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Teil 85 "Funktionen gem.des Projekts"

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Bei VOEST in Linz an der Donau erfuhren mehr, denn dieser Betrieb stellte sich seiner Vergangenheit.

In dieser Vergangenheit gab der NS Reichsjägermeister dem neuen Stahlbetrieb an der Donau seinen Namen, in der Unternehmenschronik kann man lesen, wie dieser Betrieb wuchs und wen man als kriegswichtiger Betrieb beschäftigte.

Man beschäftigte innerhalb der Kriegskommandowirtschaft unter anderem eine Vielzahl von Insassen des nahen KZs Mauthausen, wobei der Betrieb nach dem Krieg als Staatskonzern eine ganz andere Rolle spielte.

Bleiben wir zunächst einmal bei der braunen Horde, unter der Regie des Reichsjägermeisters spielte bereits die Rohstoff- Zulieferung für den Standort Linz die entscheidende Rolle.

Ich weiche mal etwas vom Thema ab, denn unter dieser NS Kommandowirtschaft spielte in der Kette Arbeit der Mensch keine Rolle.

Es gab NS Planungen um Kohlen nach Linz zu bekommen, das Kohlegebiet in Oberschlesien anzubinden.

Wahrhaftig hatte man bereits einen Stichkanal in Betrieb genommen um an die Oder zu gelangen, die NS Planung sah einen gigantischen Kanalbau vor.

Das Riesengebirge sollte untertunnelt werden und die Moldau überbrückt werden, die Wasserstraße mündete dann bei Linz in die Donau.

Gut dass dieses Monsterwerk nicht vollendet wurde, in Linz allerdings war im Jahr 1971 die Rohstoffversorgung nach wie vor ein Problem und in dessen Überlegungen spielte der in Bayern gebaute Rhein- Main- Donau- Kanal keine Rolle.

Man dachte hier bereits weiter und unterhielt eine eigene Hochseeflotte, zum Erwerb von Rohstoffen die dann per Eisenbahn das Stahlwerk erreichten.

Das allerdings damals bereits im Umbruch sich befand, in der ersten Diskussion lernten auch wir, dass es durchaus im Interesse eines Betriebes ist wenn dieser sich in einem Jahrzehnt stets neu aufstellt.

In dieser Phase galt das Projekt als der Erfolg, demzufolge setzte man hier, vielleicht auch nur temporär eine Struktur außer Kraft, man ging auf Taylors Funktionsprinzip.

Das Projekt zerfiel also in Einzelprojekte, in denen die Funktionsebenen aufgelöst waren. Etwas was im kleindeutschen Vollzugsgehirnen tabu war, für uns allerdings interessant.

Ein Management zu erleben was sich in den Zeiten des Umbruchs einer ganz anderen Methode bedient um das Projekt zu verwirklichen.

Ein Projekt war die Zerstreuung der Betriebsstätten zu ordnen, für Linzer Leser ist das Realität, zwischen den Betriebssiedlungen und den Werksteilen fuhr der Postbus und der nahm unterwegs auch Fahrgäste auf.

Dies war der erste Erfolg der Methode Taylor, Entscheidungen auf das Projekt zu beziehen.

Natürlich setzen sich Projekte welcher Art auch immer in gewissen Stationen personell unterschiedlich zusammen, womit die Stellung des reinen Sachbearbeiters entfällt.

Wie tiefer wir uns damit vertraut machten, sahen wir eine Chance für den Mitarbeiter, sahen wir die Chance für eigentlich chancenlose und erkannten auch die Rotation.

Das bringt natürlich einiges vom herkömmlichen Denken durcheinander, ob das nun die Denkweise der Zukunft sein wird- und welche Voraussetzungen der Mitarbeiter dazu haben sollte, das wurde ein ganz heikles Thema

Zuletzt aktualisiert am Montag, 04. Januar 2016 um 03:34 Uhr  

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