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Start Neuigkeiten Teil 87 "Was man braucht sind reiche Eltern"

Teil 87 "Was man braucht sind reiche Eltern"

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Beschäftigen wir uns einmal mit dem Wandel in den jeweiligen Arbeitsbiografien, bisher war der Wandel geprägt von äußeren Einflüssen.

Der Wechsel eines abhängig Beschäftigten Arbeiters brachte nicht immer eine soziale Steigerung mit sich, die gesellschaftliche Anerkennung war immer noch bezogen auf die berufliche Stellung und somit lagen auch im Jahr 1972 noch immer Klassenunterschiede vor.

Was am Horizont sich abzeichnete waren die projektbezogen und temporären Tätigkeiten, die zu nächst besser bezahlt wurden und man kam am Arbeitsplatz mit Menschen aus unterschiedlichen sozialen Schichten ins Gespräch, der Nachteil war allerdings ein solcher Arbeitsplatz war nicht konstant.

Bereits Mitte der 60. Jahre entstand unterschwellig in unserer Republik eine Bildungsoffensive, auf die allerdings die Kultusminister der Länder viel zu spät reagierten.

In manchen Köpfen der Meinungsmacher gab es immer noch die Drittelung innerhalb der Bildung, man begann eine Lehre zum Beruf mit 15 Jahren und damit legte man Schüler fest.

Noch bis 1969 kämpfte man in einigen Bundesländern um die 10 klassige Volksschule, Tatsache war aber und dieser Trend verstärkte sich, dass bis zu 60% dieser Auszubildenden nach 6 Jahren Tätigkeiten aufnahmen, die kaum noch ihrer Berufsbildung entsprachen.

Ebenso kam die Weiterbildung ins Spiel, diese Schleuse öffnete sich für einige nach dem Wehrdienst.

Sagen wir es anders herum, wir lernten im Jahr 1972 junge Menschen kennen und schätzen, die sich entschlossen hatten mehr aus sich zu machen.

Interessant war innerhalb dieser Gruppe kam die Bildung vor dem Verdienst, etwas was fast 10 Jahre zuvor ganz anders aussah.

Erinnern wir uns an den Artikel „ol man River“ , zuvor sprach ich bereits von dem Selektieren innerhalb der Schule.

Wo blieben eigentlich all diese Schüler die nach der 10. Klasse abbrachen? Genau die verdrängten jene vom Lehrstellenmarkt, die es nicht bis zur 10. Klasse schafften.

Andererseits muss man wissen, bis 1968 gingen von einem Jahrgang allerhöchsten 18% in die 13. Klasse, nimmt man diese Zahl 18 als Ganzes so kann man durchaus ein Drittel davon abziehen, jene die nicht durch die Reifeprüfung gingen.

Erinnert euch an den Artikel, wo ich die damalige Schulfreundin dazu ermunterte durch die Prüfung zu gehen.

Mittlerweile wurde mir das Ganze verständlich, verlässt man den konstanten Weg führt der weitere Weg aus dem sicheren Hafen ins mitunter Ungewisse.

Man investiert in eine gewisse Art von Bildung von der man den materiellen Rücklauf noch nicht erkennt und welche Eltern wagten das? Sagen wir dazu folgendes, manche Studenten waren bereits schon Eltern, da lag manches voller Spannungen.

Mit Spannungen musste ich allerdings bereits auch leben, denn mein sog. Bildungsdarlehen war bald ausgeschöpft, sparsam waren wir immer, denn das musste man sein.

Um das allerdings zu verstehen, muss man sich mit den Finanzierungslöchern beschäftigen, man benötigte die externe Gegenfinanzierung zur Brückenbildung.

Die Frage steht bei jedem im Raum, wie kommt man über die nächste Brücke ohne den Darlehensbetrag zu erhöhen?

Das interessiert all jene nicht die reiche Eltern haben, aber für allen anderen tun sich vor diesen Brücken Abgründe auf. Wer will mit Schulden sein Studium beenden und vergeblich sich um einen guten Arbeitsplatz bewerben?

Eigentlich geht man über Brücken und versucht sich einzuschleusen und genau das verdichtet sich im 2. Teil des Hauptstudiums.

Allerdings gibt es in dieser Phase auch wieder Jene, die hier plötzlich und unerwartet ihre Lücken erkennen, in Form von fehlenden Leistungsnachweisen, das wird dann zum Abenteuer.

Ich wusste, über eine Brücke musste ich gehen, mich mehr einbringen und den Focus auf die Leistung beziehen, mein Ziel war es in ein laufendes Projekt zu kommen und das mitten ins Herz, in diese Phase wo die sog. Glocke nach oben max. ausschlägt.

Das funktioniert nur über Partner und ist nicht immer kostenneutral. Für mich stand der Entschluss fest, denn alle Welt redete über Projekte aber niemand von denen arbeitete mit an einem Projekt.

„Ausschleusen“ kam einer Beurlaubung gleich, solche Entscheidungen nimmt einem keiner ab, man muss also von sich dazu überzeugt sein-denn sonst überzeugt man nicht Andere.

Da kam die nächste Frage, was folgt danach- sicherlich nicht der Wiedereinstieg sondern der Aufbau und der wiederum hieß in eine Ablaufplanung kommen.

Das ist eine Rechnung mit ungewissem Ausgang, denn wo ist man willkommen und wie wird man eingebaut?

In einer solchen Situation sollte man sich nach der Alternative fragen, für mich sah ich aber keine. Um ans Ziel zu kommen, war das der Weg- wo ich andererseits wiederum hörte der Weg führt zum klassischen technischen Redakteur.

Na wenigstens das beschrieb man mir, nun wusste ich wo das darauf auslief, was ich damals noch nicht wusste- dazu die letzten Semester funktionieren nur in Berlin.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 13. Januar 2016 um 03:29 Uhr  

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