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Teil 138 "Als die Duckmäuser salonfähig wurden"

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In den 80ziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden die Duckmäuser salonfähig.

Zunächst fand man in der alten DDR dafür einen Namen, man fand sich wieder in einer Nischengesellschaft.

Eine Reaktion des Kleinbürgertums, was im Westen nicht gerade anders war.

Im Westen begab man sich auf die Schleimspur, allerdings machte man das mitunter nicht freiwillig.

Unterschwellig waren die Duckmäuser nahtlos in der Bundesrepublik angekommen, nur waren sie nicht immer salonfähig.

Anfang der 80ziger Jahre begann aber der Trend hin zum Privaten, man schottete sich ab vor den gesellschaftlichen Ereignissen.

Es waren allerdings nicht nur die einzelnen Bürger, sondern es waren Organisationen- die kaum Antworten fanden.

Auf der politischen Ebene erwachte eine Zivilgesellschaft, damit entstand ein Pro und Kontra.

Es hat ziemlich lange gedauert, bis jene Teile in den Gewerkschaften und Parteien sich dieser Zivilgesellschaft stellten.

Ich möchte der Kirche nichts unterstellen, aber die Kirche von unten war näher am Problem als die Amtskirche.

Es war typisch, eigentlich hatte man es sich bequem gemacht, es waren die Duckmäuser die sich stets hinter anderen versteckten.

Warum das so war, hat viele Gründe- ein Grund war den Weg zum Wohlstand zu finden in einer Gesellschaft die sich reformierte.

Man entwickelte keine Alternativen, man widersetzte sich der Reformen und beharrte auf einer relativen Zufriedenheit.

Die allerdings war brüchig geworden, denn überwiegend waren die Duckmäuser verschuldet.

Die Kreditwürdigkeit der Kleinbürger wurde noch nicht in Frage gestellt, das lockere Geld was einem eigentlich gar nicht gehörte war das Merkmal dieser Welt.

Man arbeitete nicht an sich, sondern zog sich zurück auf die sog. Sonnenseite des Lebens, Duckmäuser auf der Woge des Glückes.

Sich dabei eine eigene Meinung bilden und diese einbringen, war nicht im Interesse der Kleinbürger.

Man wollte ja wer sein und glaubte daran, nur es war nicht glaubhaft denn viele saßen auf dem Schleudersitz.

Das Leben auf einem Schleudersitz war das Markenzeichen der 80ziger Jahre, noch hielten die sozialen Netzwerke.

Die 80ziger Jahre waren aber auch die Jahre der Einschläge, nicht nur auf der Schiene des Konjunkturwandels sondern die Folgen der Energiekrise wurden durchaus sichtbar.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 12. Juli 2016 um 01:35 Uhr  

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