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Teil 21 "Die blockierte Gesellschaft"

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Die sich selbstblockierte Gesellschaft rückte die Nation nach rechts, diese Erkenntnis hatten einige erst im Jahr 1968 erlangt aber die Anzeichen dazu waren bereits Jahre zuvor erkennbar.

Die Nachkriegsgesellschaft blockierte ihr Denken bereits in der Zeit vor der Gründung der Bundesrepublik, denn das allgemeine Reinwaschen kam vor der historischen Aufbereitung, in welcher Familie wurde eigentlich wann und wie über den Verlauf des Nürnberger Kriegsverbrecherprozesses gesprochen?

Wann und durch wen erfuhrt ihr davon und wer zeigte Interesse an diesem Prozess?

Nicht nur das, sondern auch der Parlamentarische Rat in Bonn, der eigentlich in Frankfurt tagen sollte, nahm sich Themen an, die den Alltag der Bürger in jenen Tagen kaum interessierte, man erarbeitete eine vorläufige Verfassung für die Trizonen im zeitlichen Wettlauf gegen jene die in der sowjetischen Besatzungszone gleiches taten.

Beiden lag die Weimarer Verfassung vor und die wiederum entstand aus dem Entwurf der Paulskirche von 1848.

Also beschritt man wahrhaftig kein Neuland, die industrielle Revolution kam erst nach 1848 und konnte also nicht in dem Entwurf stehen.

Mittlerweile vollzog sich aber etwas anderes und das bewirkte die USA und kein deutscher Politiker war daran beteiligt, nämlich die Einführung der DM, damals die der Bank Deutscher Länder, in der Trizone und den Westsektoren Berlins.

Einen Ludwig Erhardt den fragten die Amerikaner nicht, denn es war ihr Kind, die DM und der Marshall- Plan waren Strategien der USA um Europa zu binden.

In Frankreich und Italien gab es zu dieser Zeit starke kommunistische Strömungen, die KP Frankreichs war stärker als jene in Polen und die in Rom wesentlich stärker als jene in Prag.

Die sog. am Boden liegende Nachkriegswirtschaft wurde also direkt von den Amerikanern justiert, der amerikanische Geheimdienst wusste im Jahre 1946/47 viel mehr über die sog. Zerstörungen durch Bombenangriffe als man uns in den Schulen erzählen wollte.

Uns erzählte man von zerstörten Industrieanlagen und wir sahen immer wieder die Bilder in den Wochenschauen, die Trümmerfrauen wurden wöchentlich mehr aber keine Kamera wendete um 180 Grad.

Die Innenstadt von Dortmund war überwiegend zerstört aber wie sahen die Orte um Dortmund 50 km nördlich und östlich aus?

Zudem verglich man die Produktion der Wirtschaft mit falschen Zahlen, man nahm die Vorkriegszahlen, für wie dumm wir verkauft wurden erfährt man an der Bombardierung von Dresden im Feb. 1945.

Bis zu dieser Nacht funktionierte noch Speers Kriegswirtschaftsinfrastruktur also waren die Produktionszahlen von 1943 ganz anders.

Das wussten die Amerikaner genau und darauf setzte man, die Macht der Wirtschaft galt es auszunutzen.

Es waren die Babys des Albert Speer die ihre Kommando Wirtschaft weiter trieben, zuvor schöpften sie Menschen aus dem Vollen das waren Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter und KZ Insassen und nach 1945 wurden das Ostflüchtlinge. Von wegen deutscher Fleiß, 48 Stunden Woche unter gleichem Kommando.

Erinnert euch doch einmal, in eurer Jugendzeit muss es auch in euerm Ort eine Dampfziegelei gegeben haben, dort müssen auch bis 1945 Zwangsarbeiter gearbeitet haben und zu welchem Lohn und zu welchen Bedingungen wohnten und arbeiteten dort Menschen die ihr als Kinder erlebt habt?

Nun kommt noch etwas hinzu, beide Verfassungsentwürfe der aus Bonn und der aus Ostberlin sah noch ein Deutschland und eine Nation, der Kanzler der Alliierten wohnte in Honnef, das sagte kein anderer als der große Kurt Schumacher.

Mit diesem Kanzler der Alliierten rückte der Geist in der jungen Republik nach rechts, denn unter den Nazis ab 1933 waren die eifrigsten die Juristen und Mediziner und genau jene retteten sich in die Bundesrepublik.

Die wollten ihre alten Kumpels nicht am Galgen sehen und damit begann die erste Änderung, man strich die Todesstrafe.

Was folgte war die Westbindung, denn andere westliche Länder hatten Zuwachsraten auch jene die von Deutschland im Krieg nicht nur überfallen sondern auch geplündert wurden, da ging es nach 1952 um den Wehrbeitrag Deutschlands.

7 Jahre nach der Zerstörung Berlins, wollte Adenauer eine Wiederbewaffnung und ein ganz Großer der Nachkriegspolitik trat als Innenminister zurück.

Mit dem Rücktritt von Gustav Heinemann, dem späteren Bundespräsidenten hatte Adenauer seinen Widersacher verloren.

Das mit der Wiederbewaffnung klappte allerdings nicht, denn man war in Paris noch anderer Meinung.

Was allerdings die Welt veränderte war der Korea- Krieg, in diesem Krieg der unter den UN von Amerikanern geführt wurde, benötigten die Vereinigten Staaten all das als Halbzeug was auch die junge Bundesrepublik hatte.

Das Ergebnis war nicht nur der Wirtschaftsboom, den Ludwig Erhardt Wirtschaftswunder nannte, sondern der Export.

Um diesen Export ging es, in den beiden Wirtschaftskonferenzen unter Leitung der USA, während die erste Konferenz stattfand war die junge deutsche Nachkriegsrepublik noch verschuldet.

Erst wo die Staaten verzichteten auf Schulden Deutschlands und importierten lief Deutschlands Kommandowirtschaft auf Hochtouren.

Man profitierte in Westeuropa vom Krieg in Korea, das Beispiel VW kennt eigentlich noch Jeder.

Der KdF Einheitswagen wurde zum Massenkonsumauto, was im Kommando vom Band lief und über Jahre kaum verändert wurde.

Was aber blieb war die Spaltung im Volk, nicht von Ost nach West sondern in der Bezahlung, in der Frühphase des Wirtschaftswunders wurden Hungerlöhne bezahlt.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 22. Februar 2015 um 04:48 Uhr  

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