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Teil 126 "Die fehlenden Selbstheilungskräfte der Kirchen"

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Blicke ich nach all den Jahren auf diese Epoche meines Lebens, kann ich sagen, dass damals Teile des RCDS linker waren als führende Köpfe in der SPD heute sind.

Allerdings sollte ich mich einmal dem Thema Kirche widmen, denn ich bin nicht derjenige der damals aus der Kirche austrat.

Wobei bis 1975 jene Diskussion anhielt, die sich mit der Kirche in unserem Staat beschäftigte.

Damals ging es allerdings primär um die Amtskirche, für mich galt stets der Sachverhalt.

Denn mittels der Taufe war ich Mitglied der Kirche und juristisch mittels der Kirchensteuer erfasst.

Wobei ich wahrhaftig mehr gegen die Kirche und ihre Würdenträger hatte als ich es mitunter wahrhaben wollte, das wiederum lag allerdings nicht an der Kirche sondern an ihren Amtsträgern.

Sagen wir es andersherum, bereits als Kind wusste ich bald wer, wo in der Kirche auf welchen Bänken sitzt und weshalb er dort sitzt ging uns Kindern nichts an.

Eigentlich tat sich die Kirche schwer ihre Vergangenheit abzuschütteln, das Reich zerfiel aber die Kirche blieb.

Diese Erkenntnis ist von mir, hört sich nur ähnlich an wie bei Bernt Engelmann, wobei der wiederum auch hier richtig liegt.

Es gab sie die Pfarrer waren unter uns, die ein paar Jahre zuvor unter dem Hakenkreuz an der Kanzel predigten.

Nach dem für sie verlorenen Krieg schrieben sie nur ihre Predigten um und setzten sich nicht mit dem Apparat Kirche unter dem Joch der tausend Jahre auseinander.

Einen aus dieser Gilde erlebte ich, der hatte sogar die Güte mich zu konfirmieren, danach trennten sich unsere Wege.

Ich hatte es nicht verarbeiten können, mit ansehen zu müssen wie er im Religionsunterricht Kopfnüsse verteilte.

Nach irgendeiner Demo noch zu Zeiten der Penne begegneten wir uns, damals hatte die Truppen des Warschauer Paktes gerade den Bruderstaat CSSR besetzt und ich saß auf einem Podium, wo ich eigentlich gar nicht hin wollte.

Damals hielt ich meine erste freie Rede vor einem Publikum und fand die Worte zum Machtbereich, verglich die CSSR mit dem Machtbereich Moskaus und erinnerte daran, dass sich Moskau sich diesen niemals nehmen lassen würde.

Danach wollte ich nicht mehr reden, denn die Stimmung kippte aber ich sah den Pfarrer und der zeigte mir einen Vogel.

Für mich hatte der Pfarrer einen Vogel, denn er als resozialisierter Feldprediger in der Uniform der Wehrmacht hätte es besser wissen müssen.

Eigentlich war das so banal, das ich es vergessen habe, denn mit dummen Menschen sollte man sich nicht länger beschäftigen.

Interessant wurde es einige Jahre später als die ersten Theologen aus der Dritten Welt zurückkehrten, mittlerweile sollte man sich erinnern, einer davon war der Sohn des Martin Borrmann.

Ein Pater im Sinne des Herrn der in Afrika entführt wurde, wo wiederum seine Entführer gar nicht wussten wer er war.

Wer war eigentlich wer in der Kirche, es hat lange gedauert bis sich die evangl. Kirche das Thema Martin Niemöller annahm.

In den Köpfen der Obigen galt der Widerstand als anormal, eine Kirche ist dann aber erst lebendig wenn sie politisch Stellung bezieht.

Es war nicht nur Martin Luther King und der amerikanische SDS der sich auf Rosa Parks bezog, sondern zeitgleich war es die kath. Kirche in Mittelamerika die begeisterte.

Es ging um die Stellung der Menschen und genau dort waren die beiden Amtskirchen in Deutschland in der Rückhand, ihnen fehlte der Mut.

Es war nicht die Basis der Christen sondern die Mutlosigkeit der Amtskirchen, die auch mich fast verzweifeln lie

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 08. Juni 2016 um 01:47 Uhr  

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