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Militarismus

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'Bedingt abwehrbereit' war ein SPIEGEL- Artikel aus dem Jahre 1962 betitelt, der der damals noch jungen Bundeswehr unterstellte, der Bedrohung aus dem 'Osten' nicht gewachsen zu sein.

 

Verteidigungsminister Franz- Josef Strauss reagierte mit einer Kampagne, die zur Verhaftung Rudolf Augsteins und des Redakteurs Conrad Ahlers führte, was sich zu einem der ersten medienpolitischen Skandale der Bundesrepublik entwickelte, nach Lappalien wie der halbseidenen Nitribitt- Geschichte in den fünfziger Jahren.

'Ein Abgrund an Landesverrat' habe sich da ergeben, lamentierte der Urkanzler der Republik vom rheinischen Rednerpult herab.

Strauss musste später sein Amt abgeben.

Adenauer, nicht willens, Macht zu verlieren, versuchte 1963 vergebens, Bundespräsident zu werden, sein Versuch, das gerade entstandene ZDF zu einer Art Staatsfernsehen zu machen, war ein Fanal des Endes seiner politischen Karriere.

'Bedingt einsatzbereit' ist die Bundeswehr augenscheinlich heute, 2014.

Die Spassvorlagen für die derzeitigen Kabarettistendarsteller, geschenkt.

Was die 'Anstalt' letztens im ZDF zum Thema brachte, war so unterirdisch wie Hallervordens gequetschten Politsketche Ende der neunziger Jahre, und der war immerhin noch als Gesicht identifizierbar, als Didi Meisenkaiser in Slapstickgrandiolen zwerchfellertastbar und zeitweise zum Grölen komisch als Reminiszenz aus den Siebzigern.

In der 'Anstalt' sitzen am Dienstag einige Gestalten im virtuellen 'Schützengraben' herum und sondern Sprüche ab, die satireähnlich runterknüppeln, was selbst Harald Schmidt in seinen schlechtesten Zeiten den Weg in die Betriebsfeste von Baumärkten gewiesen hätte.

Und der zu Recht allseits bisher verehrte Welke sonnt sich gestern – immer schön in Nebensätzlichkeiten relativierend- , in der anscheinend aktuellen Maschineritis der Militarismus'versachlichung'.

Merk(el)t allerdings anscheinend nicht so wirklich, was er da aus dem eigenen Saft heraus verdonnert.

Gulasch'kanone' hier, 'Flintenuschi' dort, die Sprache macht die Musik, 'Heute- Show', aah, ja (Loriot)..

Auf die 'Morgen- und Übermorgenshow' darf man bombig gespannt sein; nach den Gaggranaten und Juxraketen gestern; fehlen nur noch Atombusenaphorismen über Jayne Mansfield....(erklär ich jetzt nicht weiter, selber googlen)...

'Früher' war nicht alles besser, beileibe nicht, bis auf Solidarität, Solidarität und Solidarität und die Tatsache, dass Dieter Hildebrandt selig dem Nuhr gleichen Vornamens verbot, den 'Scheibenwischer' unter selbigen Namen weiterzuführen, in das Nirvana des TTIP's - Analog– Ökonomie- Denkens abzugleiten, der Globalität nach Kassenlage multinationaler Konzerne, ächz, was für ein Satz.

Und das war gut so, Melancholie und Alltag, um 'Monarchie und Alltag', das legendäre Album von 'Fehlfarben' aus Düsseldorf einzubringen.

Hildebrandt fehlt, Priol kommt wieder, demnächst, immerhin.

Und Nuhr in Dauerkur sei Wonne pur.

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 03. Oktober 2014 um 22:13 Uhr  

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