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Teil 150 " zwischen Ameisen- und Heuhaufen"

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Je mehr ich tiefer in diese Materie einstieg, fand ich einerseits einen Ameisenhaufen vor und suchte ich die Stecknadel im Heuhaufen.

Im Prinzip schaffte man autonome Inseln innerhalb eines Betriebes, weil zunächst fast jede Werkzeugmaschine anders programmiert wurde.

Was weiterhin nicht tragisch war, nur man konnte weder das Personal noch die Programme individuell einsetzen.

Ein Grund dazu war einmal das Programmieren in Sätzen und dazu das Gegenstück in Blöcken, wobei die Geometrie weiterhin die Regel vorgab.

Allerdings gab es hier auch wiederum den Unterschied innerhalb der Bemaßung, entweder arbeitete man absolut oder inkrementell.

Wobei das wiederum vom Programmierer festgelegt wurde, ganz anders war es bei Messmaschinen, hier galt den Unterschied zwischen der Fläche zur Bahn festzuschreiben.

Man hatte das alles wiederum autonom genormt, der eigentlichen Maschine war es somit egal und die meisten Maschinen hatten der Dry ran Befehl.

Somit wurde aus dem codierten Maschinenprogramm eine arbeitsträchtige Zeichnung.

Um das aber zu verstehen muss man wissen, alle anderen Vorbereitungen liefen noch klassisch unterteilt von Hand.

Was da noch auf mich u.a. zukam erfuhr ich am Rande.

In dieser Zeit hatte ich einen Chef, der tatsächlich jünger war als ich und einen Doktortitel trug.

Mir erzählte er vom Institut für Arbeitsstrategien und hier träumte von codierten und abrufbaren Arbeitsgängen.

Man hatte innerhalb des Produktionsprozesses den Fertigungsdurchlauf codiert. Hinter jeder Adresse lag die entsprechende Auswahl, abhängig vom Material und von der Losgröße.

Auf diese Adressen hatte allerdings nicht jeder Zugang, in manchen Prozessen sollten das wiederum Fachleute machen.

Nachdem ich diese Thesen einigermaßen verarbeitet hatte, war es für mich logisch dass das sog. mittlere Management auf der Fertigungsebene sich auflösen wird.

Man gab codierte Pläne vor, wo man die entsprechenden Arbeitsgänge wiederum programmiert hatte und von Codierungsstelle zur nächsten fand die permanente Inventur statt.

Was daraus wurde, das sah man ein paar Jahre danach in der Praxis und zwar immer dann wenn man seinen Negativkleinbildfilm zum Entwickeln abgab.

Man bekam ihn in einer Papiertüte zurück auf dessen Deckblatt min. 5 verschiedene Bar Codes waren. Den Kunden interessierte nur der ENA Code, denn dahinter stand der Endpreis.

Das funktionierte allerdings beim Produkt Film aber nicht bei Geräten, die sich aus unterschiedlichen Modulen zusammensetzten.

Es musste also jene Codierung geben, die einerseits den Produktionsdurchlauf steuerte und andererseits die Adresse des autonomen Fertigungsprogrammes an den jeweiligen Werkzeugmaschinen erhielt.

Das ganze wurde wiederum zu einem mathematischen Problem, den all die Vorgaben waren im Dezimalsystem, daher die Zahlen dabei wesentlich größer wurden nahm der Platz für die Stellen zu.

Die herkömmliche und bisher bekannte Alternative war das Binäre Zahlensystem, das erwies sich als unbrauchbar- denn die Zahlen in der Größenordnung benötigten noch wesentlich mehr Stellen.

Irgendwann entwickelten wir eine durchaus brauchbare Lösung, die verwendeten Dezimal Zahlen ins 36er Zahlensystem zu überführen.

Somit hatte der gleiche Wert wesentlich weniger Stellen und das System war einfach, man verwendete die Zahlen 1-9 und dann folgte A- Z, somit stand 1 für dezimale 1 und das Z für die Dezimale 36 und dann ging es lustig weiter mit A1 bis AZ usw. usw.

Dafür musste ich nur werben, dem Programmierer war das egal, ziemlich schnell wurden die Zahlen in ein anderes System gewandelt.

Aus diesem sog. Zahlensalat ein System machen, dafür auch noch Mitstreiter finden war eine Gewaltaufgabe.

Ich saß irgendwo mit auf einem Podium und erklärte anderen das System, was wiederum ein Klarschrift Matrixdrucker an den Schnittstellen auswarf.

Was nur der erste Schritt war, am Horizont schwebte bereits das Einscannen. Was wiederum eine Folge hatte, aus Schnittstellen wurden Scan- Stationen.

Damit waren wir wieder beim Bar- Code, die erste Frage stellte sich, welcher Bar- Code eignet sich bestens für das 36er Zahlensystem?

War gar nicht so einfach, in Stuttgart kam ich auf die Spur, es war der Code alpha 39.

An diesen Erfolg kann ich mich bestens erinnern, die Techn. Akademie lag im Ortsteil Leichingen und am 2. Tag zu Mittag fiel der Groschen bei mir.

Zurück nach Berlin, ich hatte es gefunden, nur mein Taxi kam nicht sofort und um mich herum standen sehr interessierte Zeitgenossen.

Im Taxi erfuhr ich dann, wo ich stand – fast unmittelbar vor dem Haus des damaligen General- Bundesanwaltes.

In Berlin feierte man das allerdings nur als einen halben Erfolg, denn wenn man die Ausgangware mit dem Tintenpisser kennzeichnete, war die Kennzeichnung irgendwann weg, da sollte das Etikett folgen.

Natürlich doppelt für die Teilekennzeichnung und für die Begleitpapiere, was da noch auf mich zukommen sollte wusste ich zu dieser Zeit noch nicht.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 23. August 2016 um 00:55 Uhr  

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