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Wer sein Leben zur Treibjagd macht

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Wenn das eigene Leben zur Treibjagd wird, dann ist es zu spät zur inneren Einkehr.

Dieses System der Vollkommenheit duldet keine Schwächlinge, doch der Mensch ist durchaus schwach.

Im System der Vollkommenheit empfinden manche Krankheiten als ein Laster was sich auf ihre Karriere negativ auswirken kann.

Unsere Gesellschaft kennt nur den dynamischen und flotten Gestalter, unsere Systeme produzieren Erfolgsmenschen. Ein Teil dieses Systems sind die Einstellungstests, wer bereits durch diese erfolgreich kommt meint der Auserwählte zu sein.

Hier sollte beides korrigiert werden, die Dämlichkeiten dieser langwierigen Tests und das Gefühl jetzt der Mensch der unbegrenzten Möglichkeiten zu sein.

Die Suche nach dem idealen Mitarbeiter ist vergeblich, denn jeder der einen Test erfolgreich bestanden hat- verhält sich danach anders.

Es geht in der ersten Linie um das Profil des Menschen und um seine Belastung, jede Belastung hat seine Grenzen.

Erst in Extremsituationen zeigt sich der wahre Mensch, würde in manchen Eignungstests weniger die Reaktion sondern das Gefühl für die Verantwortung im Vordergrund stehen, wäre man weiter.

Verantwortung setzt Vertrauen voraus und das sollte man beweisen, funktioniert aber nur mit der gewissen Einstellung.

Käme die Verantwortung für das Handeln vor dem Erfolg der Handlung, wäre unser Gesellschaftssystem menschlicher.

Menschen die sich im Beruf zum Erfolg verdonnern lassen, geben ein Stück ihres Lebens auf, denn sie haben Angst vor dem sozialen Absturz.

Es ist nun einmal so, mit jedem beruflichen Absturz fällt die gesellschaftliche Anerkennung.

Für viele unter uns ist das die eigentliche Angst, mit der wiederum viele nicht richtig umgehen können.

Würden andererseits Vorgesetzte das vertrauensvolle Mitarbeitergespräch suchen, könnte man auch weiter sein.

Wenn aber Vorgesetzte auch unter einem Erfolgsdruck stehen, klammern sie die Probleme der Anderen aus.

Man kann ja Jeden ersetzen, damit steigert man noch die Ängste der Betroffenen, man macht mit in einem Spiel wo der Eine dem Anderen nicht mehr traut. Haben wir nicht alle etwas den Respekt vor dem Anderen verloren, weshalb benötigen manche Aufputschmittel?

Weshalb weichen andere Gespräche aus, weil sie ihre menschlichen Schwächen dem Anderen nicht zeigen möchten.

Sind wir bereits eine solche Gesellschaft geworden, die mit den Schwächen des Anderen hausieren geht?

Da gibt es in der Arbeitswelt solch moderne Bezeichnungen, die sind alle nichts wert- wenn es mit der Moral nicht stimmt.

In unserer Leistungsgesellschaft kommt das Wort „Moral“ nicht mehr vor, ist nun diese Leistungsgesellschaft fest in den Händen der Gaukler?

Man kann es durchaus meinen, denn diese haben die Logenplätze und derzeit gibt ihnen der Erfolg noch Recht.

Es ist also ein Thema der Elite, die sich zum Pächter des Erfolges gemacht hat.

Nur wer schützt uns vor den Handlungen dieser Elite, denn ihr Recht ist durchaus nicht immer gerecht.

Klammern wir zunächst den Finanzsektor aus, denn diese Elite gönnt den anderen eigentlich nichts, es geht in erster Linie um die Formatierung des Menschen am Arbeitsplatz.

Hier formierte sich der Leistungsdruck auf die Horizontale, wer will das schwächste Glied im Team sein?

Würden andererseits diese Teams intensiver geführt, würde die Erfahrung einfließen, das Können wieder den Ausschlag geben hätten wir eine andere Arbeitswelt.

Haben wir aber nicht, wir arbeiten nach dem Motto „zum Erfolg verdammt“ wem wundert dabei eigentlich noch was?

Zuletzt aktualisiert am Montag, 30. März 2015 um 03:20 Uhr  

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