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Teil 116 "Die Geburt des Dudelfunks"

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Es begann die Epoche mit einer Wertigkeit- Debatte, einerseits waren Jene mittlerweile in der Minderheit die auf ein Erbe ihrer Eltern rechnen konnten und andererseits waren nicht nur jene verschuldet, die auf die Steine bauten auf denen sie bauen sollten.

Konsequenterweise hätten die Konservativen den Bestseller von Ludwig Erhard umschreiben müssen, denn mittlerweile galt der Wohlstand für alle nur noch für diejenigen die ihren Nutzen daraus zogen.

Interessanterweise begann eine Diskussion innerhalb der Gesellschaft, die Bundesrepublik Deutschland war demzufolge gar kein Wohlfahrtsstaat, es war der Staat mit der Lebenslüge der CDU/CSU und die wiederum unterliefen nun in den Ländern den ökonomischen Kurs der Bundesregierung.

Man versuchte über den Bundesrat die Regierung vom Kurs Keynes zu bringen, indem man offen die Wertigkeit-Debatte betrieb.

Um das zu verstehen musste man ins Detail gehen, der Prozess fand unmittelbar statt- es begann ein schleichender Prozess, nicht nur in der allgemeinen Teuerung sondern im Entzug.

Der Staat sollte sich zurückziehen, man operierte mit den Staatsausgaben und eine Streichliste betraf den Inhalt und die Ausrichtung unserer öffentlich rechtlichen Rundfunksender.

Es waren 15 Jahre vergangen, wo das dumme Gesetz der CDU/CSU was ein Adenauer Fernsehfunk beinhaltete vom Bundesgericht kassiert wurde, danach war der Weg zum ZDF erst frei.

Von einem reinen Staatsfunk wurden wir von einem Gericht befreit, diesmal allerdings wurden die Landesrundfunkstationen analysiert und diese Programme wurden in der Tat flacher.

Die Programm- Macher begannen sich allerdings zu formieren, innerhalb der Gewerkschaftsbewegung kam eine ganz neue Interessenvertretung der Arbeitnehmer hinzu, die wiederum der DGB nicht auf der Agenda hatte, die Geburt der Rundfunk- und Film Union- die sich anderenorts auch Rundfunk- und Fernsehen Union nannte.

Nach den ersten Gesprächen mit den Aktivisten der ersten Stunde im Stern des Hessischen Rundfunks, stellte ich fest, hier entwickelte sich eine neue Form der Mitbestimmung.

Dabei ging es nicht gegen die Technik, sondern gegen die Konserven und gegen die Verbreitung eines Dudelfunks.

Man wollte nach wie vor kreativer sein, man wollte informativer sein – sich aber nicht formieren in einer unteren Kochstufe der Selbstverständlichkeiten.

Damit erreichte man eine Umkehrung, denn die RUF nahm den Staatsvertrag ernst, es waren also die konservativen Landesregierungen die ihren Sendern den Sinn des kreativen Inhaltes nahmen.

Was sich über fast einem Jahrzehnt bereits innerhalb der Printmedien vollzog traf die Rundfunkanstalten innerhalb von wenigen Jahren.

Es verschwanden Sendungen, es reduzierten sich Fachbeiträge und die Hintergrundinformation wurde geopfert durch gleichbleibende Musikberieselung mit fast nichts sagenden Moderationen.

Man wollte innerhalb der Sender den Ball möglichst flach halten und damit Geld sparen und die Mitarbeiter justieren in einen Gartenparty von frohen Menschen.

Es begann schleichend, der Vorläufer des Dudelfunks war das 3. Rundfunkprogramm des Bayrischen Rundfunks, genannt Bayern 3 die Servicewelle von Radio München.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 18. Mai 2016 um 02:19 Uhr  

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