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Die Würde des Menschen ist unantastbar

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Wir hatten vor einigen Jahren auf dieser Homepage mal einige Artikel über den neuen Nationalismus in Osteuropa, ebenso hatten wir jene Artikelserie über die Phasen der beginnenden Globalisierung nach dem Zerfall der alten Mächte im Jahr 1918.

In einigen von diesen Artikeln bezogen wir Stellung über neue Ungerechtigkeiten und den Auswüchsen dieses Nationalismus.

Diese Art eines neuen Nationalismus klammert fast alles aus, was nicht national ist und erzeugt damit Spannungen in einer Region.

Die globalisierte Welt reagiert auf Spannungen, erzeugt nicht die erforderlichen Antipole sondern man versucht Einfluss zu gewinnen. Damals sprachen wir bereits von Flüchtlingen, allerdings sollten wir diesen Begriff einmal untermauern, denn es sind Menschen auf der Flucht vor einer Gefahr.

Die größte Gefahr von Menschen auf der Flucht geht von Menschen aus und das ist etwas was bei uns immer noch nicht den Stellenwert hat.

Im Vergleich ist es nämlich immer noch ein Bruchteil der Menschen die vor Naturgewalten flüchten, der Großteil flüchtet um sein Leben vor kriegerischen Auseinandersetzungen und vor Willkür.

Die kriegerischen Auseinandersetzungen sind in der letzten Zeit keine Kriege mehr zwischen Staaten sondern zwischen Interessengruppen geworden. Staaten die zuvor demokratisch labil geführt wurden, wo die Korruption und die Versklavung eine gesellschaftliche Schwelle überschritten hat und eigentlich der sog. Elite dient.

Versklavung beginnt mit Ausbeutung, beginnt damit internationale Regeln außer Kraft zu setzen und die Interessen von Einzeln über die Interessen des Volkes zu setzen.

In einem korrupten Staatsgebilde wird das eigene Volk heimatlos, etwas was mit dem Verlust an Würde und Anstand zu tun hat.

Die Würde des Menschen ist eine internationale Verpflichtung und genau dort beginnen auch wir negativ uns einzubringen.

Wollen wir einen fairen Handel unter der Kontrolle von Transparenz oder sind wir auf der Jagd nach Billigartikel?

Wir sollten uns fragen, wie woanders Billigartikel unter menschenunwürdigen Verhältnissen erzeugt werden.

Dann wissen wir, jenes was wir eigentlich wissen müssten, denn Afrikas Armut ist die Folge unseres Reichtums.

Wir sollten wissen, dass Sanktionen welcher Art auch immer zeitverschoben die Menschen treffen. Wir müssen immer noch wissen, wieviel Waffen wir exportieren.

Waffen aus unseren Fabriken die andere Menschen töten können, es gibt keine gerechten Waffen und auch keine gerechten Kriege.

Waffen in Regionen mit labilen Demokratien geraten in die Hände von brutalen Machthabern, die sie nicht nur gegen das eigene Volk einsetzen, sondern sich untereinander bewaffnen um ihre ökonomischen Interessen durchzusetzen.

Das ist die eine Seite jener Medaille mit dem wir unseren Wohlstand sichern wollen, nur haben Kriege der modernen Art temporäre Verbündete, die sich irgendwann entfremden werden.

Damit beginnen Kriege, die eigentlich so nicht geplant waren, denn es kommen Fanatiker ins Spiel.

Fanatiker welcher Art auch immer unterhalten sich eine Soldateska, die vor nichts zurück schreckt.

Schlimm genug, wenn man erfährt welchen Zulauf sich bekommen und woher sie kamen, mitunter kommen sie aus unserer Mitte.

Wir müssen mit der Erkenntnis leben, unsere soziale Mitte ist nicht die demokratische Mitte in unserer Gesellschaft.

Der Krieg wird für Fanatiker zum Abenteuer, damit wird das Töten von Menschen zum Ziel.

Etwas was unverständlich ist, die Horde unterscheidet nämlich nicht unter Soldaten und unbeteiligten Zivilisten.

Man setzt Regeln des Landkrieges außer Kraft und nimmt Menschen als Geiseln.

Wohl dem der fliehen kann, nur wohin soll der fliehen- wer nimmt sich Menschen auf der Flucht an?

In wieviel Staaten fliehen Menschen vor der eigenen Regierungsarmee und welche Gewalt üben die sog. Befreier aus?

Es gibt in etlichen Staaten auf der Welt mehr Binnenflüchtlinge als jene die über die Staatsgrenzen es schafften.

Jede Flucht ist die Aufgabe der Heimat, leider ist dieser Begriff in unseren Breiten ein recht abgedroschener Begriff der Ewiggestrigen.

Heimat bedeutet aber mehr, bedeutet den inneren Zusammenhang in Städten und Dörfer, der Verlust von Heimat bedeutet insbesondere einen sozialen Verlust.

Sie haben also sozial vieles verloren, sie wurden dem Stück ihrer Sicherheit beraubt und werden auf mancher Flucht noch von plündernden Banden überfallen.

Wer schützt Korridore die Flüchtlinge nutzen könnten und wer bietet ihnen Sicherheit, wer beherrscht wen in einem Lager?

Das Leben in einem Flüchtlingslager ist der tägliche Kampf um das Überleben von Heimatlosen.

Da dürfen wir uns nicht wundern, dass auch diese Menschen weiter möchten.

Wie bereit sind wir jenen armen Menschen zu helfen, wie bereit sind wir umzudenken?

Flüchtlinge wollen nicht um Almosen betteln, sie haben das menschliche Bedürfnis sich in Sicherheit zu entwickeln.

Erst wenn wir ihnen diese Sicherheit garantieren, können sie beginnen ihre Erlebnisse zu vergessen, bedroht man Flüchtlinge werden sie ihre schrecklichen Erlebnisse nie vergessen.

Der erste Schritt ist, Flüchtlinge willkommen zu heißen, ihnen das Gefühl von Menschlichkeit zu vermitteln.

Das funktioniert nur im Kleinen und in unseren Regionen, nur in manchen Regionen bereitete man sich gar nicht darauf vor.

Das ist eine Art jener brutalen Politik der rechtskonservativen Kräfte in unserem Land.

Wann lernen diese Kräfte Flüchtlinge zu integrieren anstatt zu selektieren, warum bewegen sich unsere Behörden so träge, wenn es um Asylanträge geht?

Wenn der Formalismus vor der Menschlichkeit kommt, werden eigentlich längst vergessene Rituale wieder salonfähig gemacht.

Mittels des Formalismus schotten sich wiederum einige ab und entwickeln auch bei uns eine vor Jahren noch undenkbare Art des neuen Nationalismus.

Diese in Dresden sichtbar gewordene neue Art des Nationalismus ist auf der Suche nach dem Feindbild und dabei nimmt man keine Rücksicht auf die Schwachen in unserer Gesellschaft.

Flüchtlinge zählen nun einmal zu den Schwachen in unserer Gesellschaft, die eigentlich unseren Schutz bedürfen.

In unserem Grundgesetz steht „ die Würde des Menschen ist unantastbar“.

Jene welche die christlichen Werte des Abendlandes verteidigen wollen, sollten doch zuvor das Buch der Bücher lesen unter Christen ist das die Bibel.

Im Neuen Testament der Bibel steht das Gleichnis des Barmherzigen Samariters, das ist der Wert der Christen und der Glaube daran stärkt uns doch in unserer Gemeinschaft.

Würde uns darauf beziehen, sollten wir uns den Menschen in Not annehmen.

Not macht nämlich nicht vor der Hautfarbe und vor der Religion halt, Not müssen wir gemeinsam meistern.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 26. Dezember 2014 um 03:09 Uhr  

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