Mein Herz schlägt links

Initiative linker SozialdemokratenInnen in der SPD

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Start Neuigkeiten Teil 84 "Karriereplanung"

Teil 84 "Karriereplanung"

E-Mail Drucken PDF

 

 

 

Kurzfristig machten wir unfreiwillig mit dem Begriff „Karriereplanung“ Bekanntschaft, so schmackhaft wie sich dieser Begriff anhört umso unwirklicher ist er.

Denn allein mit der Verwendung dieses Begriffes in der Vorstellung eines Unternehmens wurde damals und wird heute Schindluder getrieben.

Im Jahre 1971 war die Welt auf dem Arbeitsmarkt wohlweißlich noch etwas anders aber bereits damals gab es die Chancengleichheit nicht.

Das wiederum genau in zweierlei Hinsicht, zunächst und das ist immer noch die Praxis stellt fast jedes Unternehmen auf drei Ebenen ein, wobei Einstellungen in die sog. obere Ebene fast unter der Hand weggehen.

Damit füllt man die mittlere Ebene und macht diese wiederum für eigentlich jene die sich dazu qualifiziert haben zu.

Es drängten von Oben die jeweiligen nach, denen allerdings gelangt es sich mittels einer Profilierung und einem Betriebspraktikum auf sich aufmerksam machten.

Die Frage stellten wir bereits damals, „wie gut für einen Betrieb sind die?“.

Man wusste bereits damals, nur 1/3 von denen die auf die mittlere Ebene kamen – entwickelten sich innerhalb ihres Berufes, ein weiteres Drittel sah diese Stellung nur als einen Durchlauferhitzer an – das sind u.a. jene die innerhalb von kurzer Zeit sich intern versetzen lassen.

Das restliche Drittel überlebt aus wechselseitigen Gründen die ersten 24 Monate nicht.

Schon damals konnte man sagen, die obere Ebene ist die geschlossene Gesellschaft in einem Unternehmen, die mittlere Ebene ist der Tummelplatz für Menschen und Experimente- auf dieser Ebene verbrennen Idee und schmorren Talente.

Auf der unteren Ebene sieht das wiederum ganz anders aus, hier sind zunächst jene die von der Pike auf an in ihre Stellung kamen, hier sind auch jene zu finden an denen andere wiederum nicht vorbeikommen und ihr eröffnet man temporäre Sonderstellungen.

Das war unsere Erkenntnis zu dem Zeitpunkt wo uns andere etwas über eine betriebliche Karriereplanung erzählen wollten, man weigert sich heute nach wie vor Quereinsteigern eine Chance zu geben und selektiert bereits schriftliche Bewerbungen.

Man erfand damals bereits Planstellen, die auf einen bestimmten Bewerber zugeschnitten waren und der wurde es auch, jene 500 die sich darauf beworben hatten schenkten dem Personalbüro nur dankend Arbeit.

Es gab die ersten tragenden Gespräche mit einigen Organisationen während unserer Exkursion zu diesem Thema, wobei der Stellenplan stets die Rolle spielte und die Arbeitsplatzbeschreibung eine fixe Größe sein sollte.

Dabei kam der Gedanke des Nachrückers auf die Tagesordnung, der wiederum allerdings den Betrieb kennen sollte.

Nimmt ein Betrieb seine Personalauswahl ernster, dann lässt jede Neueinstellung auf welcher Ebene auch immer zunächst zeitlich rotieren, d.h. man schleust ihn durch.

Denn es gibt niemals den perfekten Bewerber, schleust man ihn durch Dienststellen auf welcher Ebene auch immer – erkennt er eigentlich mehr und könnte sich im Anschluss entscheiden.

Das bringt natürlich diese starre Ausrichtung mancher Arbeitnehmer durcheinander, doch es würde sich für beide Teile lohnen.

Was wir allerdings nicht wussten welches Gehaltsgefälle es bereits bei den Einstellungen gibt.

Es ist aber nicht nur das, sondern manche Stellung hat gewisse Privilegien.

Die berühmte Frage: Wie reagieren Mitarbeiter wenn ihnen die Privilegien eines Durchlauferhitzers bekannt werden? Mittels der Karriereplanung kommt man nämlich unweigerlich zu den Arbeitsbiografien und diese wiederum sind kaum planbar.

Ein Beispiel lieferte der österreichische Staatskonzern VOEST im Jahre 1971, den ganzen Laden strukturierte man um, dabei war manche Arbeitsbiografie am Ende.

Es stellt sich weiterhin die Frage, welche Chancen hat der freigesetzte Fachmann aus einem Großbetrieb auf dem Arbeitsmarkt und ist er überhaupt gefragt in kleineren Unternehmen?

Was die Gegenfrage herausfordert, ist der Wechsel ratsam von einem Kleinbetrieb in einen Großbetrieb?

Jede Arbeitsbiografie hat nämlich Eigenleben und was wir bisher gar nicht beachteten, waren die getrennten Arbeitsbiografien von Mann und Frau.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 02. Januar 2016 um 03:03 Uhr  

Wahlkampf

Erneuerbare Energien

Statistiken

Benutzer : 336
Beiträge : 5668
Weblinks : 145
Seitenaufrufe : 12896800

Verwandte Beiträge