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Teil 31 "Man nannte es das Wirtschaftswunder"

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Alles was in dieser noch jungen Bundesrepublik noch einigermaßen sozial war wurde innerhalb von wenigen Jahren in die linke Ecke gestellt.

Aus dem vorhandenen gesellschaftlichen sozialen Gewissen machten die Bonner Ultras ihren Erzfeind und den nannten sie Sozialismus.

Es begann mit der Wiederbewaffnungsdebatte und man brandmarkte regelrecht die ersten und aufrichtigen Ostermarschierer.

Der vorläufige Höhepunkt dieser Kampagne, nur Gutes kommt von rechts, war die allgemeine Unterstellung dass die neue politische Formation der DFU kommunistisch unterlaufen sei.

Man hatte sich regelrecht in das Denken der USA eingebettet, man gab sich dem Konsum hin und man arbeitete drauf los.

In der Regel spielte dabei die Kultur keine Bindung mehr, die noch in der Weimarer Republik vorhandene Arbeiterkultur hatten die 12 Jahre unter dem Hakenkreuz buchstäblich aufgefressen.

Kultur wurde somit zum Fraß der Ökonomie, die man dem Volk servierte.

Das wiederum sich zum Geld hinzog, die Industrie welche eigentlich blühte und Impulse der Regierung bekam war die Bauindustrie.

Einerseits war es der Wiederaufbau und zudem startete man ein Neubau- Programm innerhalb des sozialen Wohnungsbaus, man baute nicht nur Wohnraum sondern gestaltete auch eine Infrastruktur.

Was sich niederschlug in der Werbung: „ Sei schlau lern am Bau“.

Am Bau verdiente man Geld und man sah auch was, wo und wie geschah.

Allerdings hatte diese Hochphase der Bauindustrie bereits Selektionen, wer im Lehm- und Ton Abbau arbeitete wurde kaum der Ziegelbäcker.

Wer am Hochbau beschäftigt war konnte das Geld als Fachmann verdienen, doch nicht jeder war der Mauerer bzw. der Stuckateur, die Masse waren die Handlanger.

Man arbeitete noch von Hand, mischte den Mörtel und trug ihn hoch.

Das sah im Tiefbau ebenso aus, wen beschäftigten all die Abrissfirmen, wer schachtete wann und was aus?

Das Ding ging nicht lange gut, denn von 100 Beschäftigten waren gerade mal Viertel gelernte Fachleute, die anderen waren temporäre Geldverdiener.

Mit den ersten Zementmischern zog die Mechanisierung ein, mit den ersten Flaschenzügen brauchte man weniger Handlanger.

Die bundesdeutsche Schwerindustrie an Rhein und Ruhr war von Anfang an nach dem Londoner Beschluss zu einem Exportzweig geworden, min. 65% des dort erzeugten Stahls ging in den Export.

Dafür benötigte man überwiegend die Steinkohle und der Beruf des Bergmanns erschien wiederum in einem anderen Licht.

Die Regierung in Bonn sah darin ihr Überleben, der Bergmann sorgte für die Energie dieser Republik. Allerdings kamen die Formen des Berufsweges bereits auf einen Irrweg, das klassische Modell vom Knappen, über den Schlepper, zum Hauer und dann zum Steiger geriet ins Wanken.

Im Bundesdeutschen Bergbau wurde nach dem Krieg die Kommandowirtschaft des Albert Speer übernommen, man konnte aus dem Vollen schöpfen es kamen monatlich immer mehr Flüchtlinge aus den Bergbauregionen von Oberschlesien ins Ruhrgebiet.

Der Bergbau war eigentlich schon damals das Experimentierfeld der Rationalisierung und Mechanisierung geworden, dabei ging es einerseits um die Fördermenge aber die Abbau- Stollen lagen immer tiefer in der Erde.

Es war eigentlich ein Wettlauf gegen eine besser aufgestellte Konkurrenz, bei heutiger Sicht konnte man den Wettlauf gar nicht gewinnen.

Nur wer sagte wem die Wahrheit?

Tatsache ist nun einmal, aus Berlin gingen alle Konzernzentralen innerhalb von kurzer Zeit weg, was heute München und teilweise Nürnberg/Erlangen ausmacht war der Transfer der Wirtschaft aus Berlin.

Der westdeutsche Maschinenbau der war längst noch nicht so weit, Teile des Maschinenbaus der heute im Süden der Republik beheimatet ist stammt eigentlich aus Sachsen.

Das gilt auch für die Auto- Union in Ingolstadt, die eigentlich nach dem Krieg noch zwischenzeitlich in Düsseldorf ansässig war.

Die ersten neuen Maschinen in der Schwerindustrie waren made in USA und wurden mit den Exportartikeln bezahlt, made in USA war modern und sicherte den Vorsprung gegenüber anderen klassischen Anbietern in Europa.

Der deutsche Maschinenbau zur damaligen Zeit lag in den Kinderschuhen und formierte sich gerade neu, er war allerdings kaum so zerstört wie Teile der Schwerindustrie, doch produzierte man zunächst Klein- mechanische Anlagen bzw. Artikel.

Das ist vergleichbar mit der Automobilindustrie, der Renner war der Kleintransporter mit den 3 Rädern aus Bremen und Hamburg, die ersten Nachkriegspersonenwagen waren Fortbewegungsmittel in der Größe eines 1/3 Autos der Vorkriegszeit.

Das gilt allerdings nicht für Ford bzw. Opel, da galten der amerikanische Geist und eine andere Bauart.

Das ganz Problem war Wolfsburg und diese Region um Fallersleben, die Wiederbelebung des KdF Wagens, nur den und nur den, der dann lief und lief.

Allerdings war man noch nicht soweit, was man hatte in Westdeutschland war eine enorme Anzahl von arbeitslosen Ingenieuren, die zuvor in der Rüstungsindustrie beschäftigt waren.

Die durchaus rationalisieren konnten und das System REFA beherrschten, die wiederum vergleichbar sich billig verkauften und neue Wirkungsfelder mit ihren alten Ansichten suchten, insofern wurde die Bandmontage des Käfers zur Wiedergeburt eines rationalen Funktionsautos. Über die Einkommensverhältnisse, über die soziale Schere und über den Warenkorb sollten wir uns in späteren Artikeln beschäftigen.

Nur soviel am Rande, die Ernährung der Bevölkerung in der Republik erfolgte überwiegend durch die heimische Landwirtschaft und die wiederum funktionierte unter dem NS Kommando bis Anfang 1945, Teile davon glaubten bis März 45 noch an den Endsieg.

Die machten in den Westzonen unserer Republik auch weiter, wie viele Flüchtlinge quartierte man ab Mitte 1945 bei den Bauern ein, wie lebten die Flüchtlinge dort und welche Arbeit mussten sie verrichten um leben zu können?

Das war so min. bis 1953 und in manchen Teilen unserer Republik gingen die noch mit ihren Familien bis 1960 in die Weinberge.

Das war Knochenarbeit am Hang, dazu stand denen diese Vielzahl von Arbeitssuchenden zur Verfügu

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 24. März 2015 um 03:12 Uhr  

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