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Teil 144 "Der Feldzug der Macher"

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Was waren das für Menschen, die mit ihrer Aufgabe innerhalb der Arbeit zu Egomanen wurden?

Es waren überwiegend jene die sich selektieren ließen, sie waren jung, dynamisch und teilweise nach der Hochschule importiert worden.

Sie verfügten sicherlich über ihr Fachwissen, denn der Großteil unter ihnen hatte diese gerade populären Fächer studiert und mit ihrem theoretischen Wissen ließ man ihnen Freiheiten.

Diese Freiheiten wiederum hatten eine Tangente, denn mit dem Wissen der Egomanen gingen Direktoren hausieren.

Unter Betriebssoziologen bezeichnet man das als die Implantation eines Betriebes innerhalb des Betriebes, mancher schwächte das ab und sprach von einem zweigleisigen Vorgehen.

Beiderseits verpflichtete man sich zum Fortschritt, konnte den allerdings nicht immer interpretieren.

Allgemein siegte der Zwang zur Gläubigkeit an den notwendigen Fortschritt vor der Interpretation, damit vollzog sich der Drang sich darzustellen.

Der Egomane ist immer ein Selbstdarsteller, er meint in einer anderen Liga zu spielen und der Anfangserfolg gibt ihm Recht.

Das Recht der Egomanen in der Arbeitswelt heißt die verordnete Freiheit voll auszunutzen.

In ihrem Verhalten spiegelt sich eine Biografie, sie werden allerdings kaum darüber erzählen- denn sie meinen zur Elite zu gehören.

Sieht man sich allerdings diese Biografien näher an, so erkennt man den Niedergang des Humanismus nicht nur in der Erziehung sondern auch innerhalb der Hochschulen.

Ich greife einmal der Zeit vor und komme zu einigen Beispielen.

In diesen Jahren zog ein junger Dynamiker an mich vorbei, temporär hatte er den Erfolg gepachtet, bemerkte aber zu spät dass man einen Erfolg nicht konservieren kann.

Er wurde nach wenigen Jahren in der Praxis zählte er zu einer jenen Pionieren die sich selbstständig machten und das wiederum mit etlichen Vorschusslorbeeren.

Aus diesen Versprechungen wurden allerdings nicht die zu erwarteten Verträge, mit der Insolvenz ging er ganz anders um.

Nur gingen mit dieser Insolvenz einige Arbeitsplätze verloren, das nannte er das Mitarbeiterrisiko.

Das war ein Begriff der für mich Neuland war, der mir dann allerdings öfters begegnete.

Ein anderer Fall war eine junge und fortschrittliche Kollegin, die über Wissen verfügte und sich zunächst im Betriebsrat versuchte.

Da gab es sie mittlerweile, die Hoffnungsträger einer jungen Generation allerdings war diese Generation ungeduldig.

Die zweite Etappe war ihr Einstieg in die Kommunalpolitik, in dieser Zeit zog der Vorläufer der Grünen in Berlin „die Alternative Liste“ all jene an die eigentlich ungeduldig waren.

Dort machte sie ihre Karriere, allerdings genügte ihr in einigen Jahren nicht mehr die Arbeit im Kiez.

Dann wird all denen etwas egal, Hauptsache man ist gefragt.

Für mich war es ein Rätsel, wie sie die Frau wurde beim Senator für Stadtentwicklung und Umwelt.

Nehmen wir einmal an, auch die SPD benötigte jene Frauen mit dem Fachwissen, dann nennt man dieses eine Karrierebeschleunigung.

Was sicherlich weiter nicht schlimm ist, denn fast 12 Jahre zuvor war Christian Ströbele der Juso in Kreuzberg.

Nur Ströbele blieb sich als Linker treu und das wiederum ist der Unterschied.

Was meint ihr wohl, wo sich jene Kollegin von mir von damals wiederfand?

Sie übernahm eine Stabsstelle unter Brigit Breuel, schlimmer ging es wohl nimmer.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 30. Juli 2016 um 01:44 Uhr  

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