst die Kurzsichtigkeit der Angela Merkel, die nationalen Kräfte in ihrer Partei nicht an die Kette zu legen und das eigentliche Problem des Euro- Transfers innerparteilich zur Diskussion zu stellen, ermöglichte einer Gruppe die sich durchaus nach rechts radikalisiert ins politische Fahrwasser zu bringen.

Es stellt sich die Frage, nachdem der politische Neoliberalismus seinen Einfluss verliert, welches Spektrum deckt die CDU/CSU nun ab?

Zudem wohin schwenkt die Union mit oder nach Angela Merkel, besetzt man die nationale Schiene oder begreift man die Gefahr von rechts?

In der Tat, früher überholte man die dann rechts, insofern könnte die Regierungsbildung mit der CDU/CSU zu einer durchaus ernsten Gefahr werden, mit Rückwärtsgewandten eine Regierung zu stellen.

Die Gruppe der eigentlich Unzufriedenen die sich in der Alternative für Deutschland zusammengeschlossen haben, bedienen das Spektrum der gesellschaftlich Unzufriedenen und die wiederum kommen überwiegend aus dem nationalen Lager.

Man kann durchaus davon ausgehen, dass diese Partei bis zu 9% der Wähler anspricht, davon kommen bis zu 4% aus dem Lager der Unzufriedenen, die eigentlich politisch uninteressiert sind und nicht erklären können, weshalb sie die AfD wählten.

Ebenso viele kommen über die nationale Schiene und die wiederum aus dem Spektrum der CDU und der Linkspartei, was eigentlich unverständlich ist aber wiederum typisch für die ostdeutsche Provinz.

Das sind Regionen wo die FDP eigentlich gar nicht vorhanden war, aber die NPD mal ihre Hochburgen hatte.

Hier zündelt nun die AfD an der Angst der Bürger und schürt Fremdenhass, man hat förmlich die Parolen der radikalen Rechten übernommen, das sollte der wissen, der meint diese AfD bewegt sich auf der demokratischen nationalen Schiene innerhalb der Ökonomie.

Denen sollte man sagen, täuscht euch mal nicht, vielleicht ist die ökonomisch nationale Schiene nur eine Tarnung und dahinter befindet sich der politische Rückwärtsgang.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 19. September 2014 um 02:45 Uhr  

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