Mein Herz schlägt links

Initiative linker SozialdemokratenInnen in der SPD

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Start Neuigkeiten Teil 15 "Mit der DM begann die Kälte"

Teil 15 "Mit der DM begann die Kälte"

E-Mail Drucken PDF

 

 

 

Aus heutiger Sicht lag die Ursache dieser Fehler in der mangelnden Bereitschaft der Einzelnen seine eigene Vergangenheit aufzuarbeiten.

Das Wesen der Menschen war überwiegend von ihren Handlungen geprägt und zudem mussten sie das verarbeiten, was sie erlebt hatten.

Zum Apparat gewann man nicht das Vertrauen sondern stellte Regeln auf um die kommenden Tage zu meistern, wobei sich manche Behörden sich nicht gerade als elegant erwiesen.

In der jungen Bundesrepublik begannen auch Ältere erst die Demokratie zu erlernen und wahrhaftig verstanden einige nicht, weshalb andere eine andere Meinung vertraten.

In einer Epoche wo man den Humanismus erst wieder entdecken musste, zunächst galt es sich heraus zu stellen und dabei traute man einigen wiederum nicht. Kurzum es gab Zeitgenossen die mittels Schwarzmarktgeschäfte reich wurden und sich nach der Währungsreform als redliche Kaufleute darstellten und es galt immer noch Regeln die mehr oder minder aus dem Kaiserreich stammten.

Die DM ist also älter als die Bundesrepublik und in den ersten Jahren der Bundesrepublik fand eine Wechselkurssenkung statt, Auslöser dazu war der britische Pfund, in Folge dessen kam die junge DM wieder an den Wechselkurs zum Dollar auf das Niveau der Weimarer Republik von 4,20 DM.

Das war zwar der Start zu einem längeren wirtschaftlichen Aufschwung, den wiederum Ludwig Erhard für sich nutzte und den Manchester- Liberalismus damit aushebelte, aber in den ersten Jahren verteuerte sich einiges bei stagnierenden Löhnen ganz zu schweigen von den Renten.

Die Periode des Wohlstandes für Alle begann mit einer Teuerungsrate, die wiederum machte sich auch bei uns spürbar, jedoch verbesserte sich bei uns einiges.

Die Verbesserungen waren eine Folge dieser ökonomischen Maßnahmen, mittels der Brennstoffverteuerung war wieder Holz gefragt.

Die hiesigen Forstverwaltungen rodeten Waldbestände, der Verkauf füllte zunächst die Kassen- es war nicht nur Nutzholz sondern das Beiwerk die Raum- und Hohlmeter.

Zudem gab es die Umrechnung, gehörte ein Stück des Waldes einen privaten Eigentümer stieg der Preis, weil die Forstwirtschaft Neuanpflanzungen garantierte.

Zudem beschäftigte man auch Menschen, die profitierten von den geschlagenen Raum- und Hohlmeter. Was bei Laubbäumen meistens das Geäst ist, beim Nadelholz ist das wiederum kaum erwähnenswert. N

ach der ersten Rodung, bekamen wir auch einen Scheck, der sich allerdings in Grenzen hielt- unser Anspruch war ein geringer Teil dessen was der Familie zustand.

Wir hatten wieder ein Badezimmer mit Badeofen und Wanne, ein neues Radio und 2 Öfen genannt Dauerbrenner und zudem wurde im Garten ein Sommerhaus aus Ziegelsteinen errichtet.

Insofern profitierten wir, bemerkten aber sehr schnell unser Brennstoffbedarf riss nicht nur das Loch in die Kasse sondern es gab keinen zu kaufen in der Zeit wo wir ihn brauchten.

Die einzige Möglichkeit war den Anspruch auf die geschlagenen Hohlmeter einzubringen, damit begann ein Behördenwettlauf.

Irgendwann hatten wir es erreicht uns gehörten 1,5 Hohlmeter und die waren eingezäunt sowie markiert.

Da waren wir wieder im Ablauf, zunächst wird das Nutzholz abgefahren, dann die Raummeter und innerhalb von wenigen Tagen die Hohlmeter.

Danach überließ man diese Rodung all jenen die im Besitz eines Holzlesescheines waren.

Das Problem war also jene 1,5 Hohlmeter aus dem Wald mit dem Leiterwagen ins Gartenhaus zu bringen und das im Herbst, wenn die Dunkelheit früh einsetzt.

Diese Aktion zog sich über 3 Tage hin, da lagen die nun ca. 1Meter lang und füllten fast die ganze Veranda aus.

Das war nicht alles, die mussten auf Länge gesägt werden, ca. 25 cm lang pro Stück.

Das wiederum funktioniert nur mittels Sägebock und Baumsäge und dazu benötigt man den 2. Mann.

Kam der hinzu, bekam der wiederum ein Drittel des gesägten Holzes.

Nun lassen sich wiederum manche nicht nur sägen sondern müssen auch noch gespalten werden, das kam etwas später nur da war bereits Frost.

Im Gartenhaus wurde der Ofen beheizt, der kalten Finger wegen und des warmen Tees, Tatsache landete bei uns im Keller im jenen Jahr nur 0,75 Hohlmeter und das reichte wahrhaftig nicht.

Diese Misere erreichte die ältere Schwester meiner Mutter und die lud uns über ein Wochenende ein, nur bemerkten wir ziemlich schnell bei der wiederum war das Haus kälter als bei uns.

Das Haus stand allein und ihr Wohnzimmer war ein Anbau, am Abend bemerkte ich, in meinem Bett lagen in Zeitungspapier eingeschlagene warme Ziegelsteine.

Das werde ich nie vergessen, min. 8 Wochen lang heizten wir symbolisch, nur ein Ofen wurde des Morgens angefeuert und glühte aus, der andere wurde am späten Nachmittag eingelegt.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 29. Januar 2015 um 18:54 Uhr  

Wahlkampf

Erneuerbare Energien

Statistiken

Benutzer : 352
Beiträge : 5721
Weblinks : 145
Seitenaufrufe : 13850683

Verwandte Beiträge