Mein Herz schlägt links

Initiative linker SozialdemokratenInnen in der SPD

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Start Neuigkeiten Gesellschaftskritik

Gesellschaftskritik

E-Mail Drucken PDF

 

 

 

Da haben wir sie nun.

Die Jugend, die unsere Schulen und Universitäten (in unser aller Auftrag?) heran gezogen haben.

Jung, dynamisch, erfolglos, weil sie (dank PISA wissen wir darüber Bescheid!) kaum lesen und schreiben, nicht rechnen und schon garnicht still sitzen, oder problemorientiert arbeiten kann!

Eine Generation Ritalin, die von frühester Jugend, ja Kindheitsbeinen an, darauf dressiert ist, der chemischen Industrie ihr Vertrauen zu schenken und sich den Wonnen therapeutsch verordneter chemischer Kastration des Geistes hinzugeben.

Eine Jugend, die zwar problemlos 10 oder 15 Markennamen, sogenannte Labels, nennen kann, die auf ihren In-Klamotten zu finden sind, die sie unbedingt benötigen, um unter ihresgleichen gesellschaftlich akzeptiert zu werden, aber sicher nicht die Namen der letzten drei Bundeskanzler.

Wenigstens steig der Grad der Akademisierung im gleichen Mass, wie der Grad akademischer Unfähigkeit.

Oder gibt es einen anderen Grund dafür, dass man nicht nur die laut beklagten fehlenden Facharbeiter nur allzu gern aus dem nahen und fernen Ausland impotieren möchte, sondern am Besten auch gleich deren akademische Eliten in erquicklicher Zahl, als würden die zur Entwicklung ihrer Heimatländer nicht gebraucht?

Denkt man betriebswirtschaftlich, ist es schon sehr verlockend, Fachkräfte und Akademiker im Ausland ausbilden zu lassen (auf Kosten ihrer Heimatländer) und dann zu importieren.

Mit der Aussicht auf geringfügig höhere Einkommen! Aber menschlich ist es nicht!

Es ist nicht die Menschlichkeit, die danach strebt, Menschen aus fremden, fernen Ländern, zu uns zu holen, oder kommen zu lassen, sondern die Gier nach Profit!

Solange es darum geht, der Wirtschaft den Zugang zu Humankapital zu gewährleisten, geht es niemals um Menschlichkeit. Menschlich wäre es, Flüchtlinge vor dem Tode zu bewahren, wenn sie in Not sind und aus politischen, rassischen, religiösen Gründen aus ihrer Heimat fliehen müssen.

Wenn sie vor Krieg, Gewalt und Hunger, Not und Elend flüchten (als seien das keine Gründe zur Flucht).

Hier ist nur gern gesehen, wer der Wirtschaft nutzt.

Und das sind nicht die Hungerleider, die ihr bisschen Hab und Gut verkaufen müssen, um sich von Schleusern unter Lebensgefahr in die reichen Länder dieser Welt schmuggeln zu lassen.

Willkommen sind diejenigen, die eigentlich in ihrer Heimat gebraucht würden, weil sie es wären, die die wirtschaftliche Entwicklung voran treiben könnten!

Dafür proletarisiert man hierzulande die Akademiker, indem man sie schlecht bezahlt, befristet einstellt, oder gleich garnicht, so dass sie von den Hörsälen direkt in die Arbeitslosigkeit, oder prekäre Beschäftigung gedrängt werden können!

Es lebe der Kapitalismus, möchte man am liebsten ausrufen, aber die Worte bleiben einem dabei im geschwollenen Halse stecken!

Wer jetzt noch nicht erkannt hat, dass der Kapitalismus das System ist, dass den Menschen am hemmungs- und rücksichtslosesten ausbeutet und bei der Gewinnmaximierung (ohne auch nur mit der sorgfältig gezupften Augenbraue zu zucken) sprichwörtlich und tatsächlich über Leichen geht, dem ist wahrlich nicht mehr zu helfen!

Und doch tanzen nahezu alle Regierungen der westlichen Hemisphäre wie die Narren um´s güldene Kalb des Profits, während sie lauthals dessen Schlechtigkeit beklagen, obschon ihnen klar ist, klar sein muss, dass weder die natürlichen Ressourcen, noch die Rohstoffe, und auch nicht die Profite grenzenlos sind oder ins Unendliche gesteigert werden können!

Aber wer will das schon hören, wenn er ausgerechnet von denen hofoert und bezahlt wird, die er per Gesetz eigentlich reglementieren und deren exorbitante Gewinne er zumindest in Teilen (durch Steuern) vergesellschaften und nach unten umverteilen sollte?

Genau! Keine Sau!

Und deshalb wird sich an unserer Gesellschaft so lange nichts ändern, bis die Menschheit sich um den Zugang zu den letzten Rohstoffen und Ressourcen gegenseitig die Schädel einschlägt und eine kleine, stinkend reiche Elite die Gewinne nach Hause trägt, in ihre Banken!

Dann erst zeigt uns der Kapitalismus sein wahres, hässliches Gesicht und es wird noch viel hässlicher sein, als die Visage unserer KandesbunzlerIn, die man Muddi nennt!

Es wird das Gesicht eines hässlichen Raubtieres sein!

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 04. Februar 2015 um 04:38 Uhr  

Wahlkampf

Erneuerbare Energien

Statistiken

Benutzer : 353
Beiträge : 5695
Weblinks : 145
Seitenaufrufe : 13367656

Verwandte Beiträge