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Teil 14 "Mit Anlauf ins Wirtschaftswunderland"

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Mit Anlauf ins Wirtschaftswunderland, der Grundstein dazu legten zunächst noch vor der Gründung der Bundesrepublik die Amerikaner, denn sie verfügten eine großzügige Amnestie für Wirtschafts- Nazis- dem folgten die Briten und stellten einige Programme zurück.

Bereits vor der Gründung der Bundesrepublik ging die Sozialdemokratie bezogen auf die Wirtschaft in die Opposition, in dieser Rolle fand sie sich dann nach der Gründung der Republik politisch wieder.

Mit der ersten Amnestie für Wirtschafts- Bosse des NS- Regimes verhielten sich manche aus der 2. und 3. Reihe zunächst noch defensiv, sie machten zunächst weiter mit dem was sie vorfanden, knüpften aber an ihre alten Kontakte an und die waren ihnen wichtig für ihre weitere Karriere.

Diese alten Kontakte wurden gepflegt und ganz beiläufig auch genutzt, manche brauchten sich nämlich gegenseitig.

Der eine für ihre weiße Weste und der andere wurde belohnt mit einer neuen Stelle nah am Brotkorb der Verteilung.

Das vollzog sich nicht über Nacht, sondern man fädelte dieses wahrhaftig ein und mitunter dauerte das mehr als 36 Monate.

Bereits im Jahre 1953 waren alle Funktionsspitzen in der Wirtschaft wieder besetzt, das erlebten wir auch.

Unser besagte Onkel kam ab 1951 aus seiner Deckung, bis zu diesem Jahr hatte er regelrechte Kleinarbeit in der Buchhaltung geleistet, strebte aber nun nach Höherem und dabei war ihm die Nachkriegs- Partei der CDU gerade recht.

Bereits im Jahre 1952 hatte er eine neue und gut vergütete Arbeit außerhalb gefunden, bei wem auch immer, des Sonnabendfrüh kam er auf seiner neuen Maico, stand diese Maschine vor dem alten Kontor machten wir immer einen Bogen um das Haus.

Er führte nämlich die moderne Wochenend-Ehe, man kleidete sich anders und unterschied sich von all den anderen.

Irgendwann war er in Düsseldorf und besaß den ersten VW Standard, was er dort suchte war die passende Wohnung und der Anspruch wuchs von Jahr zu Jahr.

Die fand er für sich und seine Familie, unweit von Neuss im Jahre 1958- der Umzug erfolgte Anfang 1959. Fast alle atmeten auf, denn die eigentliche Last aus dem Familienerbe hatte er auf alle anderen gelegt, nur den Nutzen entnahm er.

Wie das wiederum im Detail passierte bemerkten all die anderen kaum, denn bis 1954 oder 1955 war die Mehrheit in Deutschland mehr mit sich selbst beschäftigt als mit der zukünftigen Gestaltung des Lebens.

Man war zwar nicht immer mit dem zufrieden was einem geboten wurde, hatte aber den Vergleich dass es mal wesentlich schlimmer war.

An die Herstellung einer Substanz hatte kaum jemand gedacht, denn im Vergleich zu Anderen ging es einem wiederum gut und das war der Fehler.

Zuletzt aktualisiert am Montag, 15. Dezember 2014 um 03:58 Uhr  

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