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Teil 53 "Der Menschlichkeit eine Chance geben"

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Mitunter geht es im Leben auch anders und das nennt sich der Menschlichkeit einen Mehrwert geben.

Das ist etwas was heute viele gar nicht kennen und etliche weigern sich auch diesen Weg zu beschreiten.

Man steht immer vor einer Schwelle, hin zu mehr Menschlichkeit und in meinem Leben war es ebenso.

Nachdem ich Ypern und dem was daraus folgte verkraftet hatte, wäre Selbstmitleid ein schlechter Partner gewesen.

Ich musste mich konzentrieren auf das verbliebene Hauptfach, noch bevor ich zum Pendler für fast 2 Semester wurde musste ich einiges organisieren.

Ich stelle meine Schuhe für einige Zeit wieder bei Vater unter das Bett, da muss ich wohl etwas zu viel erzählt haben.

Wie das so ist und unverhoffte Wirkungen hat, Vaters Kollege und die Tochter und das Abi im kommenden Jahr usw., die habe noch nie eine Uni in Betrieb gesehen.

Dem konnte ich abhelfen, ich musste an einem Samstagnachmittag zu einem Empfang kurz hinter Bonn und beabsichtigte sowieso die Studentenbude aufzusuchen.

Den Plan machte ich allerdings ohne die Wirkung , wir kamen sogar zeitig am Samstagmorgen an und dann lief alles aus dem Ruder. Meine Behausung hatte meine Cousine kurzzeitig sozialisiert und zwar die komplette.

Da wohnte zwar ab und an mal einer, der die zweifach höhere Miete zahlte doch nur 3 Tage in der Woche anwesend war.

Ich erlebte den eigentlich recht selten und wenn dann schlief er fast bis mittags, für mich war das der Schläfer.

Die Sozialisierung betraf nun alles, überall lagen Fotos und Pamphlete, Ablaufpläne und Skizzen und mittendrin jene junge Frau, die immer noch meinte ich sei ihr kleinerer Bruder. Das war der erste Teil, der zweite Teil betraf mich, ich hatte die Regeln des Plenums gebrochen.

Am Heiligtum mich versündigt, eine Freundin von auswärts mitgebracht, da stand ich nun.

Das die nun da wäre sei gut und einen Betrieb von innen kennenlernen wäre noch besser, sie bräuchte sowieso Hilfe und ich müsste mich von dannen machen.

Das wollte ich wahrhaftig, nur wollte ich am Abend wiederkommen, das wurde nichts.

Lautstark wurde mir erklärt, des Nachmittags sei ich auf einem Empfang wo der Ort nur 25 km von der Wohnung ihrer Mutter entfernt liege und ihre Mutter die Schwester meines Vaters sei und demzufolge meine Tante.

Mehr als 10 Jahre hätte die ihren Neffen nicht gesehen und jetzt würde ich endlich den Anzug tragen also machte ich mich von dannen.

Der Empfang lief für mich besser als erwartet, zwar war ich nicht derjenige welcher aber einige sprachen mich konkret an zu den Fotos und das gab mir Mut.

Ich sah das allerdings als Pflicht an, die Kür sollte noch folgen.

Sie folgte und ich fuhr durch eine verdammt noble Gegend, bis ich die Straße und das Haus fand, natürlich keinen Namen sondern nur die Anfangsbuchstaben an den Klingeln.

Passte dachte ich mir, diese Familie ist so unterschiedlich dass sie alle voneinander weglaufen und nur das Geld hält sie zusammen.

Ich erlebte also die Schwester meines Vaters, die so anders war und stellte trotzdem familiäre Züge fest, denn sie entschuldigte sich stets bei mir.

Man hätte sie förmlich überrumpelt mit meinem Besuch, dann kam ihre Bitte, sie ins Theater zu begleiten.

Bonn das war für mich ein Dorf und das Stück auch wenn Gustav Knuth mitspielte mehr für die hiesige Feuerwehr als für mich.

Danach ging man zu Tisch und ich sah zum ersten Mal wie man mit der Karte bezahlte.

Das war sie nun meine Tante, die Schwester meines Vaters – die Frau eines ehem. Nazis der eine Karriere in der Wirtschaft machte und im Nachkriegswirtschaftswunder angekommen war, sie war längst von dem geschieden und hatte 2 Kinder, den Kommunisten über den sie nicht mit mir sprach und Eva- Maria.

Sie sprach nicht viel aber trotzdem entdeckte ich mitunter Ähnlichkeiten zu meinem Vater, der eigentlich ganz anders war.

Das Ding hatte ich mir selbst eingebrockt, wie der Steuermann auf der Brücke der den Eisberg nicht sieht.

Nach Mitternacht waren wir erst wieder daheim, daheim ist gut- war nun meines auch- dort wo sonst Eva Maria schlief war mein Bett überzogen.

Tolle Sache dachte ich, die sind nun im Jazzkeller und ich hier, wenn die hier war findet man noch Portwein und Zigarettenschachteln wo noch welche drin sind, mein Gefühl täuschte mich nicht.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 12. Juli 2015 um 03:09 Uhr  

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